Dark Blue

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Filmdaten
OriginaltitelDark Blue
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2002
Länge118 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieRon Shelton
DrehbuchJames Ellroy
David Ayer
ProduktionDavid Blocker
Caldecot Chubb
Sean Daniel
James Jacks
MusikTerence Blanchard
KameraBarry Peterson
SchnittPatrick Flannery
Paul Seydor
Besetzung
Synchronisation

Dark Blue ist ein US-amerikanischer Thriller von Ron Shelton, der 2002 produziert wurde. Kurt Russell spielt dabei die Hauptrolle und basiert auf ein Roman von James Ellroy. Die deutsche Synchronisation wurde erstellt von der Synchronfirma Studio Babelsberg Synchron GmbH und Jürgen Neu war verantwortlich für das Dialogbuch und die Dialogregie.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Los Angeles im Jahr 1992, kurz vor den Rassenunruhen: Im Prozess um die Misshandlung von Rodney King wird ein Urteil erwartet. Der Polizist Bobby Keough (Scott Speedman) wird von dem älteren Polizisten Eldon Perry (Kurt Russell) angelernt. Die Ermittlungsmethoden Perrys gelten als rüde. Eine Schießerei, in die Keough und Perry verwickelt waren, wird untersucht. Die Polizeichefs kommen zu Ansicht, der Verbrecher wurde vorschriftsgemäß erschossen, lediglich Arthur Holland hat Zweifel.

Holland will der erste afroamerikanische Polizeichef von Los Angeles werden. Sein Konkurrent Jack Van Meter lässt in seinen Briefkasten Fotos einwerfen, die Holland beim Sex mit einer jungen Polizistin zeigen. Hollands Ehefrau verlangt die Scheidung.

Keough und Perry untersuchen einen Raubmord, bei dem mehrere Menschen getötet wurden. Sie stellen fest, dass hinter dem Mord ihr Vorgesetzter Jack Van Meter steht. Um die wahren Täter zu schützen, befiehlt Van Meter Keough und Perry, zwei der Polizei bekannte Verbrecher zu finden und ihnen die Tat anzuhängen. Der Verhaftungsversuch wird nur zum Schein durchgeführt, Perry zwingt Keough, einen der Männer zu töten.

Die Ehe von Perry kriselt, seine Frau will ihn verlassen. Im King-Prozess wird das Urteil verkündet, das die Polizisten freispricht. Die Polizei erwartet Rassenunruhen.

Van Meter veranlasst einen Anschlag auf Perry, den die Täter des Raubüberfalls durchführen sollen, um die Verschleierung perfekt zu machen. Perry, dem Jack Van Meter die Beseitigung eines Zeugen befiehlt, ermittelt, wer unter der angegebenen Adresse wohnt. An Perrys Stelle wird Keough getötet, der die Räuber verhaften will. Bei der darauffolgenden Schießerei wird einer der Täter getötet, während der andere flieht. Perry verfolgt den Täter durch eine von den Rassenunruhen erschütterte Stadt und verhaftet ihn. Durch ihn erfährt er, dass sie beide für van Meter geraubt haben und er deswegen alles verschleiern wollte.

Bei Perrys Feier zu seiner Beförderung zum Lieutenant gesteht dieser seine Verfehlungen bei seinen Ermittlungsmethoden und erzählt die Wahrheit über van Meter, den Raubmord und über die darauffolgende Verschleierung bis hin zum versuchten Mord an ihn . Er bittet darum, dass man ihn verhaftet, damit er über alles berichten kann, was er weiss, was erst geschieht, als Holland es einem Polizisten befiehlt. Es wird angedeutet, dass van Meter dadurch erledigt ist. Am Ende schaut Perry auf die aus den Rassenunruhen resultierenden Brände in der Stadt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde mit einem Etat von etwa 15 Millionen US-Dollar gedreht und von United Artists veröffentlicht. Hintergrund dieses Films sind die Rassenunruhen von Los Angeles, die 1992 stattfanden.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Berardinelli verglich den Film auf ReelViews mit den Filmen Training Day und L.A. Confidential. Er schrieb, der von Kurt Russell gespielte Charakter sei weniger klar gezeichnet als jener, für den Denzel Washington mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Berardinelli kritisierte einige Elemente der Handlung, die nicht funktionieren würden, wie das Filmende und die „unwahrscheinliche“ Beziehung zwischen Bobby Keough und Beth Williamson. Der Film sei jedoch „hineinziehend“ vom Anfang bis zum Ende. Berardinelli lobte stark die Darstellung von Kurt Russell.[2]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 21. Februar 2003, der Film folge der üblichen Formel der Polizeifilme. Er habe der Darstellung von Kurt Russell und den Bildern der Straßenschlachten zu verdanken, dass er etwas zu sagen habe. Ebert kritisierte die zahlreichen Nebenstränge der Handlung.[3]

Wolfgang Rupprecht schrieb im Filmspiegel.de, der Film sei „eindringlich und wenig subtil“. Er lobte sehr stark die Darstellung von Kurt Russell.[4]

Lisa Schwarzbaum schrieb in „Entertainment Weekly“, der Film gehöre zu den wenigen Filmen, die sich mit dem Thema und den Schattenseiten der Moral beschäftigen. Bis auf die Ausnahmen der Filme von David Mamet auf der einen Seite und die Verfilmungen der Romane von Tom Clancy auf der anderen Seite bewegen sich die meisten zeitgenössischen Filmcharaktere in einer ethischen Grauzone.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ving Rhames und Michael Michele wurden 2004 für den Black Reel Award nominiert.
  • Der Film wurde 2004 für den Political Film Society Award nominiert.
  • Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dark Blue (2002) Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 30. Januar 2018.
  2. Kritik von James Berardinelli
  3. Kritik von Roger Ebert
  4. Kritik von Wolfgang Rupprecht
  5. Kritik von Lisa Schwarzbaum

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]