Daniel Mark Eberhard

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Daniel Mark Eberhard

Daniel Mark Eberhard (* 1976 in Isny) ist ein deutscher Musikpädagoge; er ist seit 2015 Professor für Musikpädagogik und Musikdidaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt [1] sowie Referent in der Lehrerbildung und professioneller Musiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniel Mark Eberhard war nach dem Studium für das Lehramt an Realschulen sowie anschließendem Schuldienst und begleitenden Lehraufträgen (2002–2007) von 2007 bis 2014 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Augsburg tätig. Nach einer Vertretungsprofessur am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg [2] und einer zweijährigen Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin [3] nahm er zum Wintersemester 2015/2016 den Ruf auf die Professur für Musikpädagogik und Musikdidaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt an. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist ein international tätiger, mehrfach ausgezeichneter Künstler [4], Referent in der Lehrerfortbildung [5] und Autor zahlreicher fachdidaktischer Publikationen [6].

Wissenschaftliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den wissenschaftlichen Arbeits- und Interessensschwerpunkten von Daniel Mark Eberhard gehören die empirische Unterrichtsforschung, die musikpädagogische Regionalforschung, die Musikdidaktik, sowie die Themenbereiche Heterogenität/Diversität und Inklusion, insbesondere in Verbindung mit außerschulischer Musikvermittlung. Nach Tätigkeiten als Lehrer an Realschule und Gymnasium, als Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg und an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg zwischen 2002 und 2007 sowie als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Augsburg ab 2007 erfolgte 2010 die Promotion zum Thema Ursachen von Unterrichtsstörungen im Fach Musik bei Rudolf-Dieter Kraemer.[7] Einer Vertretungsprofessur am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg im WS 2013/2014 folgte vom SS 2014 bis einschließlich WS 2015/2016 eine Gastprofessor für Musikpädagogik an der Universität der Künste Berlin. Zum Wintersemester 2015/2016 nahm er den Ruf auf die Professur für Musikpädagogik und Musikdidaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt an [8]. Seit Oktober 2015 ist Daniel Mark Eberhard 1. Vorsitzender des Arbeitskreises der Musikdidaktiker an Bayerischen Musikhochschulen und Universitäten[9], seit November 2016 Mitglied im Präsidium des Bayerischen Musikrates, seit Oktober 2017 Mitglied der AG „Digitalisierung“ des Deutschen Kulturrates. Neben seinen nationalen und internationalen Tätigkeiten als Referent bei musikpädagogischen Tagungen und Lehrerfortbildungen veröffentlichte er zahlreiche musikpädagogische und musikdidaktische Schriften [10]. Seit 2000 ist er zudem als Musikpädagoge und Fachbegleiter wissenschaftlicher Studien im Bereich der Nachwuchsförderung von Kindern und Jugendlichen aktiv,[11] u. a. für das Landes-Jugendjazzorchester Bayern.[12] Er ist Initiator des europaweit einzigartigen Masterstudiengangs "Inklusive Musikpädagogik / Community Music" an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt [13]. 2018 lehnte er einen Ruf auf die W3-Professur für Musik und ihre Didaktik an der PH Weingarten ab.

Künstlerische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniel Mark Eberhard ist vorwiegend in den Bereichen Jazz, Blues Popmusik, Soul, Singer-Songwriter, Weltmusik, Crossover tätig und wurde engagiert als Pianist, Keyboarder, Hammond-Organist[14] und Akkordeonist[15] bei (inter-)nationalen Klassik- und Jazz-Festivals (z. B. Jazz-Festival Bankso/Bulgarien 1998 und 2012, Varna Summer International Jazz Festival/Bulgarien 2012, Jazzfestival Val die Fiemme/Italien 2005, Jazzfestival Prag/Tschechien 2006, Braunschweig Classix Festival 2000, 2001, 2007, 2008, Jazzfest München 2009, HarzClassixFestival 2017 [16]).

Er arbeitete u. a. zusammen mit Jacques Loussier und André Arpino (Frankreich), Darioush Shirvani (Iran), Seref Dalyanoglu (Türkei), Layth Abdul Ameer (Irak), Njamy Sitson (Kamerun), Bobby Shew, Chico Freeman, Gil Kaupp (USA), Andy Haderer, Joo Kraus, Melanie Bong, Claus Reichstaller, Sebastian Studnitzky, Harald Rüschenbaum, Rüdiger Baldauf, Jörg Widmoser, Stephan Holstein, Michael Lutzeier, Anajo (alle Deutschland), dem deutschen Schriftsteller Thomas Brussig und der österreichischen Schauspielerin Christiane Hörbiger. Neben CD- und Rundfunkproduktionen ist Daniel Mark Eberhard als Arrangeur und musikalischer Leiter für TV-Produktionen tätig (z. B. „Verlorene Maßstäbe“. Zentrale Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit. ZDF 2010[17]). Zu seinen Arrangementtätigkeiten gehört u. a. die bislang einzige Jazz-Bearbeitung der kompletten Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber.[18] Er ist Gründer der seit 2003 bestehenden Uni Big Band Augsburg, die er bis 2015 leitete, und des Pop-Orchesters der Universität Augsburg. Mit dem Pop-Orchester führte er 2008 gemeinsam mit der Pop-Band Anajo eine medial vielbeachtete Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz durch.[19] 2010 wurde er Endorsement-Artist bei Hammond [20], 2011 bei Hohner [21] und 2012 bei dem Instrumentenhersteller Korg [22].

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 Kunstförderpreis der Stadt Augsburg für Jazz & Komposition[23]
  • 2007 Augsburger Theaterpreis für „Swing alive“[24]
  • 2011 Kunstpreis der Stadt Gersthofen[25]
  • 2014 Bayerischer Pädagogikpreis, Auszeichnung für „herausragende und innovative Leistungen in der Lehrerbildung in Bayern“ [26]
  • 2014 Deutscher Pop Preis (Mitwirkung als Studiomusiker bei CD Produktion „Sarah Straub: RED“)

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den inhaltlichen Schwerpunkt der Schriften Eberhards bilden musikpädagogische, musikdidaktische und unterrichtspraktische Veröffentlichungen.[27]

Monografien:

  • Eberhard, D. M., Hirte, G., Höfer, U. (2017): Inklusions-Material Musik. Klasse 1-4. Berlin: Cornelsen.
  • Eberhard, D. M. (2016): Musik unterrichten: planen, durchführen, reflektieren. Berlin: Cornelsen.
  • Eberhard, D. M., Höfer, U. (2016): Inklusions-Material Musik. Klasse 5-10. Berlin: Cornelsen.
  • Eberhard, D. M. (2015): Referendariat Musik – Kompaktwissen für Berufseinstieg und Examensvorbereitung. Berlin: Cornelsen.
  • Eberhard, D. M. (2015): Unterrichtseinstiege Musik. Berlin: Cornelsen.
  • Ursachen von Unterrichtsstörungen im Fach Musik aus Sicht der Beteiligten und Entwurf eines Diagnosebogens zur Metakommunikation im Musikunterricht der Bayerischen Realschule (Dissertation, Online verfügbar) 2010

Herausgeberschaft:

  • Eberhard, D. M, Ruile A. M. (2013): „each one teach one“ – Inklusion und kulturelle Bildung im Kontext von Jugendszenen. Schriftenreihe des Interdisziplinären Forums Populärkultur der Universität Augsburg. Band 1. Marburg: Tectum.
  • Eberhard, D.M., Kraemer, R.-D. (2013): Augsburger Projekte und Initiativen zur Musikvermittlung. Versuch einer gründlichen Dokumentation. Vermitteln, Interpretieren, Forschen, Fördern. Schriften des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg (LMZ). Band 1. Augsburg: Wißner.
  • Loritz, M., Becker, A., Eberhard, D. M. u. a. (2011): Musik – Pädagogisch – Gedacht. Reflexionen, Forschungs- und Praxisfelder. Festschrift für Rudolf-Dieter Kraemer. Forum Musikpädagogik. Bd. 100. Augsburg: Wissner-Verlag.

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Ensembleleiter:

  • Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt – Colours of flight & migration. Musikalische Dialoge zwischen Orient und Okzident, Oriental Music 2016
  • Uni Big Band Augsburg – Generations, artmode 2014
  • Uni Big Band Augsburg – Big breaks – Big Band band meets HipHop, artmode 2012
  • Uni Big Band Augsburg feat. Claus Reichstaller, Stephan Holstein und Michael Lutzeier, artmode 2010
  • Anajo & das Poporchester, tapete records 2009 (CD/DVD)

als aktiver Musiker:

  • Sarah Straub: RED, Donnerwetter/Cargo 2014 (Deutscher Pop Preis 2014)
  • Walter Bittners Zakedy Music: EXYL, Downhill Records 2014
  • Walter Bittners Zakedy Music: Spinning Wheel, Downhill Records 2014
  • The Mufuti Four: The Mufuti Four. Downhill Records 2013
  • Fakstheater: Onkel Ede hat einen Schnurrbart. Brecht für Kinder, andrae-records. 2012
  • jazzlcub sounds Vol. 1, artmode 2012
  • Harald Rüschenbaum Trio: Swing frei, Schütz!, Downhill Records 2011
  • Walter Bittners Zakedy Music: Imago – a modern suite, GLM 2011 (nominiert für den Vierteljahrespreis 4/2011 der Deutschen Schallplattenkritik in der Sparte „Modern Jazz“)
  • Alexandrina Simeon Quintett: Roots & Influence, Mons Records 2011
  • Swing tanzen verboten: The Choo Shoo Sing Swing Songbook, artmode 2010
  • Martin Schmid: Nach all den langen Jahren, artmode 2009
  • Fakstheater: Kinder kommt und ratet, was im Ofen bratet, andraerecords 2007
  • Swing tanzen verboten: Swing alive, artmode 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Personalprofil auf der Website der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Memento des Originals vom 2. Oktober 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ku.de
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 27. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.philso.uni-augsburg.de Öffentliche Mitteilung der Universität Augsburg
  3. Öffentliche Mitteilung der Universität Augsburg (Memento des Originals vom 27. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.philso.uni-augsburg.de
  4. Künstlerisches Profil von Daniel Mark Eberhard auf der Website der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Memento des Originals vom 27. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ku.de
  5. Übersicht der Fortbildungen und Workshops von Daniel Mark Eberhard auf der Website der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Memento des Originals vom 27. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ku.de
  6. Publikationsverzeichnis von Daniel Mark Eberhard auf der Website der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Memento des Originals vom 27. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ku.de
  7. Online-Vollversion der Dissertation zu "Ursachen von Unterrichtsstörungen im Fach Musik
  8. Pressemitteilung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
  9. Arbeitskreis der Musikdidaktiker an Bayerischen Musikhochschulen und Universitäten
  10. Personalprofil auf der Website der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Memento des Originals vom 27. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ku.de
  11. „Deutsch, Mathe, Jazz“. In: Jazzzeitung, 2001
  12. „Für den Nachwuchs“. In: Jazzzeitung 2003
  13. Website der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Memento des Originals vom 9. Juli 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ku.de
  14. Künstlerportrait im Keyboard-Magazin OKEY Nr. 103 Nov./Dez. 2011
  15. Künstlerportrait im Akkordeon-Magazin Nr. 05/2011
  16. Deutsch-Chinesisches Musikfest Samstag, 21. Oktober 2017, Festival-Website
  17. Musikalischer Botschafter der Uni Augsburger Allgemeine vom 20. März 2010
  18. Amazon-Website
  19. Anajo und das Poporchester – Informationsdienst Wissenschaft, 2008. Pressemitteilung des Informationsdienstes Wissenschaft 2008
  20. Artist-Profil bei Hammond USA
  21. Artist-Profil bei Hohner
  22. Artist-Profil bei KORG
  23. 50 Jahre Kunstförderpreis der Stadt Augsburg (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.augsburg.de
  24. Pressebericht in der Augsburger Allgemeinen vom 19. Juli 2007
  25. Pressemeldung zum Kunstpreis Gersthofen
  26. Pressemitteilung
  27. Publikationsverzeichnis auf der Webpräsenz der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Memento des Originals vom 27. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ku.de