Daniela Ryf

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Triathlon
SchweizSchweiz 0 Daniela Ryf
Daniela Ryf in Roth, 2016
Daniela Ryf in Roth, 2016
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 29. Mai 1987 (30 Jahre)
Geburtsort Solothurn
Spitzname Stella, Angry Bird
Grösse 175 cm
Gewicht 57 kg
Vereine
Seit 2015 Bahrain Elite Endurance Triathlon Team
Erfolge
2004, 2005 Junioren-Europameisterin
2009, 2010 2 x Weltmeisterin Mixed-Relay
2012, 2013 2 x Schweizermeisterin Triathlon
2014, 2015 Siegerin Ironman 70.3 World Championship
2015, 2016 2 x Siegerin Ironman Hawaii
Status
aktiv

Daniela Ryf (* 29. Mai 1987 in Solothurn) ist eine Schweizer Triathletin und zweifache Olympiateilnehmerin (2008, 2012). Sie ist Weltmeisterin im Mixed-Relay (2009, 2010) und U-23-Weltmeisterin (2008) und Schweizer Triathlon-Meisterin (2012, 2013). Ausserdem gewann sie die Ironman 70.3 World Championship (2014, 2015), die 5150 European Championship (2014), die Ironman 70.3 European Championship (2013, 2014) und die Ironman European Championship (2015). Sie wurde 2015 und 2016 Siegerin bei der Ironman World Championship. Ryf wird als Führende in der Bestenliste Schweizer Triathletinnen auf der Ironman-Distanz geführt.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aus Solothurn stammende Ryf nahm 2000 erstmals an einem Schülertriathlon teil. Es folgten drei Schweizer Meistertitel in der Jugendkategorie. Ihren ersten internationalen Erfolg errang sie bei der Europameisterschaft 2003 mit dem Gewinn der Goldmedaille in der Teamwertung.

Junioren-Europameisterin Triathlon 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 und 2005 folgten zwei weitere Junioren-Europameistertitel in der Einzelwertung, 2006 kam eine Bronzemedaille in der Teamwertung hinzu. Sie wurde trainiert von Claude Ammann (2000–2008), Darren Smith (2008-09), Chris Lang (2010), Craig Walton (2011) und seit 2014 vom Australier Brett Sutton. Ihre Spitznamen sind «Stella» oder «Angry Bird».[1]

Von 2003 bis 2006 wurde Ryf viermal in Folge Schweizer Juniorenmeisterin. Am 8. Juni 2008 gewann sie in Vancouver den Triathlon-Weltmeistertitel in der Kategorie U-23 und qualifizierte sich damit für die Olympischen Sommerspiele 2008. 2009 gewann sie in Des Moines gemeinsam mit Magali Di Marco Messmer, Ruedi Wild und Lukas Salvisberg die Weltmeisterschaft im Mixed Relay, im Jahr darauf in Lausanne konnte sie diesen Titel zusammen mit Nicola Spirig, Ruedi Wild und Sven Riederer verteidigen.

Olympische Sommerspiele 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2012 qualifizierte sie sich auch für einen Start bei den Olympischen Spielen 2012 in London, wo sie zusammen mit Nicola Spirig, Sven Riederer und Ruedi Wild für die Schweiz startete und den 40. Rang erreichte.[2] Im September 2012 wurde sie in Murten Schweizer Meisterin über die Olympische Triathlon-Distanz.

Daniela Ryf war 2013 Mitglied des Elite B-Kader im Swiss-Triathlon-Team. Im Mai startete sie in St. Pölten erstmals auf der Ironman-Halbdistanz und im August gewann sie in Wiesbaden die Ironman 70.3 European Championship.[3]

Im Juni 2014 konnte sie in Rapperswil-Jona bei ihrem Sieg beim Ironman 70.3 Switzerland ihre bisherige Bestzeit auf der Mitteldistanz. Ende Juli gewann sie in Zürich die 5150 European Championship und gleich am Tag darauf bei ihrem ersten Start auf der Langdistanz auch den Ironman Switzerland. Dieser Sieg lieferte ihr auch die noch fehlenden Punkte im «Kona Pro Ranking System» der WTC für einen Start drei Monate später beim Ironman Hawaii.

Siegerin Ironman 70.3 World Championship 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September gewann sie in Kanada die Ironman 70.3 World Championship. Fünf Wochen später belegte sie bei der Ironman World Championship den zweiten Platz.[4] Von den 2014 von der WTC ausgeschütteten Preisgeldern gingen insgesamt 125.000 US$ an Daniela Ryf, mehr als an jede andere Triathletin bei Wettkämpfen des Veranstalters WTC.[5]

Siegerin Ironman Hawaii 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Anfang des Jahres 2015 startet Ryf für das neu gegründete Bahrain Elite Endurance Triathlon Team, welches vom Australier Chris McCormack geleitet wird.[6] Im Mai 2015 gewann sie den Ironman 70.3 Mallorca mit neuem Streckenrekord, was ihren sechsten Sieg in Folge bei einem Wettkampf auf dieser Distanz darstellte. Im Juni gewann sie in Frankfurt bei ihrem vierten Start bei einem Wettkampf über die Ironman-Distanz die Ironman European Championship. Trotz extrem hoher Temperaturen, die für die höchste Abbrecherquote in der Geschichte der Veranstaltung sorgten, unterbot sie mit neuer persönlicher Bestzeit auf dieser Distanz von 8:51:00 Stunden den Streckenrekord. Im August gewann sie im Rahmen des Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun die Ironman 70.3 World Championship. Im Oktober gewann sie als erst zweite Schweizerin nach der sechsfachen Siegerin Natascha Badmann den Ironman Hawaii. Als erst zweite Frau nach Leanda Cave (2012) konnte sie damit innerhalb eines Kalenderjahres sowohl die Ironman 70.3 World Championship wie auch die Ironman World Championship für sich entscheiden.
Mit ihrem Sieg auf der Mitteldistanz in Bahrain im Dezember 2015 gewann sie auch die Gesamtwertung der «Triple Crown Series» aus dem Challenge Dubai, der Ironman 70.3 World Championship und dem Ironman 70.3 Bahrain und damit das bis dahin höchste Preisgeld in der Geschichte des Triathlon in Höhe von 1 Million US$.[7] Für ihre Leistungen wurde sie zur Schweizer Sportlerin des Jahres 2015 gewählt.[8]

Siegerin Challenge Roth 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2016 konnte sie zum dritten mal in Folge den Ironman 70.3 Switzerland gewinnen. Im Juli erzielte sie beim Challenge Roth mit ihrer Siegerzeit von 8:22:04 Stunden persönliche Bestzeit und die drittschnellste je von einer Frau auf der Langdistanz erzielte Zeit. Nur eine Woche später startete sie bei der nächsten Langdistanz und gewann den Ironman Switzerland mit neuem Streckenrekord auf der neuen Streckenführung anlässlich der 20. Austragung.
Im Oktober konnte sie beim Ironman Hawaii den Streckenrekord um mehr als fünf Minuten verbessern und ihren Titel bei der Ironman World Championship erfolgreich verteidigen.[9]

Im Juli 2017 konnte sie ihren Erfolg beim Challenge Roth erfolgreich verteidigen.

Sie wird betreut vom früheren Radrennfahrer Armin Meier.[10] Daniela Ryf lebt heute in Feldbrunnen-St. Niklaus.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The New Chrissie (9. Mai 2015)
  2. 7 weitere Athleten für London selektioniert (Memento vom 17. Juni 2012 im Internet Archive) (15. Juni 2012)
  3. Daniela Ryf mit EM-Gold (11. August 2013)
  4. Daniela Ryf nur von Titelverteidigerin Carfrae besiegt (12. Oktober 2014)
  5. IRONMAN-Preisgeldkönige aus dem Jahr 2014 (3. Februar 2015)
  6. Bahrain Elite Endurance Triathlon Team
  7. Ironman 70.3 Bahrain: Ryf ist jetzt Triathlon-Millionärin
  8. Daniela Ryf ist Sportlerin des Jahres (13. Dezember 2015)
  9. Daniela Ryf: Auf den letzten zwei Kilometern bin ich gesprintet (8. Oktober 2016)
  10. Daniela Ryf: Im Training musst du dran bleiben, sonst ist man weg (7. Februar 2017)
  11. IRONMAN 70.3 WM: TIM REED RINGT SEBASTIAN KIENLE IM ZIELSPRINT NIEDER (4. September 2016)
  12. 5150 Zürich: Lisk und Bazlen auf dem Siegerpodest (26. Juli 2014)
  13. Ryf Smashes Switzerland (1. Juni 2014)
  14. EM-Silber für Schweizer Triathleten (27. Juli 2013)
  15. Ryf und Wild kommen zu Meisterehren (15. September 2012)
  16. Findlay claims 2011 World Championship Series opener in Sydney
  17. Meistertitel für Sven Riederer und Nicola Spirig
  18. Des Moines: Snowsill kassiert Rekordprämie
  19. Dramatisches Finish: Ryf behält die Nerven
  20. ETU-Kurzdistanz EM: Titel an Gomez und Spirig
  21. WM-Gold für Lukas Salvisberg (Memento vom 23. Juni 2015 im Internet Archive)
  22. Nicola Spirig und Daniela Ryf holten Olympia-Diplom (Memento vom 10. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  23. Daniela Ryf nähert sich der Weltspitze
  24. Alexandroupolis 2005 ETU Triathlon European Championship (PDF; 499 kB)
  25. Daniela Ryf startet am Ironman Switzerland (21. Juli 2016)
  26. DATEV Challenge Roth: Daniela Ryf dominiert. 28. Juni 2016, abgerufen am 17. Juli 2016.
  27. Daniela Ryf «erfriert» in Frankfurt! (3. Juli 2016)
  28. Kienle und Ryf als Highlight in Frankfurt (14. April 2015)