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Das Lied der Stille

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Folge 180 der Reihe 37 Grad
Titel Das Lied der Stille – Eine Einsiedlerin in Deutschland
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 39 Minuten
Regie Norbert Busè
Drehbuch Norbert Busè
Produktion Norbert Busè
Kamera Norbert Busè
Schnitt Norbert Busè
Premiere 25. Aug. 1998 auf ZDF
Episodenliste

Das Lied der Stille – Eine Einsiedlerin in Deutschland ist die 180. Folge der Sendung 37 Grad von Norbert Busè, die am 25. August 1998 erstmals im ZDF ausgestrahlt wurde.[1]

Das Lied der Stille – Eine Einsiedlerin in Deutschland porträtiert eine Ordensfrau, die sich für ein Leben als Eremitin entschieden hat: Sie lebt zurückgezogen in einem kleinen Häuschen in der Nähe einer Kapelle im Wald und gestaltet ihren Alltag in bewusster Abgeschiedenheit.[2] Der Film begleitet sie über einen längeren Zeitraum und beobachtet den Rhythmus ihres Tages zwischen Stille, Gebet und Meditation sowie der schlichten Arbeit in und mit der Natur; immer wieder werden dabei Naturbeobachtungen und Handgriffe des Alltags zu Momenten der Konzentration und inneren Sammlung verdichtet.[3] Zugleich zeigt der Film, dass Einsamkeit und Alleinsein für die Protagonistin nicht deckungsgleich sind: Neben der Zurückgezogenheit stehen Gespräche mit den wenigen Menschen, die zu ihr kommen – darunter auch Besucherinnen und Besucher aus der Stadt, die selbst nach Ruhe und Orientierung suchen.[3][4]

Zur Erstausstrahlung lief Das Lied der Stille – Eine Einsiedlerin in Deutschland am 25. August 1998.[1][5] In den zeitgenössischen Besprechungen fiel vor allem die konsequent „leise“ Erzählweise auf: In der taz beschreibt Claudia Sudik, wie der Film den üblichen TV-Rhythmus geradezu aushebelt und die Zuschauerinnen und Zuschauer in einen anderen Wahrnehmungsmodus führt – „Eine halbe Stunde keine überquasselten grellen Bilder, keine scheppernden Informationsketten, kein lärmendes Urteil“.[3]

Genau dieser Eindruck – dass das Fernsehen für einen Moment aussetzt, langsamer wird, still wird – wird auch in der Kritik der Thüringer Allgemeinen zugespitzt formuliert. Dort heißt es am Ende pointiert: „Es ist, als habe Fernsehen gerade Pause.“[6]

Weitere Stimmen betonen, dass Busè der Einsiedlerin gerecht werde, indem er auf Voyeurismus verzichte.[7] Und die Schwäbische Zeitung rückt den Film in die Tradition der „kleinen“ Fernsehstücke mit großer Wirkung: „Es gibt Filme, die sind sehr klein und trotzdem riesengroß“ – verbunden mit dem Urteil, Das Lied der Stille sei „ein filmisches Kleinod“.[8]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 37 Grad – 180 – Das Lied der Stille – Eine Einsiedlerin in Deutschland. In: wunschliste.de. Abgerufen am 28. Februar 2026.
  2. Karl Heinz Ranitzsch: Familienkreis Alstertal zum Wochenende in Breklum. In: MITEINANDER. 31 · Dezember - Februar · 2021 - 2022. Hamburg, S. 29 (johannes-prassek.de [PDF]): „eine Filmreportage über eine Ordensfrau, die als Einsiedlerin in einem kleinen Häuschen lebt, neben einer Kapelle im Wald.“
  3. 1 2 3 Claudia Sudik: Stammelnde Augen. In: TAZ. 27. August 1998, abgerufen am 28. Februar 2026.
  4. Das Lied der Stille – Eine Einsiedlerin in Deutschland. Film von Norbert Buse, ZDF/1998. In: PHOENIX Sendeplan Karfreitag, 25.03.2005. 24. März 2025, abgerufen am 28. Februar 2026.
  5. 180 - Das Lied der Stille – Eine Einsiedlerin in Deutschland. In: Fernsehserien - Episodenguide. Abgerufen am 28. Februar 2026.
  6. Ute Rang: Die Ruhe im tiefen Wald. In: Thüringer Allgemeine, 27. August 1998.
  7. Anne Schlesinger: Besuch bei einer freiwillig Einsamen. In: Die Welt. („Ein Film, der gleichzeernseh-Kritik“)
  8. Birgit Letsche: Klein und doch riesengroß. In: Schwäbische Zeitung, 27. August 1998.