Darmstädter Tagblatt

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Darmstädter Tagblatt, 1. Generation

Beschreibung Darmstädter Tageszeitung
Sprache Deutsch
Erstausgabe 24. Oktober 1738
Einstellung 30. September 1986
Erscheinungsweise anfangs wöchentlich / später täglich
Darmstädter Tagblatt, 2. Generation

Beschreibung Darmstädter Wochenzeitung
Sprache Deutsch
Verlag Marktplatz Medien GmbH&Co KG (Deutschland)
Erstausgabe 19. September 2013
Einstellung Dezember 2017
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage 92.000 (Oktober 2015) Exemplare
Chefredakteur Arthur Schönbein
Herausgeber Klaus-Jürgen Hoffie, Helmut Markwort und Horst Vatter
Geschäftsführer Ulrich Diehl
Weblink Webseite des Darmstädter Tagblatts

Das Darmstädter Tagblatt war eine seit 1738 erschienene und ab 1874 so genannte Darmstädter Tageszeitung, deren Erscheinen 1986 eingestellt wurde.

Es gehörte als drittälteste deutsche Tageszeitung[1] mit zu den ältesten Blättern der Welt. Seit 24. Oktober 1738 erschien, anfänglich wöchentlich, in Darmstadt (erneut) eine Zeitung. Sie trug den Titel „Darmstädtische Frag- und Anzeigungs-Blättgen“ (mit „gnädigstem Privilegie“ des damaligen hessischen Landgrafen[1]). Daraus wurde 1874 das „Darmstädter Tagblatt“.[2]

Das Blatt erschien insgesamt 248 Jahre lang. 1986 wurde das traditionsreiche, in finanzielle Schwierigkeiten geratene Darmstädter Tagblatt der „Darmstädter Tagblatt Verlagsgesellschaft mbH“ durch ihren Konkurrenten, der „Darmstädter Echo Verlag und Druckerei GmbH“, (zusammen mit der Odenwälder Heimatzeitung) von der vormaligen Eigentümerin, der „Mainzer Verlagsanstalt“, abgekauft. Nach nur drei Monaten, am 30. September 1986, wurde das Darmstädter Tagblatt wegen wirtschaftlicher Verluste in Millionenhöhe wieder eingestellt, wobei die Verluste zumindest von zwei Verlagsmanagern mit verschuldet waren, die wegen millionenschwerer gefälschter und überhöhter Rechnungen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.[1][3]

Seit dem 19. September 2013 wird unter dem neuerlichen Titel „Darmstädter Tagblatt“ eine neue Darmstädter Zeitung als Wochenzeitung verlegt. Sie ist kostenlos und sollte zuerst unter dem Namen „Darmstädter Zeitung“ veröffentlicht werden, wurde aber nach einem Rechtsstreit mit dem Verlag des „Darmstädter Echo“ in Darmstädter Tagblatt umbenannt.[4] Herausgeber ist unter anderem Helmut Markwort.

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, digitalisiert die ULB Darmstadt ihren Bestand des Darmstädter Tagblatts 1740–1986 in zwei Projektphasen (1740–1941; noch unter Fördervorbehalt: 1949–1986).[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Darmstädter Tagblatt.de (Memento des Originals vom 27. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.darmstaedter-tagblatt.de
  2. Die W-Akten – Willis Besserwisserseite – 675 Jahre Darmstadt – 2 (Memento des Originals vom 30. April 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.w-akten.de
  3. Vom Schlag getroffenDer Spiegel 2/1987
  4. Editorial von Helmut Markwort in der Ausgabe vom 19. September 2013.
  5. Universitäts-und Landesbibliothek: Eine Darmstädter Zeitung in drei Jahrhunderten: Digitalisierung des Darmstädter Tagblatts (1740–1986). Abgerufen am 19. September 2021.

Koordinaten: 49° 52′ 20,2″ N, 8° 39′ 16,8″ O