Dao (Säbel)

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Dao (Säbel)
Chinese saber.jpg
Angaben
Waffenart: Säbel, Schwert
Bezeichnungen: Dao
Verwendung: Waffe
Ursprungsregion/
Urheber:
China
Verbreitung: China
Gesamtlänge: etwa 100 cm
Griffstück: Holz, Metall, Fischhaut, Stoff
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Dao (chinesisch , Pinyin dāo ‚Messer, Säbel, einschneidige Klinge‘) ist die Bezeichnung für einen einschneidigen chinesischen Säbel bzw. einschneidiges Schwert.

Beisweilen gibt es z.B. im Chinesischen die Bezeichnung „Dandao“ (單刀 / 单刀, dāndāo ‚Einzelsäbel‘) oder „Shuangdao“ (雙刀 / 双刀, shuāngdāo ‚Doppelsäbel bzw. Doppelmesser‘), oder „Taijidao“ (太極刀 / 太极刀, tàijídāoTaiji-Säbel‘), die sich auf die jeweiligen Formen, in denen die Waffe verwendet werden, beziehen. Daneben beziehen z.B. die chinesische Bezeichnungen Dadao (大刀, dādāo ‚Grosssäbel‘) oder „Yanyuedao“ (偃月刀 / 偃月刀, Yǎnyuèdāo ‚Sichelmondglefe bzw. Sichelmondhellebarde‘), hier speziell das berühmte Qinglong Yanyuedao (青龍偃月刀 / 青龙偃月刀, Qīnglóng Yǎnyuèdāo ‚Sichelmondklinge des Blaugrünen Drachen‘) von General Guan, auf die Form der Waffen selbst als solche.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dao hat meist eine breite, einschneidige, gebogene, selten eine gerade Klinge. Die Klinge ist meistens vom Heft (je nach Variante verschieden) zum Ort hin breiter. Der Ort ist spitz gearbeitet. Die Klinge kann mit einem oder mehreren Hohlschliffen gestaltet sein. Das Heft hat meist ein rundes oder leicht ovales Parier. Er ist aus Holz und oft mit Stoffen oder Leder überzogen. Der Knauf besteht aus Metall und ist abgerundet. Die Scheiden sind aus zwei Hälften und bestehen aus mit Leder überzogenem Holz. Über die Scheiden verlaufen Metallbänder, die zur Stabilisierung und zum Tragen der Waffe benötigt werden, da an ihnen die Trageringe angebracht sind.

Die einhändig geführte Waffe leitet sich vom mongolischen Reitersäbel ab, wurde in China aber von Fußsoldaten geführt. Es konnte sowohl als Hieb- als auch als Stichwaffe, meist in Kombination mit einem Rundschild - eingesetzt werden.

Die Stärken des Dao liegen im Nahkampf gegen gepanzerte Infanterie. Es ist leicht und daher für den Sturmangriff und gegen Bogenschützen geeignet. Schwächen zeigt das Dao beim Kampf gegen Kavallerie. Hierfür ist in der Tang-Dynastie eine zweihändige Blankwaffe entstanden, deren Form sich in Korea und Japan (dort als Tachi) schnell verbreitet hat.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yun Zhang, The Complete Taiji Dao: The Art of the Chinese Saber, Verlag Blue Snake Books, 2009, Seite 43, 44, ISBN 978-1-58394-227-7
  • Mark Chen, Old Frame Chen Family Taijiquan, Verlag North Atlantic Books, 2004, ISBN 978-1-55643-488-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]