Darja Anatoljewna Jegerewa

Darja Anatoljewna Jegerewa, in den deutschen und internationalen Medien normalerweise Daria Egereva (russisch Дарья Анатольевна Егерева, geb. am 7. April 1977[1] in Kolpaschewo, RSFSR, Sowjetunion), ist eine indigene Klima- und Menschenrechtsaktivistin aus Russland und Ko-Vorsitzende des Internationalen Forums indigener Völker zum Klimawandel (IIPFCC).[2][3]
Seit dem 18. Dezember 2025 befindet sie sich unter dem Vorwurf von Extremismus und Terrorismus[4] in Untersuchungshaft.[5][6] Internationale Medien berichten über den Fall, und er wird von Wissenschaftlern kommentiert.[7] Neben dem IIPFCC[8] und weiteren Organisationen fordert der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte ihre Freilassung.[9] Die russische Menschenrechtsorganisation Memorial stuft Jegerewa als politische Gefangene ein.[1] Amnesty International verlangt in einer Urgent Action vom 8. April 2026 ihre sofortige Freilassung.[10]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jegerewa lebt in Moskau[1] und gehört dem Volk der Selkupen an, einem der indigenen kleinen Völker des russischen Nordens mit etwas mehr als 3500 Mitgliedern.
Sie wurde 1977 in der Stadt Kolpaschewo (Oblast Tomsk) geboren und verbrachte ihre Kindheit in Iwankino, einem selkupischen Dorf am Ob.[4] Das Dorf liegt etwas nordwestlich von Kolpaschewo im gleichnamigen Rajon.
Wie ihre Mutter, die als Lehrerin arbeitete und sich im Sinne von bürgerschaftlichem Engagement um die Bewahrung der selkupischen Sprache und Kultur im Ort bemühte, interessierte sich auch Jegerewa für diese Fragen und engagierte sich bereits während ihres Studiums an der Staatlichen Pädagogischen Universität Tomsk als Interessenvertreterin des selkupischen Volkes.[4]
Später zog sie nach Moskau, wo sie diese Arbeit fortsetzte. Dort wurde sie am 17. Dezember 2025, kurz nach ihrer Rückkehr von der UN-Klimakonferenz in Brasilien festgenommen.[2]
Wirken
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Als Repräsentantin des indigenen Volkes der Selkupen übernimmt Jegerewa seit mehreren Jahren fachliche Aufgaben zur Beteiligung indigener Völker an multilateralen politischen Prozessen. Als technische Expertin für Klimawandel befasst sie sich mit Fragen der globalen Klimakooperation sowie mit der Einbindung indigener Völker in offizielle Rahmen der Vereinten Nationen, darunter auch Foren unter Beteiligung der Russischen Föderation.
Sie hatte leitende Funktionen innerhalb der offiziellen indigenen Interessengruppe im Rahmen der Klimarahmenkonvention, des Internationalen Forums indigener Völker zum Klimawandel (IIPFCC).[2] Seit 2023[4] ist sie Ko-Vorsitzende dieses Gremiums, das die indigenen Völker im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen repräsentiert.[3]
In dieser Funktion nahm sie an mehreren Vertragsstaatenkonferenzen der Klimarahmenkonvention teil, darunter an COP28, COP29 sowie COP30. Ihre Tätigkeit ist koordinierender und vermittelnder Natur und zielt auf einen konstruktiven und geordneten Dialog zwischen indigenen Vertretungen und staatlichen Delegationen innerhalb der offiziellen Verhandlungsprozesse.[2] Zudem setzt sie sich aktiv für eine stärkere Beteiligung indigener Frauen an den Klimaverhandlungen ein, so während ihrer Teilnahme an COP30 in Brasilien.[9]
Darüber hinaus war Jegerewa Mitglied der Local Communities and Indigenous Peoples Platform (LCIPP)[11] unter der Klimarahmenkonvention. In diesem Rahmen wirkte sie an der Stärkung von Beteiligungsformaten zwischen Staaten und indigenen Völkern in der Ausarbeitung und Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen mit. Ferner beteiligte sie sich an der Arbeit des Expert Mechanism on the Rights of Indigenous Peoples (EMRIP) sowie des Ständigen Forums für indigene Angelegenheiten (UNPFII) der Vereinten Nationen und brachte dort fachliche Beiträge im Rahmen der jeweiligen Mandate dieser Gremien ein.[2]
Neben Umweltfragen machte Jegerewa auch auf weitere Probleme des selkupischen Volkes aufmerksam. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf Fragen der Bildung. Sie setzte sich für eine Reform der Schulbildung für die Selkupen ein und forderte Schulunterricht in selkupischer Sprache. Dieser ist gesetzlich zumindest als Wahlfach vorgesehen, es gibt ihn in der Praxis jedoch nicht.[12][13] Schließlich setzte sie sich für ländliche Armutsbekämpfung durch Stärkung von Sozialunternehmertum indigener Frauen ein.[14][15]
Strafverfolgung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 17. Dezember 2025 wurden mehrere prominente Vertreter kleiner indigener Völker aus den Republiken Altai und Sacha sowie aus den Oblasten Tomsk, Murmansk und Kemerowo wie auch der Region Krasnojarsk und der Stadt St. Petersburg von Polizeikräften aufgesucht. Sie wurden verhört – manche vorläufig festgesetzt – und ihre elektronischen Geräte beschlagnahmt.[16][17][4] Gegen alle von ihnen wurden Ermittlungen eingeleitet.[18]
Diese Polizeiaktion zielte auf Vertreter der Selkupen, Samen, Tubalaren, Tchulymen, Schoren, Kumandinen, Dolganen, Jukagiren, Ewenken und Nganasanen. Alle betroffenen Personen hatten sich über viele Jahre für die Rechte dieser indigenen Völker eingesetzt und waren in irgendeiner Form an der Umweltarbeit von Indigenen innerhalb der Vereinten Nationen beteiligt. Viele der Betroffenen haben auch an anderen UN-Gremien und internationalen Treffen teilgenommen, bei denen rechtliche Probleme indigener Völker und des Schutzes ihrer Territorien behandelt wurden.[16][19][17]
Manche der festgesetzten Aktivisten wurden sofort wieder freigelassen,[16] aber Jegerewa und Natalia Leonhardt wurden am 18. Dezember[4][20] in Untersuchungshaft genommen.[16]
Aborigen Forum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Verfolgung von Jegerewa steht in Verbindung mit den Aktivitäten des Aborigen Forum (russisch Абориген-Форум),[16][21][22] eines informellen Zusammenschlusses von Experten zu den sogenannten indigenen Völkern des Nordens, Sibiriens und des Fernen Ostens. Aborigen Forum war 2015 in Reaktion darauf gegründet worden, dass der Dachverband RAIPON 2013 unter vollständige staatliche Kontrolle gekommen war.[23] Das Forum, in dem bestehende Gesetzgebung analysiert wurde, setzte sich für die Rechte, Interessen und Kulturen dieser indigener Gemeinschaften ein,[24] löste sich aber sofort nach dem offiziellen Einschluss als Teil einer angeblichen „separatistischen und antirussischen Bewegung“ im Juli 2024[25][26] selbst auf. Erst nach dieser Auflösung wurde Aborigen Forum als „terroristisch“ eingestuft, als im November 2024 der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation 172 Organisationen mit Bezug zu indigenen Völkern und anderen Minderheiten in die Liste terroristischer Organisationen aufnahm, darunter Aborigen Forum.[27][28][26]
Verhandlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für den 11. Februar 2026 wurde der Beginn des gerichtlichen Verfahrens gegen Jegerewa angekündigt.[3] Aus öffentlich zugänglichen Berichten geht jedoch nicht eindeutig hervor, ob es sich dabei bereits um die Hauptverhandlung oder um eine vorbereitende Anhörung im Rahmen des Strafverfahrens handelte. Am 12. Februar verlängerte das Moskauer Bezirksgericht Basmanny nach einer Anhörung die Untersuchungshaft bis Mitte März 2026.[29][9] Am 12. März verlängerte das Gericht die Untersuchungshaft um drei weitere Monate.[30]
Neben Jegerewa ist Natalia Leonhardt aus der indigenen Menschenrechtsarbeit angeklagt, die ebenfalls auf UN-Ebene tätig ist.[31][32]
Artikel 205.5 Teil 2
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Konkret werden Jegerewa – auf Grundlage von Artikel 205.5 Teil 2 des russischen Strafgesetzbuches – „Aktivitäten zur Untergrabung der territorialen Integrität Russlands und zur Zerstörung seiner verfassungsmäßigen Ordnung“ vorgeworfen,[1] das bedeutet „Extremismus“ und „Terrorismus“,[4][33] wofür eine Freiheitsstrafe von zehn bis zu 20 Jahren droht.[19]
Nach internationalen Menschenrechts- und Rechtsanalysen wird diese Rechtsnorm häufig in politisch motivierten Verfahren angewendet, um Aktivitäten zu ahnden, die nicht zwingend mit konkreten Gewalttaten verbunden sind, sondern etwa die Teilnahme an Gruppierungen oder Unterstützungshandlungen betreffen, die offiziell als „terroristisch“ eingestuft wurden.[34] Auf dieser Rechtsgrundlage wurden unter anderem der Krimtatare Emir-Ussejin Kuku sowie der russische Jugendliche Arsenij Turbin strafrechtlich verfolgt;[35] beide werden von Menschenrechtsorganisationen als politische Gefangene bezeichnet.[36][37]
In seinen abschließenden Bemerkungen von 2023 äußerte sich der UN-Antidiskriminierungsausschuss (CERD) besorgt über die zu weit gefasste und vage Definition des Begriffs „extremistische Aktivitäten“ in der russischen Gesetzgebung, die eine gezielte Anwendung gegen Akteure der Zivilgesellschaft und insbesondere gegen diejenigen ermöglicht, die sich für die Rechte indigener Völker einsetzen. Der Ausschuss warnte davor, dass solche Gesetze dazu genutzt werden, Menschenrechtsverteidiger und Vertreter indigener Völker einzuschüchtern, zu schikanieren und strafrechtlich zu verfolgen, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit ausüben.[38] Auch der UN-Ausschuss für Bürgerliche und Politische Rechte kritisierte Russland deutlich für dessen unspezifische Extremismusgesetzgebung und deren Nutzung zur Verfolgung von Minderheiten.[39]
Reaktionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Verhaftung von Darja Jegerewa und der bevorstehende Prozess haben eine Reihe von Reaktionen hervorgerufen, vor allem im Ausland.
Russland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mehr als einen Monat nach der Polizeiaktion gab Alexander Nowjuchow, Präsident der Assoziation der indigenen kleinen Völker des Nordens, Sibiriens und des Fernen Ostens (RAIPON), am 28. Januar 2026 eine Stellungnahme ab.[40] Ohne Jegerewa namentlich zu erwähnen, bezeichnete er die betroffenen indigenen Aktivisten als Extremisten und verteidigte das Vorgehen der Regierung gegen sie.[18]
International
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das IIPFCC, das die umgehende Freilassung seiner Ko-Vorsitzenden fordert, bezeichnet die Polizeiaktion vom Dezember und Jegerewas Festnahme als einen gezielten Angriff auf indigene Führungspersonen, der eine unmittelbare Vergeltung für ihre Teilnahme an Prozessen der Vereinten Nationen darstelle und einen gefährlichen Präzedenzfall für den Umgang mit indigenen Völkern schaffe, die an globalen Menschenrechts- und Klimakonferenzen teilnehmen.[8]
Der Ethnologe und Professor an der Universität Pécs in Ungarn Zoltán Nagy bezeichnete die Polizeiaktion vom 17. Dezember 2025 als eine „spektakuläre Manifestation“ dessen, wie das russische Regime indigene Minderheitengruppen spalte und versuche, ihre Stimmen zum Schweigen zu bringen. Ziel der Repressionen sei es, einerseits die Unterdrückung abweichender Meinungen in Russland zu verschärfen und andererseits die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in den Siedlungsgebieten der Indigenen zu erleichtern.[4]
Ähnlich äußerte sich die samische Aktivistin aus Russland Walentina Sowkina, Mitglied des Ständigen Forums für indigene Angelegenheiten, die von der Polizeiaktion im Dezember ebenfalls betroffen war und sich danach ins norwegische Exil begab. Sie wurde zu dem Fall unter anderem vom staatlichen Yleisradio in Finnland befragt. Sie vermutet, dass hinter dem Druck die wirtschaftlichen Interessen der Machthaber Russlands stehen. Denn die von indigenen Völkern bewohnten Gebiete sind reich an Bodenschätzen. Die Lokalbevölkerung solle eingeschüchtert werden, damit keine kritischen Stimmen gegen den Raubbau an der Natur zu hören seien.[41]
Die Gesellschaft für bedrohte Völker in Deutschland sieht Jegerewas Verhaftung exemplarisch für die systematische Kriminalisierung indigener Aktivisten in Russland und sieht die Vorwürfe gegen sie als politisch motiviert.[3]
Das Observatory for the Protection of Human Rights Defenders bei Fédération internationale des ligues des droits de l’Homme, einem internationalen Dachverband von Menschenrechtsorganisationen, und die Weltorganisation gegen Folter führen Jegerewas Fall unter „willkürlicher Freiheitsentzug“ und „rechtsmissbräuchliche Strafverfolgung“.[42][43]
Merja Kyllönen, Abgeordnete der Fraktion Die Linke im Europäischen Parlament, wies in einer parlamentarischen Anfrage vom 9. Februar 2026 darauf hin, dass Jegerewas Fall nicht isoliert zu betrachten sei, sondern im Zusammenhang mit einem in Russland zu beobachtenden Trend zu zunehmendem Druck, Kriminalisierung und willkürlicher Strafverfolgung stehe, der ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte, der Meinungsfreiheit und der Rechte indigener Völker aufwerfe.[44]
Die Menschenrechtsorganisation International Work Group for Indigenous Affairs forderte die Freilassung von Darja Jegerewa in einem Offenen Brief an Wladimir Putin vom 9. Februar 2026.[2] In dem Brief wurde die Sorge geäußert, dass ihre Inhaftierung das Vertrauen darin untergräbt, dass indigene Völker ohne Angst vor Repressalien uneingeschränkt an anerkannten internationalen Prozessen und Verfahren der Vereinten Nationen teilnehmen können.
„Across all these international processes, Ms. Egereva’s activities were exclusively professional, non-violent, and institutional in nature, firmly grounded in dialogue and cooperation, and conducted in full accordance with officially recognized procedures.“
Der Sprecher des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte forderte die unverzügliche Freilassung von Jegerewa und allen anderen Personen, die wegen der Wahrnehmung ihrer Menschenrechte inhaftiert sind.[9]
„The detention of Daria Egereva raises concerns about arbitrary detention and the application of counterterrorism legislation against those exercising their fundamental freedoms.“
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Egereva Daria Anatolyevna, Profil, Memorial (russisch, englisch)
- Dear Mr. President offener Brief an Wladimir Putin, IWGIA (englisch)
- Ethnologische Reportage über Darja Jegerewas Fall, Valasz Online (ungarisch)
- Daria Egereva, Website (russisch, englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Егерёва Дарья Анатольевна. In: Мемориал. Поддержка политзаключённых. Международное общество «Мемориал», abgerufen am 14. Februar 2026 (russisch).
- 1 2 3 4 5 6 7 Indigenous Peoples Send Open Letter to Russian President Putin to Release Daria Egereva. International Work Group for Indigenous Affairs, abgerufen am 15. Februar 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 Prozess gegen indigene Menschenrechtsverteidigerin in Russland beginnt – Sorge um Daria Egereva. In: gfbv.de. Gesellschaft für bedrohte Völker, abgerufen am 14. Februar 2026.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Nagy Zoltán: Putyin ágyútöltelékei – Dárja Jegereva és az őshonos északi népek tragédiája. In: Valasz Online. 2. Februar 2026 (ungarisch, valaszonline.hu [abgerufen am 21. Februar 2026]).
- ↑ Briefing Notes Gruppe 62 – Informationszentrum Asyl und Migration. (PDF) Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 12. Januar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026.
- ↑ World Indigenous Groups Urge Putin to Free Siberian Climate Advocate Facing Terrorism Charges. In: The Moscow Times. 11. Februar 2026 (englisch, themoscowtimes.com [abgerufen am 24. Februar 2026]).
- ↑ Unter anderem in der wissenschaftlichen Zeitschrift Arctic Review on Law and Politics (Øyvind Ravna, Ekaterina Zmyvalova: Law, Politics, and Security in an Era of Arctic Uncertainty. Editorial. In: Arctic Review on Law and Politics. 20. Februar 2026, S. 1–2, doi:10.1163/23874562-12340002 (englisch).)
- 1 2 International Indigenous Peoples’ Forum on Climate Change (IIPFCC) calls for the immediate release of imprisoned Co-Chair, Daria Egereva. International Indigenous Peoples Forum on Climate Change, 19. Februar 2026, abgerufen am 22. Februar 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 5 Anita Hofschneider: Two months after being arrested, this Indigenous climate leader remains imprisoned in Russia. In: Grist. 19. Februar 2026 (englisch, grist.org [abgerufen am 19. Februar 2026]).
- ↑ Russland: indigene Aktivistin in Haft. In: Amnesty International. 8. April 2026, abgerufen am 10. April 2026.
- ↑ https://lcipp.unfccc.int/about-lcipp/un-indigenous-sociocultural-regions/eastern-europe-russian-federation-central-asia-and-transcaucasia
- ↑ Annika Pasanen, Johanna Laakso, Anneli Sarhimaa: The Uralic minorities. Endangerment and revitalization. In: The Oxford Guide to the Uralic Languages. Oxford University Press, 2022, S. 68–78, doi:10.1093/oso/9780198767664.003.0004 (englisch).
- ↑ Dariya Egereva: The intervention of Darya Egereva at the 18th Session of the United Nations Permanent Forum on Indigenous Issues. In: Indigenous Russia. (englisch, indigenous-russia.com [abgerufen am 19. Februar 2026]).
- ↑ Северянка. Archiviert vom am 28. März 2025; abgerufen am 20. Februar 2026.
- ↑ Ecoteria. Abgerufen am 20. Februar 2026 (russisch).
- 1 2 3 4 5 Полина Шандрак: «История повторяется». Как в России начали преследовать активистов, рассказывавших о проблемах коренных народов в ООН. In: Вот Так. 9. Januar 2026, ISSN 3072-1342 (russisch, vot-tak.tv [abgerufen am 20. Februar 2026]).
- 1 2 ICIPR Statement on the Persecution of Indigenous Peoples’ Representatives in Russia on Fabricated Charges of “Terrorism” and “Extremism”. International Committee of Indigenous Peoples of Russia, 19. Dezember 2025, abgerufen am 20. Februar 2026 (englisch).
- 1 2 RAIPON renounces protection of indigenous activists. Fenno-Ugria, 19. Februar 2026, abgerufen am 23. Februar 2026.
- 1 2 "Могут дать до 20 лет". К защитникам прав коренных народов пришли с обысками и арестами. Сибирь.Реалии, 23. Dezember 2025, abgerufen am 16. Februar 2026 (russisch).
- ↑ Offenbar hat das jemanden im Kreml verärgert. OskarMaria, 24. April 2026, abgerufen am 26. April 2026.
- ↑ В Москве арестована защитница прав коренных народов Дарья Егерева. In: Радио Свобода. 21. Dezember 2025, abgerufen am 16. Februar 2026 (russisch).
- ↑ Florian Naumann: „Putin baut an einem Fake-Imperium“ – warum Russland dafür Indigene ins Visier nimmt. In: Frankfurter Rundschau. 31. Januar 2026 (fr.de [abgerufen am 15. Februar 2026]).
- ↑ Thomas Nilsen: Moscow staged RAIPON election thriller. 3. April 2013, abgerufen am 20. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Release Daria Egereva, Imprisoned for Advocating for Indigenous Rights. In: culturalsurvival.org. Cultural Survival, 9. Februar 2026, abgerufen am 15. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Human Rights Watch Briefing Paper on the Human Rights Situation in the Russian Federation. Human Rights Watch, 20. August 2025, abgerufen am 19. Februar 2026 (englisch).
- 1 2 Volker Weichsel: „Das Moskauer Terrorsyndikat erfindet ‚Volksfeinde‘“. Johannes Rohr über die Einstufung von 55 Organisationen als „extremistisch“. In: Zeitschrift OSTEUROPA. 5. August 2024, abgerufen am 19. Februar 2026 (deutsch).
- ↑ Russia Labels 172 Indigenous Groups as ‘Terrorist’ Organizations. The Moscow Times, 22. November 2024, abgerufen am 19. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Selkup activist arrested. In: Fenno-Ugria. Fenno-Ugria Foundation, abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Daria Egereva Will Remain in Detention until March 15 after Russian Court Decision. In: culturalsurvival.org. Cultural Survival, 12. Februar 2020, abgerufen am 15. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Дарью Егереву оставили за решёткой ещё на три месяца. 12. März 2026, abgerufen am 12. März 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Florian Naumann: „Wilderei“, Alkohol, Geld – So rekrutiert Putin unter Russlands Ärmsten für den Ukraine-Krieg. In: Münchner Merkur. 1. Februar 2026 (merkur.de [abgerufen am 15. Februar 2026]).
- ↑ Offenbar hat das jemanden im Kreml verärgert - OskarMarias News & Comments. Abgerufen am 2. Mai 2026.
- ↑ MARSHY: ICIPR Statement on the Persecution of Indigenous Peoples’ Representatives in Russia on Fabricated Charges of “Terrorism” and “Extremism”. In: ICIPR. 19. Dezember 2025 (icipr.international [abgerufen am 7. März 2026]).
- ↑ Repression in Russia in 2025: Overview. In: OVD-Info. OVD-Info, abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Anna Chernova, Madalena Araujo, Alex Marquardt: 'I dream of the day I can hug you': How Russian teenagers are being locked up for expressing dissent. In: CNN world. 5. Dezember 2024 (englisch, cnn.com [abgerufen am 16. Februar 2026]).
- ↑ Ялтинское дело о членстве в запрещённой «Хизб ут-Тахрир». Правозащитный центр «Мемориал», abgerufen am 15. November 2019 (russisch).
- ↑ Crimean Tatar: Never Silent in the Face of Injustice. Amnesty International, Februar 2018, abgerufen am 18. Oktober 2019 (englisch).
- ↑ Committee on the Elimination of Racial Discrimination: Concluding observations on the combined twenty-fifth and twenty-sixth periodic reports of the Russian Federation. In: docs.un.org. United Nations, 1. Juni 2023, abgerufen am 23. Februar 2026.
- ↑ Human Rights Committee: Concluding observations on the eighth periodic report of the Russian Federation. In: docs.un.org. United Nations, 1. Dezember 2022, abgerufen am 23. Februar 2026.
- ↑ Александр Новьюхов: Заявление Президента Ассоциации коренных малочисленных народов Севера, Сибири и Дальнего Востока Российской Федерации А.В. Новьюхова. In: Raipon.info. RAIPON, 28. Januar 2026, abgerufen am 23. Februar 2026 (russisch).
- ↑ Heikki Heiskanen: Venäjän turvallisuuspalvelu iskee nyt alkuperäiskansojen edustajiin – Saamelaisaktivisti: Taustalla ovat luonnonvarat. In: Yleisradio. 23. Dezember 2025 (finnisch, yle.fi [abgerufen am 16. Februar 2026]).
- ↑ Alarming arbitrary arrest, detention and judicial harassment https://www.fidh.org/en/issues/human-rights-defenders/russia-alarming-arbitrary-arrest-detention-and-judicial-harassment-of
- ↑ Continued arbitrary detention and judicial harassment https://www.fidh.org/en/issues/human-rights-defenders/russia-continued-arbitrary-detention-and-judicial-harassment-of-ms
- ↑ Parliamentary question – E-000529/2026. In: Europäisches Parlament. 9. Februar 2026, abgerufen am 22. Februar 2026 (englisch): „This is not an isolated case, but a trend reported by international organisations. Representatives of indigenous peoples in Russia are facing increasing pressure, criminalisation and arbitrary prosecution, raising serious concerns about human rights, freedom of expression and indigenous peoples’ rights.“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jegerewa, Darja Anatoljewna |
| ALTERNATIVNAMEN | Егерева, Дарья Анатольевна (russisch); Darya Anatolyevna Yegereva (englisch); Daria Egereva |
| KURZBESCHREIBUNG | selkupische Klima- und Menschenrechtsaktivistin |
| GEBURTSDATUM | 7. April 1977 |
| GEBURTSORT | Kolpaschewo |