Danko Rabrenović

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Danko Rabrenović 2015

Danko Rabrenović (* 9. Februar 1969 in Zagreb, Jugoslawien) ist ein Musiker, Autor und Moderator bei Funkhaus Europa.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rabrenović ist Sohn einer Kroatin und eines Serben und wuchs in Belgrad auf. Er verließ seine Heimat 1991, um nicht an dem Krieg in Jugoslawien teilnehmen zu müssen. Er studierte in Düsseldorf. Sein Studium finanzierte er u.a. als "Pflanzenschutzmitteleinatmer" (taz) in einer Gärtnerei[1].

Als Gitarrist und Sänger der Band Trovači aus Düsseldorf wollte er gemeinsam mit seinen Kollegen zunächst nur einige Stücke aus der Zeit der „Jugoslawischen Neuen Welle“ als „Hommage für ein paar Freunde“ im kleinen Rahmen aufführen. 2004 nahmen sie ihr erstes Album Balkanplatte auf. Auf dem zweiten Album Kuku Lele fanden sich erstmals auch deutschsprachige Songs. Seit 2005 moderierte er bei Funkhaus Europa den "Balkanizer". 2010 veröffentlichten Trovači ihr drittes Album Malo Morgen mit 15 Titeln auf Serbisch und Deutsch und mit prominenten Gästen wie Hubert Kah, Dr. Ring Ding und Las Balkanieras.

2010 erschien sein Buch Der Balkanizer. Ein Jugo in Deutschland. Darin schildert er gemeinsam mit seinem Ko-Autor Sebastian Brück auf humorvolle Art und Weise seine Erfahrungen als Migrant. Das Werk erhielt eine Reihe von positiven Kritiken.[2]

Am 26. Oktober 2013 war Danko Rabrenovic als Quizkandidat an der Seite von Olaf Schubert zu Gast bei Kaya Yanars TV-Show Typisch Deutsch? auf RTL zu sehen.

2015 erschien Rabrenocvićs zweites Buch Herzlich willkommenčić. Heimatgeschichten vom Balkanizer, das erneut kurze, autobiografische Geschichten aus seinem Leben in Deutschland und auf dem Balkan enthält.

Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Danko Rabrenović – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Doris Akrap: Der "Balkanizer" über Integration: "Viele Ex-Jugos sind unsichtbar". In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 20. April 2016]).
  2. „Was dem gebürtigen Belgrader und inzwischen in Düsseldorf lebenden „Serbo-Kroaten“ Rabrenović in Deutschland alles auffällt, und vor allen Dingen, was ihm alles dazu einfällt, das muss man lesen.“ (Berliner Zeitung). „Er betrachtet das Leben in Deutschland mit ähnlich wohlwollender Verwunderung (...) wie sein russischer Kollege Wladimir Kaminer. Sei es dem charmanten Akzent geschuldet - Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen.“ (Bonner Generalanzeiger). „Das erinnert durchaus an den russischen Kollegen Wladimir Kaminer, mit dem Danko Rabrenović auch schon auf der Bühne stand.“ (Deutschlandradio Kultur) „Der Balkanizer erzählt von einem Leben zwischen zwei Heimaten und hält uns charmant den Spiegel vors Gesicht. Russendisko auf balkanesisch – witzig und tiefsinnig.“ (Radio Fritz) „Der Autor und Musiker Danko Rabrenović hat mit der Geschichte seiner Integration in Deutschland eine Lücke gefüllt.“ (taz) „Eine ungewöhnliche Immigranten-Autobiografie mit musikalisch-balkanisch-amerikanischem Sound.“ (Der Tagesspiegel)