Daryl Hall

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Daryl Hall (* 11. Oktober 1946 in Pottstown, Pennsylvania als Daryl Franklin Hohl) ist ein amerikanischer Sänger. Er ist eine Hälfte des Duos Hall & Oates.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hall wurde in seiner Kindheit durch seine Mutter stark von der Musik von Frank Sinatra beeinflusst. Mitte der 1960er Jahre begann er an der Temple University in Philadelphia zu studieren und sammelte 1966–67 erste Live- und Plattenerfahrungen in Philadelphia als Mitglied der Band The Temptones, die zwei Singles (Girl I Love You, Say These Words of Love) veröffentlichte. An der Universität lernte Hall 1967 John Oates kennen; die Bands der beiden Musiker waren im Adelphi Ballroom in Philadelphia aufgetreten.

Daryls erste Solosingles, The Princess and the Soldier und A Lonely Girl, wurden 1968 aufgenommen. Danach schloss er sich kurzzeitig der Band Pal and the Prophets an. Einen ersten eher zweifelhaften Charterfolg hatte er 1969 als Studiokeyboarder der Band The Electric Indian, die mit dem Instrumentalstück Keem-O-Sabe den 16. Platz der US-Charts erreichte. Daryl Hall sagte später von diesem Titel: „probably the worst record ever made in history“ (vermutlich die schlechteste Plattenaufnahme der Geschichte). 1969 gründete Daryl Hall ohne John Oates zur Aufnahme eines Albums die Band Gulliver, die noch im selben Jahr eine erfolglose LP veröffentlichte. Ein Jahr später brach die Gruppe auseinander.

Ab Dezember 1970 trat Daryl Hall mit John Oates live auf und bildete mit ihm das Duo Hall & Oates, das von 1974 bis 2005 insgesamt 34 Hits in den Billboard Hot 100 hatte. Mit 16 Top-Ten-Hits und sechs Nummer-eins-Hits avancierten Hall & Oates zum erfolgreichsten Duo der amerikanischen Popgeschichte. Bis 2017 erhielten Hall & Oates in den Vereinigten Staaten 11 Platin- und 13 Gold-Platten.

In Zusammenarbeit mit Robert Fripp nahm Daryl Hall 1977 unter dem Titel Sacred Songs ein Soloalbum auf. Wegen seines nach Meinung der Plattenfirma RCA unkommerziellen Charakters wurde es jedoch erst 1980 veröffentlicht. Daryl Hall war 1979 an Robert Fripps Album Exposure beteiligt und hat auf diesem Album einige Stücke gesungen.

Eine kurze Schaffenspause von Hall & Oates nutzte Daryl Hall zur Aufnahme seines zweiten Soloalbums Three Hearts in the Happy Ending Machine. Von diesem Album stammt der Hit Dreamtime. Zur Fußballweltmeisterschaft 1994 in den USA steuerte er, zusammen mit dem 40-köpfigen Chor und 10-köpfigen Orchester „The Sounds of Blackness“, den offiziellen WM-Song Gloryland bei. 1996 veröffentlichte Daryl das Album Can’t Stop Dreaming, das zunächst nur in Japan und erst 2003 in Europa und den USA erschien. 2011 folgte das Album Laughing Down Crying.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1980 Sacred Songs
RCA Victor 3573
300! 300! 300! 58
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1980
Produzent: Robert Fripp
1986 Three Hearts in the
Happy Ending Machine
RCA 7196
43
(4 Wo.)
300! 26
(5 Wo.)
29
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1986
Produzenten: Daryl Hall, David A. Stewart, Tom Wolk
1993 Soul Alone
Epic 53937
300! 300! 55
(4 Wo.)
177
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1993
Produzenten: Daryl Hall, Michael Peden,
Peter Lord Moreland, V. Jeffrey Smith
2011 Laughing Down Crying
Verve Forecast B0015927-02
300! 300! 300! 142
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. September 2011
Produzenten: Daryl Hall, Greg Bieck,
Paul Pesco, John Fields, Tom Wolk

weitere Alben

  • 1986: The Classic Ballads (Promo-Kompilation; RCA 6243)
  • 1996: Can’t Stop Dreaming (BMG)
  • 2004: Live in Philadelphia (limitiertes Livealbum, 2 CDs)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1986 Dreamtime
Three Hearts in the Happy Ending Machine
53
(6 Wo.)
300! 28
(8 Wo.)
5
(15 Wo.)
300! 36
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1986
Autoren: Daryl Hall, John Beebe
1986 Foolish Pride
Three Hearts in the Happy Ending Machine
300! 300! 300! 33
(13 Wo.)
91
(6 Wo.)
300! Erstveröffentlichung: Oktober 1986
Autoren: David A. Stewart, Tom Wolk
1986 I Wasn’t Born Yesterday
Three Hearts in the Happy Ending Machine
300! 300! 93
(2 Wo.)
300! 300! 300! Erstveröffentlichung: November 1986
Autoren: Daryl Hall, David A. Stewart, Sara Allen
1987 Someone Like You
Three Hearts in the Happy Ending Machine
300! 300! 300! 57
(8 Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: Januar 1987
Autor: Daryl Hall
1993 I’m in a Philly Mood
Soul Alone
71
(9 Wo.)
300! 52
(6 Wo.)
82
(2 Wo.)
300! 300! Erstveröffentlichung: September 1993
Autoren: Alan Gorrie, Daryl Hall, Peter Lord, V. Jeffrey Smith
1994 Stop Loving Me, Stop Loving You
Soul Alone
51
(13 Wo.)
300! 30
(6 Wo.)
300! 300! 300! Erstveröffentlichung: Dezember 1993
Autoren: Daryl Hall, Marvin Gaye, Sara Allen
1994 Help Me Find a Way to Your Heart
Soul Alone
300! 300! 70
(2 Wo.)
300! 300! 300! Erstveröffentlichung: Mai 1994
Autoren: Alan Gorrie, Daryl Hall, Peter Lord,
V. Jeffrey Smith, Mariah Carey, Walter Afanasieff
1994 Gloryland
Gloryland WorldCup USA 94
300! 37
(3 Wo.)
36
(4 Wo.)
300! 300! 300! Erstveröffentlichung: Juni 1994
mit Sounds of Blackness
Offizielles Titellied zur Fußball-WM ’94
Autoren: Charlie Skarbek, Rick Blaskey, Earle, Skornia
Trad. Arrangement
1994 Wildfire
Soul Alone
300! 300! 99
(1 Wo.)
300! 300! 300! Erstveröffentlichung: September 1994
Autoren: Daryl Hall, Peter Lord, V. Jeffrey Smith, Sara Allen

weitere Singles

  • 1968: The Princess and the Soldier (VÖ: Dezember)
  • 1969: A Lonely Girl
  • 1976: Heaven (mit Ruth Copeland; VÖ: Oktober)
  • 1977: The Reason Why (mit Gulliver; VÖ: April)
  • 1977: The Provider (VÖ: Juli)
  • 1980: Something in 4/4 Time
  • 1994: Love Revelation
  • 1995: Wherever Would I Be (mit Dusty Springfield)
  • 1996: Justify
  • 1996: Cab Driver
  • 1996: Ghetto Smile (B-Legit feat. Daryl Hall)
  • 2006: Girl Don’t Make Me Wait
  • 2011: Talking to You (Is Like Talking to Myself)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE CH UK Billboard Hot 100 Billboard 200
  2. Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, ISBN 0-89820-134-9
  3. Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0-89820-186-4
  4. Joel Whitburn: Hot Dance/Disco 1974–2003, ISBN 978-0-89820-156-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]