Das Mädchen und der Staatsanwalt

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Film
OriginaltitelDas Mädchen und der Staatsanwalt
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1962
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Jürgen Goslar
Drehbuch Jürgen Goslar
Fred Ignor
Produktion Gero Wecker
Musik Hans-Martin Majewski
Kamera Werner M. Lenz
Schnitt Ira Oberberg
Besetzung

und als Gast Joachim Hansen: von Renate betreuter Patient

Das Mädchen und der Staatsanwalt ist ein 1961 gedrehtes, deutsches Kriminal- und Gesellschaftsmelodram mit Wolfgang Preiss und Elke Sommer in den Titelrollen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die noch minderjährige Renate führte eine Beziehung mit dem nur unwesentlich älteren Jochen Rehbert. Als dieser sie daheim bei ihrer Mutter über Nacht besucht, erregt dies einige Aufmerksamkeit bei spießigen und moralinsauren Nachbarn, die daraufhin Renates Mutter der Kuppelei bezichtigen. Der sich als Hüter der öffentlichen Moral und des bürgerlichen Anstands begreifende Staatsanwalt Soldan sorgt dafür, dass Mutter Hecker angeklagt und für ein Jahr ins Zuchthaus gehen muss. Renate Hecker unternimmt alles, um alsbald wie möglich ihre Mutter wieder freizubekommen. In ihrer Not wendet sie sich persönlich an Soldan und bittet ihn, von Angesicht zu Angesicht, um Gnade vor Recht.

Auch Soldan ist nur ein Mann und beginnt rasch den Reizen der attraktiven und rund 30 Jahre jüngeren Blondine zu erliegen. Der Staatsanwalt verschafft Renate eine Anstellung, macht sie zu seiner Geliebten und ermöglicht Mutter Heckers vorzeitige Entlassung. Nun droht der verheiratete, gutsituierte Jurist an seinen eigenen Moral- und Wertvorstellungen zu scheitern. Eines Tages ertappt ihn ein Jugendpfleger mit Renate in einer höchst verfänglichen Situation. Soldans Ehe und seine juristische Karriere scheinen ruiniert. Er muss daraufhin seinen Dienst quittieren, die auf dem Gnadenweg entlassene Mutter Hecker wird zurück hinter Gitter verbracht.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mädchen und der Staatsanwalt entstand im Herbst 1961, passierte am 2. März 1962 die FSK-Prüfung und wurde am 8. März 1962 in München uraufgeführt.

Die seit Stummfilmzeit filmende Dorothea Wieck erhielt hier ihre letzte Kinorolle, der 19-jährige Gottfried John gab in Das Mädchen und der Staatsanwalt sein Kinofilmdebüt.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paimann’s Filmlisten resümierte: „Zwar weder erstmalig noch kolportagefrei, aber in handfestem Berichtsstil mit meist gut geführten Akteuren und Chargen auf Vorder- und Hintertreppe regielich und optisch dynamisch aufbereitet.“[1]

„Alberner Groschenroman mit deutlicher Tendenz zur Schnulze.“

„Kolportagedrama um die vermuffte Moral der Adenauer-Ära. Fazit: Angestaubt, als Zeitdokument interessant.“

cinema-online

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Mädchen und der Staatsanwalt in Paimann’s Filmlisten@1@2Vorlage:Toter Link/nano.reizfeld.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Das Mädchen und der Staatsanwalt. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]