Daniel Stelter

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Daniel Stelter (* 29. Mai 1964 in West-Berlin) ist ein deutscher Ökonom, Autor und Blogger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniel Stelter studierte von 1984 bis 1988 Wirtschaftswissenschaft an der Universität St. Gallen. Von 1988 bis 1990 promovierte er dort am Lehrstuhl von Fredmund Malik mit einer Dissertation zum Thema Deflationäre Depression.[1]

Im Jahr 1990 begann er seine Karriere in München bei der Boston Consulting Group.[2] Seit 1998 leitete er dort als Partner die Corporate Development Practice in Deutschland und Europa, ab 2003 trug er hierfür die globale Verantwortung. Von 2009 bis 2013 war er Mitglied des weltweiten Executive Committee des Unternehmens.

Seit 2011 hat er mehr als 60 Gastbeiträge im Manager Magazin veröffentlicht.[3] Darüber hinaus schreibt er eine wöchentliche Kolumne für die Wirtschaftswoche.[4][5] Des Weiteren hat er Gastbeiträge im Handelsblatt[6] und in der Süddeutschen Zeitung[7] veröffentlicht. 2015 publizierte Der Spiegel eine Diskussion zwischen ihm und dem Ökonomen Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), über die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Zustroms von Flüchtlingen.[8]

Er wurde 2010 mit dem getAbstract International Book Award für sein Buch Accelerating out of the Great Recession ausgezeichnet, der jährlich auf der Frankfurter Buchmesse vergeben wird.[9]

Stelter ist verheiratet und hat drei Kinder.

Think Beyond The Obvious[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2013 betreibt Daniel Stelter den Blog Think Beyond The Obvious, der eine Plattform zur Diskussion seiner Veröffentlichungen und Gastbeiträge darstellt.[10]

Unter Beyond the Obvious publizierte und produzierte die Media Pioneer Publishing AG mit Daniel Stelter seit Dezember 2019 einmal pro Woche die Podcast/Reihe „media pioneer originals“. Die erste Folge wurde am 1. Dezember 2019 mit dem Titel „10 Jahre Vertrag von Lissabon: Eine Bilanz“ veröffentlicht.[11]

Seit April 2021 publiziert Stelter seinen Podcast Beyond the Obvious 2.0 unabhängig von Media Pioneer.[12]

Ausgewählte Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit David Rhodes: Accelerating Out of the Great Recession. McGraw-Hill, 2010.
    • Nach der Krise ist vor dem Aufschwung. Wie Unternehmen die stagnierende Wirtschaft für Überholmanöver nutzen. FinanzBuch Verlag, München 2010, ISBN 978-3-89879-609-5.
  • mit David Rhodes: Back to Mesopotamia? The Boston Consulting Group, 2011.
  • mit Marc-Olivier Lücke & Dirk Schilder: Fixing the Eurozone. The Boston Consulting Group, 2012 (PDF).
  • Die Billionen-Schuldenbombe. Wie die Krise begann und warum sie noch lange nicht zu Ende ist. Unter Mitarbeit von Veit Etzold, Ralf Berger & Dirk Schilder. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2013, ISBN 978-3-527-50747-4.
  • Der Kaiser ist nackt. Nur ein Schuldenschnitt kann die Krise lösen. Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2013, ISBN 978-3-86498-616-1 (PDF).
  • Ending the Era of Ponzi Finance. The Boston Consulting Group, 2013.
  • Die Krise … ist vorbei … macht Pause … kommt erst richtig: Was passiert mit unserem Geld? 77 Bilder zum Selberdenken und Mitreden. FinanzBuch Verlag, 2014, ISBN 978-3-89879-875-4.
  • Die Schulden im 21. Jahrhundert. Was ist drin, was ist dran und was fehlt in Thomas Pikettys „Das Kapital im 21. Jahrhundert“. Frankfurter Allgemeine Buch Verlag, Frankfurt 2014, ISBN 978-3-95601-077-4.
  • Eiszeit in der Weltwirtschaft. Die sinnvollsten Strategien zur Rettung unserer Vermögen. Campus Verlag, Frankfurt 2016, ISBN 978-3-593-50514-5.
  • Das Märchen vom reichen Land. Wie die Politik uns ruiniert. FinanzBuch Verlag, München 2018, ISBN 978-3-95972-153-0.
  • Coronomics: Nach dem Corona-Schock: Neustart aus der Krise. Campus Verlag 2020, ISBN 978-3-59351-321-8.
  • Verpatzter Finanzausgleich: Berlin ist eine Warnung für alle Transferträume der EU. Gastbeitrag vom 29. September in der Zeitschrift Focus.
  • Ein Traum von einem Land: Deutschland 2040. Campus Verlag, Frankfurt 2021, ISBN 978-3593512778.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Stelter: Deflationäre Depression : Konsequenzen für das Management. In: Nationalbibliografie. Abgerufen am 15. August 2015.
  2. Daniel Stelter. In: Frankfurter Allgemeine Buch. Abgerufen am 15. August 2015.
  3. Daniel Stelter: Das Märchen von der Sanierung Portugals. In: Manager Magazin. 27. Februar 2015, abgerufen am 15. August 2015.
  4. Daniel Stelter: Aktuelle Beiträge auf WirtschaftsWoche Online. In: wiwo.de. Abgerufen am 31. August 2017.
  5. Daniel Stelter: Kolumne Stelter strategisch – Setze nie auf die Notenbank. In: Wirtschaftswoche. 30. Juli 2015, abgerufen am 23. August 2015.
  6. Daniel Stelter: Credit Suisse und Piketty beschreiben Symptome. In: Handelsblatt. 30. Oktober 2014, abgerufen am 23. August 2015.
  7. Daniel Stelter: Kommentar: Ohne Verluste geht es nicht. In: Süddeutsche Zeitung. 9. Februar 2015, abgerufen am 23. August 2015.
  8. Armin Mahler & Christian Reiermann: SPIEGEL-Streitgespräch: „Ihre Botschaft ist fatal“. In: Der Spiegel. Nr. 47, 2015, S. 70–73 (online).
  9. Stefan Hajek: Interview: Ökonom Daniel Stelter warnt. In: Wirtschaftswoche. 29. September 2014, abgerufen am 15. August 2015.
  10. Autor: Dr. Stelter, Daniel. (Nicht mehr online verfügbar.) In: FinanzBuch Verlag. Archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 17. August 2015.
  11. 10 Jahre Vertrag von Lissabon: Eine Bilanz. Abgerufen am 14. März 2021.
  12. Intelligente Lösung statt harten Lock­downs (Erklärung bis Minute 3). Abgerufen am 19. September 2021.