Dark Mode

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Ein in MediaWiki.org selbst generierter Dark Mode durch eine individuelle CSS
Die Eclipse IDE im hellen, dunkleren und dunkelsten Thema

Der Dark Mode, manchmal auch Dunkler Modus oder Nachtmodus genannt, ist ein Farbschema, bei dem heller Text sowie helle Symbole und grafische Bedienelemente auf dunklem Hintergrund verwendet werden. Viele moderne Internetseiten, Programme und Betriebssysteme[1][2] bieten dem Benutzer einen optionalen dark-mode-Anzeigemodus.[3][4] Über die Nützlichkeit wird viel diskutiert, einige Nutzer finden den Dark Mode optisch ansprechender, andere lehnen diesen Modus prinzipiell ab.

Manchmal werden dunkle Farbschemata auch mit einem Blaulichtfilter kombiniert, um dessen Effekt zu verstärken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Computerarbeitsplätze, welche mit monochromen Bildschirmen auf Basis einer Kathodenstrahlröhre arbeiteten, nutzten systembedingt einen Dark Mode.[5] Es wurde eine anfangs nur grüne, später oft auch bernsteinfarbene Schrift auf dunklem Hintergrund dargestellt. Erst bei Bildschirmen mit VGA-Modus wurde begonnen, die klassische Farbverteilung von weißem Papier und dunkler Schrift zu imitieren. Windows 95 hatte aus historischen Gründen noch einen einschaltbaren Dark Mode, der aber wenig genutzt wurde.[6]

Mit Version iOS 13 hat Apple den Dark Mode in seinen iPhones und iPads integriert.[7] Enterprise-Versionen des Betriebssystems Windows 11 werden standardmäßig mit aktiviertem Dark Mode ausgeliefert.[8]

Medizinische Vorteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dark Mode wird von einigen Nutzern als augenschonender empfunden. Derartige persönliche Erfahrungen werden durch medizinische Studien jedoch noch nicht bestätigt. Allerdings wird anerkannt, dass bei übermäßiger Lichtempfindlichkeit der Augen (zum Beispiel Photophobie) der Dark Mode die Augen weniger schnell ermüden lässt, wenn die Umgebung, in der man sich befindet, auch dunkel ist.[9][10] Grundsätzlich empfiehlt beispielsweise das Deutsche Grüne Kreuz die Nutzung von hohen Kontrastwerten auf Bildschirmen und gleichzeitig den Verzicht auf grelle Farben.[7]

Stromverbrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei OLED-Bildschirmen kann der Dark Mode den Stromverbrauch wesentlich senken. Das hat längere Akku-Laufzeiten zur Folge. So verbraucht die Anzeige von Weiß bei voller Helligkeit etwa sechsmal so viel Strom wie reines Schwarz auf einem OLED-Display eines Google Pixel 2016.[11] Auch größere Bildschirme wie PC-Monitore und Fernseher können unter Einsatz des Dark Modes im täglichen Gebrauch merklich sparsamer betrieben werden.[12]

Technische Herausforderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um einen dunklen Modus zusätzlich zum hellen Modus anbieten zu können, genügt es meist nicht, die Text- und Hintergrundfarbe auszutauschen. Bei schwarzen Grafiken mit transparentem Hintergrund ergäbe sich zum Beispiel ein zu geringer Kontrast zum Seitenhintergrund.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. golem.de: Windows 11 mit Dark Mode
  2. winfuture.de: Dark Mode soll zum neuen Standard-Design werden
  3. Giga.de: Microsoft Word: Dark-Mode
  4. support.google.com: Android accessibility help
  5. Spektrum.de: Dark Mode: Woher kommt der Dunkelmodus auf dem Display?
  6. Chip.de: Windows 95 hat Geburtstag
  7. a b Yourfone.de: Dark Mode beim Apple-Gerät
  8. Swiss IT Magazine vom 19. Juli 2021 Dark Mode wird Standard
  9. Warum wir zukünftig mehr weiß auf schwarz lesen sollten. Abgerufen am 13. Mai 2022.
  10. Tipps und Tricks, Versicherungskonzern Wertgarantie Group
  11. Use Dark Mode to Conserve Your Phone's Battery Power. Abgerufen am 13. Mai 2022 (amerikanisches Englisch).
  12. Oliver Nickel: Mit dem Dark Mode Energie sparen. In: Golem.de. 26. August 2022, abgerufen am 15. Oktober 2022.