Daniel Mack

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Daniel Mack, 2013

Daniel Mack (* 31. Oktober 1986 in Bad Soden-Salmünster) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Kommunikationsberater und Lobbyist. Er war von 2012 bis 2014 Mitglied des Hessischen Landtags.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mack wuchs als Sohn eines Vaters aus Sri Lanka und einer Mutter aus Deutschland in der Nähe von Frankfurt auf.[1] Nach dem Abitur 2006 am beruflichen Gymnasium der Ludwig-Geissler-Schule in Hanau studierte er Jura, Politikwissenschaft und Soziologie.[2] Nach dem Ausscheiden aus dem Hessischen Landtag arbeitete Mack als Kommunikationsberater, u. a. als Head of Content Desk bei der Werbeagentur Scholz & Friends[3] sowie als Director Digital und Creative Transformation bei der Hirschen Group[4]. Seit Januar 2020 ist Mack Lobbyist für die Daimler AG und deren Leiter für Verkehrs-, Umwelt- und Digitalpolitik.[5] Er lebt in Bad Orb.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniel Mack ist Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Er war 2008 der jüngste aller Kandidaten zur Wahl des 17. Landtages in Hessen.

Mack wird dem Realo-Flügel der Partei zugerechnet und betont die Eigenständigkeit der Grünen.[6] Er forderte die Grünen und die FDP auf, „ihre gegenseitige Abneigung zu überwinden, um neue Bündnisse möglich machen“ und setzte sich für die Möglichkeit von Jamaika-Koalitionen ein.[7] Mack war Teil der Verhandlungsgruppe der hessischen Grünen zu den schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen mit der CDU nach der Landtagswahl am 18. September 2013 und verhandelte das Aufgabenfeld der Netzpolitik.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von März 2006 bis März 2012 war Mack Mitglied des Kreistages des Main-Kinzig-Kreises. Im März 2012 rückte Mack in den Hessischen Landtag nach. Er folgte auf Sarah Sorge, die in Frankfurt am Main zur Dezernentin gewählt worden war. Im Landtag war Mack zuständig für die Themen Netzpolitik und Sport. Er war Mitglied des Innenausschusses, des Petitionsausschusses und des Unterausschusses Datenschutz. Bei der Wahl am 18. September 2013 wurde Mack nicht erneut in den Landtag gewählt.

Konzept „Digitales Hessen“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniel Mack stellte am 21. Januar 2013 das von ihm entwickelte[8] Konzept „Digitales Hessen“ für die hessische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor.[9] Darin fordern die Grünen eine bessere Förderung für neue regionale Internetfirmen. Hochschulen und Wirtschaftsförderung sollten kooperieren, um Talente mit ihren Geschäftsideen in Hessen zu halten. Schnelle Internetverbindungen müssten überall im Land ausgebaut werden. Weiter setzen sich die hessischen Grünen kritisch mit Deep Packet Inspection, Netzsperren und digitaler Überwachung auseinander, plädieren für eine verantwortungsvolle Datenschutzpolitik, ein Recht auf Anonymität im Internet, das „Recht auf Vergessen“ und mehr Transparenz für Verbraucher. Entgegen der exzessiven Sammelei von Daten, um Kundenprofile zu erstellen, setzen sich die Grünen für transparente und faire Regeln ein. Sie setzen darauf, dass Informationstechnik dazu beträgt, Verwaltungs- und Regierungshandeln transparenter und wirkungsvoller zu gestalten. Die Bürger könnten konstruktiv beteiligt werden.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Daniel Mack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grünen-Politiker als "Nigger" beschimpft. Abgerufen am 19. Juni 2021.
  2. Daniel Mack zieht als jüngster Abgeordneter in den Landtag. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) In: h24.de, 15. März 2012.
  3. Scholz & Friends Berlin: Daniel Mack ist neuer Leiter Konzeption. In: horizont.net. Abgerufen am 27. Dezember 2020.
  4. Hirschen Group: Daniel Mack wird Director Digital and Creative Transformation. In: horizont.net. Abgerufen am 27. Dezember 2020.
  5. Ansgar Graw: Seitenwechsel. Ex-Grünen-Politiker Daniel Mack wird Lobbyist bei Daimler. In: welt.de. Axel Springer SE, 25. November 2019, abgerufen am 25. November 2019.
  6. Augen zu und durch! In: FAZ.net. 30. Juni 2013, abgerufen am 19. Dezember 2014.
  7. Christian Teevs: Grüne: Länderchefs rebellieren gegen Trittins Jamaika-Blockade. In: spiegel.de. 23. Oktober 2009, abgerufen am 27. September 2017.
  8. op-online.de: „Löschen statt sperren“. In: op-online.de, 16. März 2013.
  9. Digitales Hessen. In: gruene-hessen.de, 21. Januar 2013.
  10. Hessens Grüne stellen Konzept zur Netzpolitik vor. In: heise.de, 21. Januar 2013.