Dannemarie (Haut-Rhin)

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Dannemarie
Wappen von Dannemarie
Dannemarie (Frankreich)
Dannemarie
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux
Gemeindeverband Porte d’Alsace
Koordinaten 47° 38′ N, 7° 7′ OKoordinaten: 47° 38′ N, 7° 7′ O
Höhe 296–354 m
Fläche 4,35 km²
Einwohner 2.292 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 527 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code
Website www.dannemarie.fr

Rathaus

Dannemarie (deutsch Dammerkirch) ist eine französische Gemeinde mit 2292 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Kanton Masevaux und ist Sitz der Communauté de communes de la Porte d’Alsace.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Bereich der Burgundischen Pforte im Sundgau, zwischen den Städten Mülhausen (etwa 27 Kilometer nordöstlich) und Belfort (etwa 23 Kilometer westlich). In Dannemarie ändert der Ill-Nebenfluss Largue (deutsch: Larg) seinen Lauf in Richtung Nordosten. Das nun breitere Tal wird vom Rhein-Rhône-Kanal genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1016 wird der Ort als Danamarachiricha erwähnt, was Kirche der Domina (Herrin) Maria bedeutet. Im Laufe der Geschichte wechselte der Name mehrmals und nahm teils französische, teils deutsche Formen an. Im 13. Jahrhundert und bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt (Ferrette), bis 1648 zum Hause Habsburg und dann ging er an Kardinal Jules Mazarin über.

Nach der Französischen Revolution gehörte Dannemarie zum Arrondissement Belfort. 1871 wurde es dem deutschen Kreis Altkirch zugeordnet und gehört heute zum französischen Département Haut-Rhin.

Im Ersten Weltkrieg rückten schon im August 1914 französische Truppen in den Ort ein, der dann während der Kämpfe an der nahen Front auch militärisches Hauptquartier war.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1380 1702 1965 1939 1820 1988 2324

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn-Viadukt über die Largue
  • Kirche Saint-Léonard
  • Rathaus (Hôtel de ville) am gleichnamigen Platz
  • Eisenbahn-Viadukt auf der Strecke Belfort – Mülhausen, eine 493 m lange steinerne Bogenbrücke über die Largue, die 1862 erbaut und seither viermal zerstört und wiederaufgebaut wurde (1870, 1914, 1915 und 1944).[1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dannemarie kreuzen sich die Départementsstraßen D 103 (ThannDelle) und D 419 (BelfortAltkirchBasel). Dannemarie besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse, an diesem zweigte die Bahnstrecke Dannemarie–Pfetterhouse ab. Letztere wurde 1910 in Betrieb genommen und 1970 stillgelegt. Heute halten am Bahnhof Züge des TER Alsace und TER Franche-Comté.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Serge Montens: Les plus beaux ponts de France. Bonneton, Paris 2001, ISBN 2-86253-275-4, S. 69.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]