Daniel Scioli

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Daniel Scioli (2008)

Daniel Osvaldo Scioli (* 13. Januar 1957 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Politiker und ehemaliger Motorsportler. Von 2007 bis 2015 war er Gouverneur der bevölkerungsreichsten Provinz Buenos Aires.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scioli studierte Marketing an der Universidad Argentina de la Empresa (UADE) in Buenos Aires. 1986 begann er eine Karriere als Motorbootrennfahrer. 1989 verlor er nach einem schweren Unfall im Delta des Río Paraná einen Arm. Er konnte dennoch mit Hilfe einer Prothese weiter seinen Sport erfolgreich ausüben und gewann bis zu seinem Rückzug 1997 acht Weltmeistertitel in Offshore-Klassen.[1]

Von 1997 bis 2001 war er Abgeordneter für die Peronisten im argentinischen Kongress. Zwischen 2003 und 2007 war er unter Néstor Kirchner Vizepräsident Argentiniens und qua amt Präsident des Senats. 2007 wurde Scioli mit 48,24 % der gültigen Stimmen zum Gouverneur der Provinz Buenos Aires gewählt. 2011 gelang ihm die Wiederwahl, diesmal mit 55 % der Stimmen.[2] Scioli war zwischen Juni 2009 und März 2010 Vorsitzender der Peronistischen Partei (Partido Justicialista) [3][4] und übte das Amt bis Mai 2014 in Vertretung des verstorbenen Néstor Kirchner aus.

Politischer Standpunkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scioli gilt als unabhängiger „Kirchnerist“, der nicht allen von der Führungsriege des Frente para la Victoria entschiedenen Vorgaben zustimmt; er machte während seiner Amtszeit als Gouverneur mehrmals durch Gesten seine Unabhängigkeit von der Regierung unter Cristina Fernández de Kirchner deutlich.[5] In einem Interview mit der Zeitung La Nación im Jahr 2011 beschrieb er sich als „moderater Peronist der Mitte“.[6]

Für die Präsidentenwahl in Argentinien am 25. Oktober 2015 galt Scioli als aussichtsreicher Kandidat der Frente para la Victoria (FPV),[7] das linkszentristische Wahlbündnis „Front für den Sieg“ Kirchners.[8] Im ersten Wahlgang erreichte er die meisten Stimmen, musste sich aber in der folgenden notwendigen Stichwahl Mauricio Macri geschlagen geben.

Am 10. Dezember 2015 gab er sein Amt als Gouverneur an seine Nachfolgerin María Eugenia Vidal ab[9].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Scioli se retiró con otro título mundial, La Nación, 24. November 1997, abgerufen am 18. Februar 2012
  2. El FpV ganó 8 de las 9 gobernaciones que se disputaron en todo el país, Infobae, 23. Oktober 2011
  3. Kirchner renunció al PJ: asume Scioli, quien llamó a gobernadores, Clarín, 29. Juni 2009
  4. Néstor Kirchner retoma la presidencia del PJ, Momento 24, 7. März 2010
  5. Un gesto de autonomía que altera al kirchnerismo, La Nación, 24. Januar 2012
  6. "Soy un peronista de centro y moderado", La Nación, 2. Mai 2011
  7. Offizielle Webseite der FPV. fpv2015.pjbonaerense.org, abgerufen am 10. August 2015
  8. Kirchners sicherer Kandidat. faz.net, abgerufen am 10. August 2015
  9. Nachricht auf der Website der Provinz www.banoticias.com, abgerufen am 6. Januar 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Daniel Scioli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien