Dargun

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dargun
Dargun
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dargun hervorgehoben
Koordinaten: 53° 54′ N, 12° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 117,15 km²
Einwohner: 4433 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17159
Vorwahl: 039959
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 027
Stadtgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Platz des Friedens 6
17159 Dargun
Webpräsenz: www.dargun.de
Bürgermeister: Karl-Heinz Graupmann (Die Linke)
Lage der Stadt Dargun im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Penzlin Möllenhagen Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Moltzow Torgelow am See Varchentin Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Dargun ist eine amtsfreie Landstadt im Norden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Der Ort ist ein Grundzentrum.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klostersee in Dargun

Dargun liegt in einem Seitental der Peene, wenige Kilometer nördlich des Kummerower Sees und der Mecklenburgischen Schweiz. Das durch Eingemeindungen vergrößerte Gemeindegebiet Darguns grenzt im Norden an den Landkreis Vorpommern-Rügen und im Westen an den Landkreis Rostock. Die Gemarkung reicht vom Trebelufer bis zur fast auf Meeresspiegelhöhe liegenden Peene. Die Hügel der Umgebung erreichen ca. 40 m ü. NN. Dargun liegt am Nordrand des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Grammendorf, Nossendorf, Warrenzin, Verchen, Stadt Neukalen, Altkalen, Finkenthal und Behren-Lübchin.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt gehören die Ortsteile Dargun (mit Glasow), Aalbude, Brudersdorf, Stubbendorf, Wagun und Zarnekow.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dargun ist elbslawischer Herkunft, die Grundform lautete ursprünglich *Dargunj oder verkürzt *Dargun' . Diese geht auf den elbslawischen Personennamen *Dargun zurück, Kurzform zu Namen wie z. B. Dargomer.[4]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe dem späteren Dorf Röcknitz entstand, wahrscheinlich in der Zeit zwischen dem 7. und dem 10. Jahrhundert, eine 1171 erwähnte elbslawische Burgsiedlung mit Burg, Wall und Wallgraben, die dann von den Dänen zerstört wurde. 1216 wurde der Name Rokitnitze und 1219 Rokenitze genannt. Die elbslawische Grundform Rokytnica geht auf den Flurnamen Rokytina mit der Bedeutung Weidenbüsche zurück (elbslawisch rokyta Weide),[4] die am Röcknitz-Bach (1174 rivulus [lat. kleiner Bach] Rokenize) sehr wahrscheinlich standen. Nahe Wagun befand sich zu dieser Zeit die heutige Wüstung Clubuchziz, nahe Dargun die heutige Wüstung Coueniz.

In der Nähe der Burg entstand ab 1172 eine Zisterzienserabtei, zunächst als eine Filia des Klosters Esrom. 1173 war die erste Altarweihe durch Bischof Berno von Schwerin. Um 1200 siedelte nach einer ersten Zerstörung der Konvent nach Eldena. Die Neubesetzung erfolgte dann 1209 vom Kloster Doberan aus. Im Jahr 1236 fiel das Kloster an Mecklenburg und im Jahr 1242 wurde ihm die Marktgerechtigkeit verliehen. Die Klosterkirche St. Marien – heute eine Ruine – entstand im 13. bis 15. Jahrhundert als eine gotische Backsteinkirche.

1500 bis 1700[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1552 wurde das Kloster säkularisiert und war Nebenresidenz des Herzogs Ulrich von Mecklenburg und seiner Nachfahren. Die Klosteranlage wurde ab 1590 zunächst als Jagdschloss und später zur Nebenresidenz im Stil der Renaissance umgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss erheblich zerstört.

Nach 1657 wurde es von Charles Philippe Dieussart zu einem dreigeschossigen Bau mit Ecktürmen und Arkaden im Innenhof umgestaltet. Auch der Teepavillon im neugestalteten Park und das Gelbe Tor stammen von diesem Baumeister.

18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Blüte erlebte das Schloss von 1720 bis 1756 unter Prinzessin Augusta, der jüngsten Tochter Herzog Gustav-Adolfs zu Mecklenburg-Güstrow, die 1720 das Amt Dargun als Apanage erhielt. Sie war für ihre Frömmigkeit pietistischer Prägung und ihren Einsatz für den Glauben bekannt und förderte die Bildung und das Gesundheitswesen im Bereich Dargun. Augusta schuf durch den Einsatz sogenannter „Zugehfrauen“ eine Vorstufe der späteren Gemeindeschwester.

Bereits im 18. Jahrhundert haben sich Juden im Ort angesiedelt, sie errichteten einen jüdischen Friedhof, der bis 1923 genutzt wurde. Er wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zerstört und erst 1963 wiederhergestellt.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dargun war ein Marktflecken im gleichnamigen Dominialamt innerhalb der Herrschaft Rostock des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. Der Klostersee war durch einen schiffbaren Kanal mit der Peene verbunden. 1851 erfolgte die Vereinigung mit dem Dorf Röcknitz. Neben Post- und Telegraphenamt waren eine Forstinspektion, ein Amtsgericht, zwei Kirchen, eine Industrieschule, Vorschußverein, zwei Mühlen und eine Dampfmolkerei entstanden. Der Ort wurde als Luftkurort besucht.[5]

Neuere Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1907 erhielt Dargun Anschluss an die Bahnstrecke Malchin–Dargun, die nach ihrer Stilllegung 1997 seit 2002 für Draisinenfahrten zur Verfügung steht.

Erst 1938 erhielt Dargun das Stadtrecht.

In den letzten Kriegstagen 1945, nach Einmarsch der Roten Armee, fiel der gesamte Schlosskomplex mit Schlosskirche (ehem. Klosterkirche, evangelisches Gotteshaus) einer Brandstiftung zum Opfer. Der Abbruch der Ruinen konnte verhindert werden. In den 1950er Jahren wurden jedoch Steine und wertvolle Verzierungen entwendet. 1979 erfolgte die Eintragung des gesamten Komplexes von früherem Schloss und Schlosskirche in die Denkmalliste der DDR. Seit den 1980er Jahren engagierten sich Bürger für die Erhaltung und Sicherung der Ruinen. 1991 gründete sich ein Förderverein. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und andere Institutionen ermöglichten die Sicherung der Mauern und den Ausbau des Mittelrisalits im Westflügel mit Schaffung von Raum für die Stadtinformation, die Stadtbibliothek und das Archiv.

1963 entstand hinter dem Sportplatz eine zweigeschossige Schule mit zehn Klassenräumen. 1973 wurde in Plattenbauweise ein zweiter Schulneubau für 13 Klassenräume errichtet.

Der Kern von Dargun mit seinen dörflichen Straßen wurde im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert. Dabei wurde auch der Wiederaufbau des Schlosses in Angriff genommen. 1996 wurde das Museum im ehemaligen Herbergsgebäude des Klosters eröffnet.

Einwohnerentwicklung
  • 1880: 2278 Einwohner
  • 1890: 2206 Einwohner

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1951 wurde Glasow eingemeindet.[6] Aus dem ehemaligen Amt Dargun wurden am 13. Juni 2004 die Gemeinden Brudersdorf, Stubbendorf, Wagun und Zarnekow in die Stadt eingegliedert und das Amt aufgelöst.[7]

Geschichte der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aalbude befand sich im 14. Jahrhundert auf einer Insel, die westlich von der heute zugeschütteten und verlandeten Achterpeene umflossen wurde. 1997 entstand der Wasserwanderrastplatz.

Brudersdorf: Die neugotische Kirche stammt von 1863/66.

Glasow wurde erstmals 1216 urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet Ort auf steinigem Boden. Glasow gehörte im 13. Jahrhundert zum Kloster Dargun. Das Niederdeutsche Hallenhaus stammt vom 17. Jahrhundert.

Groß Methling: Die neugotische Kirche stammt von 1891.

Levin: Die spätromanische zweijochige Johanniskirche aus Feldstein mit eingezogenem quadratischen Chor wurde bis 1256 erbaut. Der quadr. Westturm, unten aus Feldstein und oben aus Backstein, stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Röcknitz war im 16. Jahrhundert ein Burgflecken und im 17. Jahrhundert ein Städtchen. Eine zwei Kilometer lange Straße verband das Dorf mit dem Schloss als Endpunkt. 1854 wurde Röcknitz als Dargun amtlich erwähnt und 1875 wurden Dorf- und Schlosssiedlung eine Gemeinde.

Schwarzenhof: Das Gutshaus entstand um 1850, wurde um 1904 umgebaut und nach 2004 saniert.

Stubbendorf wurde 2004 nach Dargun eingemeindet.

Wagun war ein Gutsdorf. 1937 war das Gut 552 Hektar groß. Das Gutshaus stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es war nach 1945 Wohnhaus, Kindergarten, Schule und Sitz des Gemeinderats. Heute ist hier u.a. eine kleine Kunstwerkstatt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadtvertretung sind nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 die Sitze wie folgt auf die einzelnen Parteien und Listen verteilt:[8]

Partei / Liste CDU SPD Linke WGDO WVD
Sitze 4 3 3 3 2

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 9. November 1875 von Großherzog Friedrich Franz II. verliehen und ist heute unter der Nr. 166 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Halb gespalten und geteilt; oben: vorn in Gold ein hersehender, gold gekrönter schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem roten Maul, silbernen Zähnen, ausgeschlagener roter Zunge, in sieben Spitzen abgerissenem Halsfell und silbernen Hörnern; hinten in Silber ein aufgerichteter, gold bewehrter roter Greif; unten in Blau ein liegender goldener Abtstab.“
Das Wappen wurde 1998 neu gezeichnet.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 5. Stabs- und Fernmeldebataillon 801 in Neubrandenburg seit dem 30. September 2002[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruine von Schloss Dargun und Kloster, Blick auf die Eingangsfront
  • Schloss Dargun mit der ehemaligen Klosterkirche ist aus einem Zisterzienserkloster hervorgegangen. Es wurde 1945 durch Brandstiftung zerstört. Baumaßnahmen zum Erhalt der Ruine und der teilweisen Neunutzung haben begonnen. Das Schloss war einst als Nebenresidenz der Güstrower Herzöge aus dem Kloster entstanden und ist im 18. Jh. als Apanage an Prinzessin Augusta, eine Tochter des letzten Mecklenburg-Güstrowschen Herrschaftshauses, gegangen. Im 19. Jh. wurde es die erste Ackerbauschule Mecklenburgs und hatte Bestand bis Mai 1945. Das Schloss war mit seinen offenen Galerieumgängen eine der beeindruckendsten Schlossanlagen in Norddeutschland.
  • In der früheren Klosterkirche Sankt Marien. befanden sich viele Kunstschätze. Die Arp Schnitger - Orgel mit 23 Registern auf zwei Manualen und Pedal, stammt von 1700. Die Orgel wurde 1911 von dem Orgelbauer Carl Börger aus Rostock-Gehlsdorf völlig umgebaut und verlor nahezu ihre gesamte historische Substanz. 1945 war von der Originalsubstanz bis auf den Prospekt nichts mehr erhalten. 1989/90 wurde die Kirchenruine gesichert und das Langhaus überdacht. Es wird wieder für Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Gegen Chor und Querhaus ist das Langhaus durch eine Glaswand abgetrennt.
  • Pfarrkirche Dargun, früher Dorfkirche Röcknitz, die zu Beginn des 19. Jh. mit der Schlosssiedlung und der sog. „Neubaute“ zum Flecken zusammenwuchs. Eine Kirche wurde zum ersten Mal 1178 von Bischof Berno erwähnt. Ursprüngliche ein gotischer Feldsteinbau aus dem 13. Jh. Sie wurde 1753 und die Vorhalle 1861 in Ziegelbauweise erneuert. Bemerkenswert ist der Altar, ein spätgotisches Triptychon mit bemalten Flügelaussenseiten und filigranen Schnitzereien (Kreuzigungsgruppe und Aposteldarstellungen) im Innenbereich. Die Orgel von 1860 baute Friedrich Hermann Lütkemüller aus Wittstock; sie wurde 1995 restauriert.
Ortsteil Aalbude an der Peene
  • Katholische Kapelle von 1998 im neuen Gemeindehaus. Das katholischen Gemeindeleben reicht bis in die Zeit der Zisterzienserabtei zurück.
  • Jüdischer Friedhof nahe dem Gelände einer früheren slawischen Burg, im Wald nordwestlich von Dargun. Ein Gedenkstein von 1963 erinnert an die Opfer der Shoa
  • Museum in der Schlossanlage (ehem. Herbergsgebäude); es behandelt die Geschichte Darguns vom 19. Jahrhundert bis heute.
  • Wohngebäude und Haustüren wie Amtsstraße 2, Schlossstraße 28 und 58.
  • Denkmal Mönche in Dargun auf dem Platz des Friedens von Günther Kaden (1999).
  • Klostersee mit Bademöglichkeit und Fahrrad-Draisinen-Ausleihstation entlang der stillgelegten Bahnstrecke Malchin–Dargun
  • Saniertes Bahnhofsgebäude von 1907.
  • Levin: Spätromanische Johanniskirche von 1256 aus Feldstein mit eingezogenem Chor; quadr. Westturm aus Feldstein und Backstein aus dem 15. Jahrhundert; Orgel von Heinrich Rasche von 1743, Innenausmalung von 1885. Daneben das Pfarrhaus von 1750.
  • Brudersdorf: Neugotischer Kirche von 1863/66 als Feldsteinbau auf einem rechteckigen Grundriss mit polygonalem Chorschluss; Lütkemueller-Orgel von 1865.
  • Groß Methling: Neugotische Kirche aus roten Backsteinen von 1891 nach Plänen Gotthilf Ludwig Möckel mit schlichten Gewölbeausmalungen; Orgel von F. H. Lütkemueller (1859).
  • Kützerhof: Gutshaus als eingeschossigen Fachwerkbau
  • Schwarzenhof: Gutshaus von um 1850; Umbau 1904; heute Ferienanlage
  • Stubbendorf: Europäische Kooperative Longo maï im Hof Ulenkrug. Ralph Giordano widmet seinem Besuch auf dem Anwesen ein Kapitel in seinem Buch Deutschlandreise.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jakob Baumann (ca. 1491–1562), letzter Abt des Zisterzienserklosters Dargun und erster evangelischer Pastor im Ort
  • Julius Sandtmann (1826–1883), Reichsabgeordneter und Mitglied der Hamburger Bürgerschaft
  • Gottlieb von Both (1838–1906), mecklenburgischer Verwaltungs- und Hofbeamter

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • BIG Städtebau Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): Dargun – 10 Jahre Stadterneuerung. 2002, DNB 965578283.
  • Ralph Giordano: Deutschlandreise. Aufzeichnungen aus einer schwierigen Heimat. Dort: „Longo maï“ oder „Hier gibt es kein Reglement“. (Über Longo maï im Hof Ulenkrug in Dargun–Stubbendorf). Kiepenheuer & Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02739-5, S. 310–329.
  • Heinz Krüger: Das alte Dargun. Ein historischer Streifzug durch den Flecken. Kunsthaus, Boddin 2005, ISBN 3-933274-54-0.
  • Dorothee Reimann: Der Himmel über dem Chor. In: Monumente. Magazin für Denkmalkultur in Deutschland. Heft 5/6 (2010), S. 58–61.
  • Georg Christian Friedrich Lisch (Hrsg.): Mecklenburgische Urkunden. Band 1: Urkunden des Klosters Dargun. Schwerin 1837. (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dargun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Regionales Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte (2011), Regionaler Planungsverband, abgerufen am 12. Juli 2015
  3. Hauptsatzung (PDF; 91 kB)
  4. a b Ernst Eichler, Werner Mühlmer: Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Ingo Koch Verlag, Rostock 2002, ISBN 3-935319-23-1.
  5. Dargun, in: Brockhaus’ Konversations-Lexikon. F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894–1896, 4. Band, S. 803.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  8. Stadt Dargun, Stadtvertretung