Dannewerk

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Wappen Deutschlandkarte
Dannewerk
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dannewerk hervorgehoben

Koordinaten: 54° 29′ N, 9° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Haddeby
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 16,66 km2
Einwohner: 1145 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24867
Vorwahl: 04621
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 019
Adresse der Amtsverwaltung: Rendsburger Straße 54c
24866 Busdorf
Website: www.dannewerk.com
Bürgermeisterin: Anke Gosch (AKW)
Lage der Gemeinde Dannewerk im Kreis Schleswig-Flensburg
AhnebyAlt BennebekArnisAusackerBergenhusenBöelBöklundBollingstedtBorenBorgwedelBörmBöxlundBrodersby-GoltoftBusdorfDannewerkDollerupDörpstedtEggebekEllingstedtErfdeEsgrusFahrdorfFreienwillGeltingGeltorfGlücksburg (Ostsee)GrödersbyGroß RheideGroßenwieheGroßsoltGrundhofHandewittHarrisleeHasselbergHavetoftHollingstedtHoltHörupHürupHusbyHüsbyIdstedtJagelJannebyJardelundJerrishoeJörlJübekKappelnKlappholzKlein BennebekKlein RheideKronsgaardKroppLangballigLangstedtLindewittLoitLottorfLürschauMaasbüllMaasholmMedelbyMeggerdorfMeynMittelangelnMohrkirchMunkbrarupNeuberendNiebyNiesgrauNorderbrarupNordhackstedtNottfeldNübelOersbergOeverseeOsterbyPommerbyRabelRabenholzRabenkirchen-FaulückRingsbergRüggeSaustrupSchaalbySchafflundScheggerottSchleswigSchnarup-ThumbySchubySelkSieverstedtSilberstedtSollerupSörupStangheckStapelSteinbergSteinbergkircheSteinfeldSterupStolkStoltebüllStruxdorfSüderbrarupSüderfahrenstedtSüderhackstedtTaarstedtTarpTastrupTetenhusenTielenTolkTreiaTwedtUelsbyUlsnisWagersrottWallsbüllWanderupWeesWeesbyWesterholzWohldeFlensburgKarte
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Dannewerk (dänisch: Dannevirke) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Im Gemeindegebiet befinden sich Teile des Archäologischen Denkmals der historischen mittelalterlichen dänischen Grenzbefestigungsanlage Danewerk.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Dannewerk erstreckt sich im Bereich der naturräumlichen Haupteinheit Schleswiger Vorgeest (Nr. 697) südwestlich von der diesen Naturraum benennenden Stadt.[2][3] An der Gemeindegrenze zur Gemeinde Busdorf befindet sich östlich der Bundesautobahn 7 ein Teil des NATURA-2000-Schutzgebietes FFH-Gebiet Busdorfer Tal im Gemeindegebiet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich siedlungsgeographisch in die beiden Dörfer Groß- und Kleindannewerk, sowie die Streusiedlung Kurburg (dänisch Kurborg).[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar angrenzende Gemeindegebiete von Dannewerk sind:[3]

Ellingstedt Hüsby Schleswig
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Groß RheideKlein Rheide JagelBusdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet war ursprünglich vom Wikingern besiedelt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AKW seit der Kommunalwahl 2013 vier Sitze, die Wählergemeinschaft AAW drei und die CDU, der SSW und die SPD haben jeweils zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold über einer wachsenden roten Ziegelmauer zwei aufrechte einander zugewendete rote Ochsenhörner, deren Spitzen sich kreuzen.“[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thyraburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Thyraburg, der Befestigung am östlichen Ende des Danewerks ist außer der Grundfläche nicht mehr viel erhalten. Sie ist nach Thyra Danebod, der Mutter von Harald Blauzahn benannt, obwohl das Danewerk schon vor ihrer Zeit entstanden ist. Die Burg stammt wohl aus dem 13. Jahrhundert. Die Thyraburg ist die einzige der drei Burgen des Danewerks, deren Lage anhand der Topographie erkennbar ist.

Danevirke Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Danewerkmuseum (offiziell: Danevirke Museum) wird die Geschichte des Danewerks, das zwischen dem 7. und dem 11. Jahrhundert errichtet wurde, auf Deutsch und Dänisch dargestellt. Das Danewerk ist eines der größten archäologischen Denkmäler Nordeuropas. Reste des Danewerks können in den Außenanlagen besichtigt werden. Das Museum wurde 1990 gegründet und befindet sich in einem ehemaligen Bauernhaus am alten Heerweg, dem Ochsenweg.

Ein Teil des Danewerks ist die Waldemarsmauer, eine alte Ziegelmauer aus dem 12. Jahrhundert, die auf Betreiben von König Waldemar I. zur Verstärkung des Walls errichtet wurde. Sie gilt als das älteste Ziegelsteinbauwerk Nordeuropas. Reste der ursprünglich 3,7 Kilometer langen, 7 Meter hohen und 2 Meter breiten Mauer, der ein 2,5 Meter tiefer und 15 Meter breiter Graben vorgelagert war, sind im Gemeindegebiet erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Silke Philipsen: Ein Besuchermagnet. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 2: Boren - Ellerau. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2002, ISBN 978-3-926055-68-2, S. 253–255.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dannewerk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2021 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 11, abgerufen am 3. Januar 2022.
  3. a b Relation: Dannewerk (1157536) bei OpenStreetMap (Version #10). Abgerufen am 3. Januar 2022.
  4. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (PDF) Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, 1992, S. 88, abgerufen am 3. Januar 2022.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein