Daniel Lopes

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Sänger Daniel Lopes. Zum Fußballspieler siehe Daniel Lopes Silva; zu anderen Personen siehe Daniel López.
Daniel Lopes (2013)

Daniel Lopes (* 12. November 1976 in Brasilien) ist ein deutscher Popsänger. Einem breiten Publikum wurde er im Winter 2002/2003 durch seine Teilnahme an der ersten Staffel der Castingshow Deutschland sucht den Superstar bekannt.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Lopes wuchs in der brasilianischen Stadt Recife auf. Als er fünf Jahre alt war, verstarb sein Vater. Vier Jahre später kam seine dreizehnjährige Schwester bei einem Autounfall ums Leben. Im Alter von 15 Jahren siedelte er zusammen mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder nach Deutschland über und wohnte in Schloß Holte. Seine Mutter heiratete wieder und Lopes wurde von seinem Stiefvater adoptiert. Nach dem Abschluss der Realschule absolvierte er eine Ausbildung als Versicherungskaufmann.

Als 10-Jähriger erlernte er im Selbststudium, Klavier und Gitarre zu spielen, und spielte fortan in der Jugendband Crazy Boys, die nach eigenen Angaben regional erfolgreich war. In Deutschland erhielt er nach seiner Teilnahme an einem Probesingen im Rahmen des Modelwettbewerbs Gesicht '97 einen ersten Autorenvertrag.

Deutschland sucht den Superstar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Karrieresprung gelang ihm 2002/2003 mit seiner Teilnahme an der ersten Staffel der Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) des deutschen Fernsehsenders RTL. Dort zog er über mehrere Qualifikationsrunden in das Finale der besten Zehn ein. Schließlich schied er dann am 11. Januar 2003 aus dem Wettbewerb aus und belegte in der Endwertung den siebten Platz.

Zusammen mit den anderen Finalisten nahm er Ende 2002 die Single We Have a Dream und das Album United auf. Single und Album erreichten jeweils die Spitze der deutschen Charts und waren 2003 die meistverkauften Platten des Jahres.

Mottoshow (Datum) Lied Originalinterpret Anrufer in Prozent
3. Top-30-Show (14. Dezember 2002) Angel Jon Secada 35 % (Platz 1 von 10)
Mein Superstar (21. Dezember 2002) Livin’ La Vida Loca Ricky Martin 4,4 % (Platz 6 von 10)
Lovesongs (28. Dezember 2002) Careless Whisper George Michael 4,2 % (Platz 8 von 9)
Hits 2002 (4. Januar 2003) Hero Enrique Iglesias 12,1 % (Platz 4 von 7)
Musical (11. Januar 2003) A Whole New World Regina Belle & Peabo Bryson 6,4 % (Platz 7 von 7)

Spätere Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar nach dem Ausscheiden aus DSDS erhielt Lopes einen Plattenvertrag. Noch während die erste Staffel lief, kam im Februar 2003 seine Debütsingle Shine On auf den Markt und kurz darauf auch sein Album For You. Mit der Single stieg er in die deutschen Charts ein.

Die nicht mit den Produzenten der Sendung abgestimmte Veröffentlichung führte jedoch zum Ausschluss von der gemeinsamen Tour aller DSDS–Finalisten. Die Parts von Lopes wurde von allen Liedern des Albums United, außer der vorab ausgekoppelten Single We Have a Dream, gelöscht.

Seine zweite Single sowie eine Neuinterpretation des Wham!-Klassikers Last Christmas für das Weihnachtsgeschäft 2003 verfehlten Charterfolge.

2004 war Lopes als Teilnehmer der Reality-Show Die Alm zu sehen, die auf ProSieben ausgestrahlt wurde. Im selben Jahr trat er beim RTL Promiboxen gegen den Schauspieler Dustin Semmelrogge an und verlor durch Technischen KO in der dritten Runde.

Nach einer Party in St. Tropez entwickelte er mit Bob Sinclar seine Leidenschaft für die House- und Elektro-Musik. Seitdem arbeitet er in der House- und Electroszene als Songwriter, DJ und MC.

2011 war er als Kandidat in der RTL-Show Das Supertalent zu sehen und erreichte in der Show am 29. Oktober 2011 die zweite Runde.[1] Die Live-Shows erreichte er wegen einer vergessenen Textpassage bei dem Lied Hero von Enrique Iglesias nicht.[2] 2012 nahm Lopes an der sechsten Staffel der RTL-Reality-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil[3], wurde jedoch als erster Kandidat von den Zuschauern herausgewählt.[4] Anschließend zog Lopes zurück nach Brasilien, um dort Musik zu machen.[5]

2014 unterschrieb er einen Platten/- und Managementvertrag bei dem Plattenlabel Lacave-Records und veröffentlichte eine gemeinsame Single mit Marcelos Pi (Lacave-Records) mit dem Titel Golden Night.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalbum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2003 For You 35
(4 Wo.)
88
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Februar 2003

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2003 Shine On
For You
14
(9 Wo.)
52
(4 Wo.)
87
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Februar 2003
Verkäufe: + 250.000
[7]
I Love You More Than Yesterday
For You
95
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2003

Weitere Veröffentlichungen

  • 2003: Last Christmas / I Used to Cry
  • 2005: Change the World
  • 2009: Everybody’s Got to Learn Sometime (Stefan Gruenwald vs. Jerry Ropero feat. Daniel Lopes)
  • 2010: Vision of Love (Mauro Mondello feat. Daniel Lopes)
  • 2012: Ai Se Eu Te Pego!
  • 2012: Tic Tic Tac (feat. Monique Simon)
  • 2012: A New Day
  • 2014: Morena
  • 2015: Golden Night
  • 2017: Only You
  • 2017: Soldiers of Freedom

Als Gastmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2002 We Have a Dream
United
1 3-fach-Gold
(13 Wo.)
2 Gold
(19 Wo.)
1 Platin
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Dezember 2002
(mit Deutschland sucht den Superstar)
Verkäufe: + 805.000

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Supertalent 2011: Daniel Lopes nutzt seine zweite Chance
  2. Das Supertalent 2011: Mark Ashley siegt im Battle gegen Okan
  3. Dschungelcamp 2012: Daniel Lopes auf RTL.de vom 6. Januar 2012
  4. Dschungelcamp 2012: Die Zuschauer wählen Daniel Lopes raus auf RTL.de vom 22. Januar 2012
  5. Was wurde eigentlich aus den anderen DSDS-Stars?
  6. a b c Chartquellen: DE AT CH
  7. RTL-Teletetext; Seite 869/10 von 11. (Abgerufen am 16. Januar 2012)