Daniel Stendel

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Daniel Stendel
Personalia
Geburtstag 4. April 1974
Geburtsort Frankfurt (Oder)DDR
Größe 179 cm
Position Sturm, Flügel (rechts)
Junioren
Jahre Station
1981–1992 FC Vorwärts Frankfurt/Oder
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1992–1997 Hamburger SV Amateure 127 (39)
1995–1997 Hamburger SV 7 0(0)
1997–1998 SV Meppen 34 (13)
1998–1999 FC Gütersloh 31 0(5)
1999–2006 Hannover 96 184 (43)
2006–2007 FC St. Pauli 15 0(2)
2007–2008 Hannover 96 II 20 0(4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2007–2008 Hannover 96 II (Co-Spielertrainer)
2008–2013 Hannover 96 U-17
2013–2016 Hannover 96 U-19
2016–2017 Hannover 96
2018–2019 FC Barnsley
2019–2020 Heart of Midlothian
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Daniel Stendel (* 4. April 1974 in Frankfurt (Oder)) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer. Zuletzt war er Cheftrainer des schottischen Klubs Heart of Midlothian.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stendel begann 1981 seine Laufbahn beim FC Vorwärts Frankfurt/Oder (ab Februar 1991: FC Victoria '91 Frankfurt/Oder), für den er in der Saison 1991/92 noch als A-Jugendlicher in der drittklassigen Amateur-Oberliga debütierte (18 Spiele/4 Tore).[1] In der Spielzeit 1995/96 stieg er aus der zweiten Mannschaft, für die er seit Sommer 1992 auflief, zum Fußballprofi beim Hamburger SV auf. Dort konnte er sich nicht dauerhaft durchsetzen und wechselte zunächst zum SV Meppen und später zum FC Gütersloh in die 2. Bundesliga. Von 1999 bis 2006 spielte der Stürmer für Hannover 96. In der Saison 2001/02 stieg er mit Hannover 96 in die Bundesliga auf. In dieser Saison erzielte er mit 16 Treffern die meisten Saisontore in seiner Karriere. In der Bundesliga hielt er sich drei Jahre lang im erweiterten Kreis der Stammspieler. In der Saison 2005/06 absolvierte er nur noch sechs Spiele. Zur Folgesaison 2006/07 wechselte er in die Regionalliga Nord zum FC St. Pauli, bei dem er einen bis 2008 gültigen Vertrag unterschrieb. 2007 stieg er mit dem Verein in die 2. Bundesliga auf.

Zur Saison 2007/08 wechselte er zurück zu Hannover 96; diesmal jedoch spielte er beim Amateurteam in der Oberliga. Zeitgleich arbeitete er dort als Co-Trainer[2] und stieg mit seiner Mannschaft in die neue Regionalliga Nord (4. Liga) auf. Nach seinem Karriereende ein Jahr später wurde er Trainer der U-17; 2013 wechselte er zur U-19.

Anfang April 2016 übernahm Stendel sechs Spieltage vor dem Ende der Saison 2015/16 die mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz auf dem letzten Tabellenplatz stehende Bundesligaelf vom beurlaubten Thomas Schaaf, zunächst bis zum Saisonende.[3] Die Mannschaft zeigte sich unter Stendel wie verwandelt und gewann die Herzen der verärgerten Fans und der lokalen Medien zurück. 96 blieb in den ersten drei Spielen jeweils gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte ungeschlagen, dennoch stand der Abstieg frühzeitig rechnerisch fest. Daraufhin unterschrieb Stendel einen neuen Cheftrainer-Vertrag, der bis zum 30. Juni 2018 gültig war.[4] Für das Finale des DFB-Junioren-Vereinspokals 2016 kehrte Stendel nochmal auf die Bank der U-19-Mannschaft zurück; das Spiel wurde mit 4:2 gewonnen.[5]

In der Zweitligasaison 2016/17 stand 96 unter Stendel zur Saisonhalbzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Nachdem die Mannschaft im März 2017 auf Platz 4 abgerutscht war und dabei auch spielerisch nicht überzeugen konnte, wurde Stendel am 20. März 2017 freigestellt und André Breitenreiter als Nachfolger verpflichtet.[6] Anfang Juni 2018 wurde Stendel als neuer Trainer beim englischen Zweitligaabsteiger FC Barnsley vorgestellt.[7] Mit diesem schaffte er in seiner ersten Saison auf Anhieb den Wiederaufstieg in die EFL Championship.[8] Nachdem das Team in die Saison 2019/20 mit nur sechs Punkten aus den ersten elf Ligaspielen gestartet war und auf dem vorletzten Tabellenplatz lag, wurde er am 8. Oktober 2019 entlassen.[9]

Anfang Dezember 2019 übernahm Stendel den Trainerposten beim schottischen Erstligisten Heart of Midlothian.[10] Dort sorgte er im Januar 2020 für Schlagzeilen, nachdem er Mannschaftskapitän Christophe Berra, Mittelfeldveteran Glenn Whelan sowie aus dem Trainerstab Austin MacPhee, Jon Daly und Liam Fox aussortierte.[11] Er gewann mit den „Hearts“ fünf von 17 Spielen und erreichte das Halbfinale im schottischen Pokal. Nach dem vorzeitigen Abbruch der Saison 2019/20 Mitte Mai 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde seitens des Ligaverbands die Quotientenregel angewandt. Folglich mussten die Hearts mit Stendel als Tabellenletzter in die Championship absteigen. Am 21. Juni 2020 wurde sein Nachfolger als Trainer Robbie Neilson vorgestellt.[12] Stendel verließ den Verein offiziell einen Tag später zusammen mit seinem Co-Trainer Jörg Sievers.[13]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Peter: Ballack, Sammer & Co. Wie Fußballdeutschland von der Wiedervereinigung profitierte. Agon Sportverlag, Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-398-1, Seite 383/384.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kicker Sportmagazin, 5. September 2016, Seite 77.
  2. Herzlichen Glückwunsch, Daniel!. hannover96.de (4. April 2012). Abgerufen am 30. März 2016.
  3. Hannover 96 beurlaubt Schaaf, Internetpräsenz von Hannover 96, abgerufen am 3. April 2016
  4. Meldung auf der Website von Hannover 96, abgerufen am 30. April 2016
  5. 96 holt den Pokal - Derwisch Darwish bleibt cool. In: kicker.de. 21. Mai 2016, abgerufen am 21. Mai 2016
  6. faz.net: Alles auf eine Karte (20. März 2017), abgerufen am 14. April 2018
  7. bbc.com: Daniel Stendel: Barnsley name German as new head coach (6. Juni 2018), abgerufen am 7. Juni 2018
  8. Berliner Morgenpost: [1], abgerufen am 1. Mai 2019
  9. Zweitligist Barnsley trennt sich von Trainer Stendel
  10. Hearts: Daniel Stendel 'can take club forward' after appointment. BBC Sport, 7. Dezember 2019, abgerufen am 8. Dezember 2019 (englisch).
  11. bbc.com: Hearts: 'No argument for maintaining the status quo at Tynecastle' (13. Januar 2020), abgerufen am 14. Januar 2020
  12. bbc.com: Robbie Neilson: Hearts name Dundee Utd boss to replace Daniel Stendel (21. Juni 2020), abgerufen am 22. Juni 2020
  13. bbc.com: Daniel Stendel: German's exit as Hearts manager confirmed (22. Juni 2020), abgerufen am 23. Juni 2020