Danndorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Danndorf
Danndorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Danndorf hervorgehoben

Koordinaten: 52° 26′ N, 10° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Samtgemeinde: Velpke
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 14,04 km2
Einwohner: 2458 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 175 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38461
Vorwahl: 05364
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 004
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grafhorster Straße 6
38458 Velpke
Website: www.danndorf.de
Bürgermeister: Diethelm Müller (WGD)
Lage der Gemeinde Danndorf im Landkreis Helmstedt
Sachsen-AnhaltBraunschweigLandkreis GifhornLandkreis WolfenbüttelWolfsburgBahrdorfBeierstedtBrunsleberfeldDanndorfFrellstedtGevenslebenGrafhorstGraslebenGroß TwülpstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedt (gemeindefreies Gebiet)JerxheimKönigslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter am ElmKönigslutter am ElmKönigslutter am ElmLehre (Niedersachsen)Mariental (Niedersachsen)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)QuerenhorstRäbkeRennauSchöningenSchöningen (gemeindefreies Gebiet)Söllingen (Niedersachsen)SüpplingenSüpplingenburgVelpkeWarbergWolsdorfKarte
Über dieses Bild

Danndorf ist eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt, die im Osten des Landes Niedersachsen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Wolfsburg liegt. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Velpke.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Danndorf ist am Südrand des Aller-Urstromtals nahe dem Mittellandkanal gelegen. Das Gemeindegebiet befindet sich am Rande des Naturparks Drömling.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An die Gemeinde Danndorf grenzen folgende Gemeinden (in Uhrzeigerrichtung, von Norden beginnend): Rühen, Grafhorst, Velpke, Wolfsburg.

Kreuzkirche

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Danndorf wurde im Jahr 1150 erstmals als Danthorpe urkundlich erwähnt. Es ist in einem Güterverzeichnis des Benediktinerklosters St. Ludgeri in Helmstedt aufgeführt. Das Kloster besaß am Dorf damals 10 Hufen Land, für das die Bewohner den Zehnt zu leisten hatten. Eine weitere urkundliche Erwähnung findet das Dorf 1333 im Kopialbuch des Staatsarchivs Wolfenbüttel. Dort heißt es „Dat dorp Danthorpe dat wutorbyt wost is“ (das Dorf Danndorf, das verwüstet ist). Wahrscheinlich wurde es in der Fehde des Markgrafen von Brandenburg gegen den Herzog Albrecht den Feisten von Braunschweig-Wolfenbüttel niedergebrannt. In einer weiteren Erwähnung in einem Güterverzeichnis über die Dörfer des Vorsfelder Werders von 1366 heißt es, dass die von Danndorf Folgendes als Zehnt geben: „10 Schillinge, 9 Harfergarben und einen Scheffel Roggen und ebenso viele Hühner wie Männer in dem Dorfe sind.“

Der Ort lag an der Postroute Braunschweig–Calvörde.

1757 wurde die Gemarkung von Danndorf bei der Generallandesvermessung des Herzogtums Braunschweig erfasst.

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen von Danndorf sind um 1150 in Danthorpe, um 1150 Danthorp, 1333 Danthorpe, 1366–1367 Dandorpe und 1475 Dandorff. Bei dem Ortsnamen handelt es sich um eine Bildung mit dem Grundwort „-dorf“. Das Bestimmungswort ist konstant als „Dan-“ überliefert wobei erst im 17. Jahrhundert „-nn-“ in die Schreibung tritt. Die konsequente Überlieferung als „Dan-“ spricht für den Ursprung des mittelniederdeutschen „dan“ für „Tann, Wald“ und für eine Benennung der Siedlung als „Dorf am Wald“.[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evangelisch-lutherische Kreuzkirche gehört zur Propstei Vorsfelde und damit zur Landeskirche Braunschweig. Am 1. Januar 2017 fusionierte die Kirchengemeinde Danndorf mit der Kirchengemeinde Grafhorst zur Kirchengemeinde Danndorf-Grafhorst.[3] Die nächstliegende katholische Kirche befindet sich im drei Kilometer entfernten Nachbarort Velpke.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ratswahl 2016[4]
Wahlbeteiligung: 59,46 %
 %
50
40
30
20
10
0
42,61
36,21
15,65
5,52
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
−3,89
+5,19
−1,71
+0,42
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Bürgernahe Politik Danndorf
Aktuelle Sitzverteilung im Rat
    
Insgesamt 13 Sitze

Der Rat ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde Danndorf. Über die Vergabe der 13 Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. November 2011 wurde Diethelm Müller (WGD) im Amt des Bürgermeisters bestätigt. Seine Stellvertreterin ist Petra Wiedemann (CDU).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Danndorf gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Drömling liegt in unmittelbarer Nähe und bietet Möglichkeiten zu Spaziergängen, Wanderungen und Radtouren.
  • Die Danndorfer Teiche bieten Freizeitmöglichkeiten für Angler.
  • Der Danndorfer Heimat- und Kulturverein bietet eine Theatergruppe, eine Jugendgruppe, eine Handarbeitsgruppe und eine Gruppe zum Aufbau einer Heimatstube an.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TSV Danndorf 1914 e. V. mit den Sparten Fußball, Jugendfußball, Jazz-Dance, Kinderturnen, Damengymnastik, Karate, Herren-Trimmgruppe, Fit For Fun und Gesundheitssport
  • BV Drömling 1994 in Danndorf e. V., ein vor allem im Jugendbereich teilweise deutschlandweit erfolgreicher Badmintonverein
  • Schützenverein Danndorf, Schießsport vom Breitensport bis Leistungssport mit Langwaffen (Luftgewehr und Kleinkaliber) bis zur Teilnahme an den deutschen Meisterschaften.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kulturzentrum („Alte Schule“)
  • Kreuzkirche (evangelisch-lutherisch)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Diederichs (1904–1957), Jurist in der Polizeiverwaltung und SS-Oberführer, geboren in Danndorf
  • Berthold Zilly (* 1945), Honorarprofessor für Literaturwissenschaften, geboren in Danndorf
  • Andreas Pusch (* 1955), 2003–2004 Forstamtsleiter
  • Konstantin Bachor (* 1984), Triathlet, aufgewachsen in Danndorf

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Danndorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 26. Januar 2016; abgerufen am 3. August 2019.
  3. Landeskirchliches Amtsblatt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Ausgabe vom 15. November 2016, abgerufen am 25. März 2018.
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2016 Samtgemeinde Velpke.