Danuta Gleed Literary Award

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Der Danuta Gleed Literary Award ist ein kanadischer Literaturpreis, der seit 1998 vergeben wird, jeweils im Frühjahr für das vorhergehende Literaturjahr, dessen Bezeichnung er trägt.[1] Mit ihm wird jeweils die erste Kurzgeschichtensammlung geehrt, die ein kanadischer Schriftsteller auf Englisch veröffentlicht hat.

Die Ehrung wird jährlich durch die Writers' Union of Canada, die kanadische Schriftstellervereinigung, vergeben und wurde durch John Gleed begründet, der mit dieser Stiftung das Andenken seiner zweiten Frau, der kanadischen Schriftstellerin Danuta Gleed sowie ihrer favorisierten Literaturgattung aufrechterhalten wollte. Dabei fließen die Erlöse von Danuta Gleeds eigener Kurzgeschichtensammlung One for the Chosen, die posthum 1997 bei BuschekBooks herausgegeben von Frances Itani und Susan Zettell erschien, weiterhin in den Auszeichnungsfond.

2004 erhöhte man das Preisgeld von 5.000 auf 10.000 Kanadische Dollar für den Gewinner. Die beiden nächstplatzierten Autoren beziehungsweise Kurzgeschichtensammlungen erhalten jeweils 500 Dollar. Die Kandidatenvorschläge müssen jeweils bis Ende Januar eines Prämierungsjahres eingereicht werden.[2] Im Mai eines Jahres steht die jeweilige Shortlist eines Jahrgangs fest und wird der Presse präsentiert,[3] während der Preis Anfang Juni vergeben wird. Zur wechselnden Jury gehören renommierte kanadische Schriftsteller, Literaturkritiker und Verlagsleute wie zum Beispiel für 2012 Gail Anderson-Dargatz, Robin McGrath und Hal Niedzviecki oder Douglas Glover, J. Jill Robinson und Claire Holden Rothman für 2011.

Im Unterschied zum sich ebenfalls auf Kurzgeschichten beziehenden kanadischen Journey Prize[4] wird hier eine Kurzgeschichtensammlung eines Schriftstellers und nicht nur ein Debüt einer Short Story prämiert. Außerdem ist der Danuta Gleed Literary Award im Gegensatz zum seit 1989 bestehenden Journey Prize verlagsunabhängig.

Der Preisträger für das Jahr 2011, Ian Williams, meinte, dass Kanadier das Schreiben einer Kurzgeschichte am besten beherrschen würden: „I think Canadians do the short story better than anyone else on the planet.“[5]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Autor Titel der Kurzgeschichtensammlung
1997 Curtis Gillespie The Progress of an Object in Motion
1998 Dennis Bock Olympia
1999 Mike Barnes Aquarium
2000 Barbara Lambert A Message for Mr. Lazarus
2001 Gloria Sawai A Song for Nettie Johnson
2002 Lee Henderson The Broken Record Technique
2003 Jacqueline Baker A Hard Witching & Other Stories
2004 David Bezmozgis Natasha and Other Stories
2005 Charlotte Gill Ladykiller
2006 Nathan Sellyn Indigenous Beasts
2007 Andrew Hood Pardon Our Monsters
2008 Pasha Malla The Withdrawal Method
2009 Sarah Roberts Wax Boats
2010 Billie Livingston[6] Greedy Little Eyes
2011 Ian Williams[7][8] Not Anyone’s Anything
2012 Rebecca Lee[9] Bobcat and other stories
2013 Paul Carlucci The Secret Life of Fission
2014 Rivka Galchen American Innovations
2015 Heather O’Neill Daydreams of Angels
2016 Kris Bertin Bad Things Happen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. also für das erste Jahr: "1997"
  2. Richtlinien des Danuta Gleed Literary Award (PDF; 106 kB)
  3. Mark Medley: Danuta Gleed Literary Award reveals shortlist. In: National Post. 9. Mai 2012. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  4. Journey Prize auf der Seite des Verlagshauses McClelland and Stewart, Toronto. Abgerufen am 1. Juli 2012.
  5. Ian Williams wins $10K prize for debut story collection. Auf CBC News. 7. Juni 2012. Abgerufen am 3. Juli 2012.
  6. Mark Medley: Billie Livingston wins Danuta Gleed Literary Award. (Memento des Originals vom 4. Januar 2013 im Webarchiv archive.is) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/arts.nationalpost.com In: National Post. 30. Mai 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012. Die nächstplatzierten und mit jeweils 500 Dollar dotierten Autoren waren Dacie Friesen Hossack (Mennonites Don’t Dance) und Alexander MacLeod (Light Lifting).
  7. James Adams: Ian Williams named winner of Danuta Gleed Literary Award. The Globe and Mail. 7. Juni 2012. Abgerufen am 2. Juli 2012. Jeweils 500 Dollar gewannen Daniel Griffin (für Stopping for Strangers) und Jessica Westhead (für And Also Sharks)
  8. Ashley Goodfellow: Prestigious prize goes to Brampton writer. In: Brampton Guardian. 17. Juni 2012. Abgerufen am 3. Juli 2012.
  9. Danuta Gleed Literary Award