Dannefeld

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Dannefeld
Wappen von Dannefeld
Koordinaten: 52° 30′ 26″ N, 11° 8′ 28″ O
Höhe: 56 m
Fläche: 18,58 km²
Einwohner: 327 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 39649
Vorwahl: 039004
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Lage der Ortschaft Dannefeld in Gardelegen

Dannefeld ist eine Ortschaft sowie ein Ortsteil der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegelmarke Amt Dannefeld

Das altmärkische Kirchdorf Dannefeld liegt im Naturpark Drömling, 18 Kilometer westlich der Stadt Gardelegen und 13 Kilometer nordöstlich der Stadt Oebisfelde. Südlich des Dorfes fließt der Dannefelder Moorgraben durch den Dannefelder Drömling in den Friedrichskanal, der in die Ohre mündet.[1]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Ortschaft Dannefeld gehören die beiden Ortsteile Kahnstieg und Dannefeld[2] mit den Kolonien Sauergrund und Winkel[3] (früher Plitschenwinkel,[4] später Plüschenwinkel[5]). Ehemalige Wohnplätze[6][5] von Dannefeld sind der Abbau Drömling (nördlich von Kahnstieg) und der Wohnplatz Kabelwiese (östlich von Kahnstieg).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Dannefeld stammt aus dem Jahre 1438 als Dannenfelde.[7] Zu dieser Zeit war der Ort bereits wüst. Auch noch 1458 wird eine wüste Dorfstätte Dannenuelde genannt.[8] Um 1500 wurde das Dorf auf der wüsten Feldmark als Sackgassendorf neu errichtet, vielleicht im alten Grundriss.[4] Weitere Erwähnungen sind 1541 Dannefeldt, 1567 Tannenfeld und 1687 Dannefeld.[4]

Im Jahre 1953 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Klara Zetkin“.[4]

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kahnstieg wurde anfangs als Wohnplatz etwa ab 1985 als Ortsteil von Dannefeld geführt. Am 1. Januar 2011 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde mit dem Ortsteil Kahnstieg zusammen mit 17 weiteren Gemeinden in die Hansestadt Gardelegen eingemeindet.[9] Die Gemeinde hatte vor der Eingemeindung 380 Einwohner (Stand 31. Dezember 2009) und eine Fläche von 18,58 km².

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 180
1774 119
1789 199
Jahr Einwohner
1798 192
1801 190
1818 178
Jahr Einwohner
1840 280
1864 326
1871 321
Jahr Einwohner
1885 320
1895 389
1905 470
Jahr Einwohner
1925 641
1939 580
1946 897
Jahr Einwohner
1964 627
1971 575
1981 498
Jahr Einwohner
1993 444
2006 393

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein berühmter Brauch ist das jährliche Hunnebrösseln.
  • Die evangelische Dorfkirche Dannefeld ist ein rechteckiger Fachwerkbau aus dem Jahre 1775.[10]
  • Südwestlich der Ortslage liegt das als Naturdenkmal ausgewiesene Elsholz.
  • In Ortsmitte von Dannefeld steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges, eine Denkmalsäule mit einem eisernen Kreuz.[11]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reit- und Fahrverein Dannefeld und Umgebung e.V.
  • Verein zur Förderung des Feuerwehrwesens Dannefeld e.V.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Dannefeld gehörten früher zur Kirchengemeinde Dannefeld, die zur Pfarrei Jeggau gehörte.[12] Heute gehören sie zum Pfarrbereich Mieste[13] des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Bereits im Jahre 1976 waren die Kirchengemeinden Dannefeld, Köckte und Miesterhorst mit der Kirchengemeinde Oebisfelde vereinigt worden. Zugleich kam Kirchengemeinde vom Kirchenkreis Gardelegen zum Kirchenkreis Oebisfelde. Im Jahre 2003 wurden schließlich die Kirchengemeinden Oebisfelde, Mieste, Miesterhorst und Sichau zum Kirchspiel Mieste vereinigt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  2. Zur Ortschaft gehören die Ortsteile und die Wohnplätze, die früher zur Gemeinde gehörten, entsprechend der zugehörigen digitalen Verwaltungskarte im Sachsen-Anhalt-Viewer.
  3. Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Gebietsstand Januar 2014, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2016
  4. a b c d e Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 477–480.
  5. a b Top50-CD Sachsen-Anhalt, 1.50000, Landesamt für Landesvermessung und Geoinformation, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2003
  6. Die Orte sind auf aktuellen Karten nicht beschriftet.
  7. George Adalbert von Mülverstedt: Codex diplomaticus Alvenslebianus: Urkunden-Sammlung zur Geschichte des Geschlechts von Alvensleben und seiner Besitzungen. 2. Band. Baensch, Magdeburg 1882, S. 219.
  8. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Hrsg.: Berlin. Band 17, 1859, S. 137 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000995_00145~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2011
  10. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 95.
  11. Onlineprojekt Gefallendenkmäler. Dannefeld auf www.denkmalprojekt.org. 2011, abgerufen am 28. April 2018.
  12. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 62 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 28. April 2018]).
  13. Pfarrbereich Mieste. Abgerufen am 28. April 2018.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]