Daniel Unger

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Triathlon
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Daniel Unger beim Frankfurt-City-Triathlon (2012)
Daniel Unger beim Frankfurt-City-Triathlon (2012)
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 22. März 1978 (39 Jahre)
Geburtsort Ravensburg
Spitzname Ungerman
Größe 186 cm
Gewicht 75 kg
Vereine
Bis 1996 TV Mengen
1997–2005 ASICS-Team Witten
Seit 2005 TV Mengen
2007–2010 Hansgrohe Team Schramberg
2013–2016 SSV Ulm 1846
Erfolge
2004, 2007 2 × Dritter Europameisterschaft Triathlon
2007 Weltmeister Triathlon Kurzdistanz
2008 6. Rang Olympische Spiele
2002, 2004, 2006, 2008 4 × Deutscher Meister Triathlon
Status
inaktiv

Daniel Unger (* 22. März 1978 in Ravensburg) ist ein deutscher Profi-Triathlet und Weltmeister auf der Kurzdistanz (2007) sowie vierfacher Deutscher Meister auf der Sprint- und Kurzdistanz (2002, 2004, 2006, 2008).

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1983 bis 2004 lebte Unger in Mengen im Landkreis Sigmaringen. Im Alter von fünf Jahren trat Unger dem örtlichen Fußballverein bei und als Zwölfjähriger bestritt er 1990 in seinem Heimatort Mengen seinen ersten Triathlon. Wie er selbst sagt: „Der Beginn einer Leidenschaft“, auch wenn das erste Resultat – bei diesem Wettkampf belegte er den Rang 284 unter 290 Teilnehmern – dies nicht vermuten lässt. Im folgenden Jahr wurde er Mitglied der Triathlonabteilung des TV Mengen unter der Führung seines ersten Trainers Hermann Kramer. Bereits ein Jahr später wurde Unger baden-württembergischer Meister seiner Altersklasse und Mitglied des Landeskaders. 1993 wurde er für die Jugend-Nationalmannschaft nominiert und nahm im selben Jahr bei der Jugend-Europameisterschaft in Spanien teil.

1996 schaffte er bei den Europameisterschaften der Junioren und bei den Weltmeisterschaften der Junioren in Cleveland den internationalen Durchbruch mit Platzierungen unter den ersten Zehn. Von 1997 bis 2005 startete er für das ASICS-Team Witten in der Triathlon Bundesliga, wo er mit seinem Team von 1997 bis 2000 viermal in Folge den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters holte. Unger holte sich 2000 seinen ersten WM-Titel, den des Militärweltmeisters. 2002 wurde er in Frankfurt erstmals Deutscher Meister.[1] 2004 war er für die Olympischen Spiele 2004 in Athen qualifiziert, konnte aber wegen einer Erkrankung an Pfeifferschem Drüsenfieber nicht an den Spielen teilnehmen[2] und fungierte während der Triathlon-Wettkämpfe in Athen als Co-Kommentator für Eurosport.[3]

2004 zog er nach Bad Saulgau im Landkreis Sigmaringen und wechselte 2005 wieder zum TV Mengen.[4] Seit 2007 startet er für das Hansgrohe-Team Schwarzwald[5] und wird von Hansgrohe seit 2008 auch als Einzelstarter gefördert.

Weltmeister Triathlon Kurzdistanz 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 gewann „Ungerman“, so sein Spitzname, die ITU-Kurzdistanz-Weltmeisterschaft (1.500 m Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) in Hamburg.[6] Damit qualifizierte er sich auch für die Olympischen Spiele 2008 in Peking, wo er den 6. Platz errang. Kurz zuvor, am 2. August 2008, war er zum vierten Mal Deutscher Meister[7] und mit dem Hansgrohe-Team Deutscher Mannschaftsmeister geworden. Bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2007 belegte Daniel Unger den siebten Platz.[8] Der WM-Sieg machte Unger auch wiederholt zum Studiogast im Aktuellen Sportstudio des ZDF: Am Samstag nach seinem WM-Sieg war Daniel Unger erstmals Interviewpartner in der Sendung,[9] eine Woche vor Beginn der Olympischen Spiele war er gemeinsam mit Ricarda Lisk erneut dort Studiogast[10] und ein weiteres Mal am 13. Juni 2009 gemeinsam mit Olympiasieger Jan Frodeno.[11]

Bis zum Frühjahr 2010 fungierte Daniel Unger für mehrere Jahre als Athletensprecher der Deutschen Triathlon Union.[12] 2011 gründete Daniel Unger ein Nachwuchs-Team.[13] 2013 wechselte er gemeinsam mit Thomas Hellriegel zum SSV Ulm 1846.[14]

Von 2007 bis einschließlich 2009 war Unger Mitglied des Top-Team bzw. A-Kader der Deutschen Triathlon Union[15][16], ab 2010 im B-Kader[17] und 2012 im S-Kader der Deutschen Triathlon Union.[18]

Triathlon-Langdistanz seit 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2012 kündigte er mit seinem geplanten Start beim Ironman Germany im Juli den Wechsel auf die Langdistanz an.[19] Nach dem 3,8 Kilometer langen Schwimmen im 21 Grad warmen Langener Waldsee hatte Unger lediglich neun Sekunden Rückstand auf die Spitze, am Ende wurde der Bad Saulgauer in 8:30:04 Stunden Fünfzehnter.

2015 fungierte Daniel Unger beim „Tri-Islands-Triathlon“ als sportlicher Leiter eines von einem österreichischen Getränkehersteller organisierten Triathlons über die drei nordfriesischen Inseln Amrum, Föhr und Sylt.[20]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur 1997 trat Unger für die folgenden zwei Jahre der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Mainz bei. Dieser Zeit folgte eine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur. Im Jahr 2004 begann Unger ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, das er aufgrund seiner sportlichen Erfolge aussetzte. Vor allen Gästen der Siegesfeier am Ende der Triathlon-Weltmeisterschaft 2007 in Hamburg hat der Ausdauer-Sportler Daniel Unger seiner Freundin Tina Fink versprochen, sie im Folgejahr zu heiraten.[21] Kurz vor dem Jahresende 2008 heiratete das Paar und die beiden haben heute zwei Kinder.[22]

Seit März 2007 betreibt Daniel Unger in Bad Saulgau ein Fachgeschäft für Triathleten, Läufer und Ausdauersportler und er war Geschäftsführer des „Sportfreund Shops“ in Ulm.[23] Daniel Unger ist heute auch als Renndirektor des „Tri-Island-Triathlon“ tätig.[24]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Steffen Gerth: DM 2002: Daniel Unger feiert einen seiner schönsten Tage. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  2. Olympia 2004: Daniel Unger nicht nach Athen. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  3. Olympischer Triathlon: Unger fordert Vuckovic heraus. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  4. Daniel Unger: Rückkehr ins Ländle. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  5. Weltmeister Unger weiter bei Hansgrohe. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  6. a b René Penno: Daniel Unger ist Triathlon-Weltmeister. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  7. Anja Dittmer und Daniel Unger Deutsche Triathlonmeister. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  8. Sportler des Jahres: Ungerman Siebter. In: tri2b.com. 22. Dezember 2007; abgerufen am 18. April 2016.
  9. Daniel Unger: Gefragter Weltmeister. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  10. Olympia: Lisk und Unger zu Gast im ZDF-Sportstudio. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  11. Triathlon im TV. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  12. Nina Stern: Christian Prochnow neuer Athletensprecher. In: Deutsche Triathlon Union. ; abgerufen am 18. April 2016.
  13. Daniel Unger gründet Triathlon-Nachwuchsteam. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  14. Gemeinsame Sache: Unger und Hellriegel für Ulm am Start. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  15. Lisk und Unger nun im Top Team. In: tri2b.com. 28. November 2006; abgerufen am 17. April 2016.
  16. Deutsche Triathlon Union: 48 Athleten im Kader für 2009. In: tri2b.com. 3. Dezember 2008; abgerufen am 17. April 2016.
  17. Nina Stern: Nationalkader 2010 berufen. In: Deutsche Triathlon Union. 16. Oktober 2009; abgerufen am 17. April 2016.
  18. Bundeskaderathleten für 2012 benannt. In: DTU. 10. November 2011; abgerufen am .
  19. Ralf Weitbrecht: Unger und die Wundertüte. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 21. Dezember 2012; abgerufen am .
  20. Friederike Reußner: Amrum, Föhr und Sylt: Wie der Wettkampf über drei Inseln funktioniert. In: Flensburger Tageblatt. ; abgerufen am .
  21. Marc Dittman: Neustart: „Vieles, fast alles, habe ich überdacht“. In: Schwäbische Zeitung. 31. Dezember 2010; abgerufen am 31. Dezember 2010.
  22. Neue Ziele für Daniel Unger (21. Dezember 2012)
  23. Daniel Unger Sports GmbH. Archiviert vom Original am 16. November 2012; abgerufen am 27. Dezember 2010.
  24. „Es war unendlich anstrengend“ (24. Juli 2016)
  25. Ex-Weltmeister Daniel Unger kann's immer noch (27. Juni 2014)
  26. René Penno: Volcano-Triathlon: Daniel Unger gewinnt. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  27. Moritz Dickentmann: Frommhold vor Unger, Reichel und Bracht. In: tri-mag.de. ; abgerufen am .
  28. Eva Boehrer und Boris Stein Deutsche Mitteldistanz-Meister. In: Deutsche Triathlon Union. ; abgerufen am 18. April 2016.
  29. Harald Eggebrecht: Triathlon Down Under: Haug nur von Moffatt geschlagen. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  30. Fabian Fiedler: Kahlefeldt gewinnt, Rank Vierter. In: tri-mag.de. ; abgerufen am .
  31. Robisch steuert auf Olympia-Kurs. In: Nürnberger Zeitung. ; abgerufen am .
  32. Heilbronn: Kienle schlägt Böcherer und Bracht. In: tri-mag.de. ; abgerufen am .
  33. Nina Stern: Unglücklicher Auftakt! In: Deutsche Triathlon Union. ; abgerufen am 18. April 2016.
  34. Harald Eggebrecht: Dextro Energy Triathlon-ITU World Championship Yokohama: Jan Frodeno holt ersten Sieg. In: tri2b.com. ; abgerufen am .
  35. Nina Stern: Erster Sieg für Shoemaker, Steffen Justus 4. In: Deutsche Triathlon Union. ; abgerufen am 18. April 2016.
  36. Unger 3. beim Bayer-Triathlon. , archiviert vom Original am 4. September 2012; abgerufen am 13. November 2009.
  37. René Penno: ITU Worldcup: Daniel Unger gewinnt wieder in Hamburg. In: tri2b.com. ; abgerufen am .
  38. Harald Eggebrecht: ITU Weltcup: Daniel Unger siegt zum Saisoneinstand. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  39. Frank Wechsel: Team-WM: DTU-Männer holen Silber. In: tri2b.com. 2. November 2006; abgerufen am 18. April 2016.
  40. 2006 ITU Team Triathlon World Championships - Cancun (Mexiko). In: tri2b.com. 2. November 2006, archiviert vom Original am 4. Dezember 2012; abgerufen am .
  41. Frank Wechsel: Ricarda Lisk und Daniel Unger Deutsche Meister im Triathlon. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  42. René Penno: Daniel Unger im Interview: Die WM längst abgehakt. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  43. Jan Brunzlow: Kathrin Müller holt Bronze. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. ; abgerufen am .
  44. EM Györ: Erneut Medaille für deutsche Athleten – Petzold holt Bronze. In: tri2b.com. ; abgerufen am 18. April 2016.
  45. Kalterer See Triathlon feiert sein 25-jähriges Jubiläum. In: sportnews.bz. ; abgerufen am (mit Siegerliste der ersten 24 Austragungen).