Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Film)

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Filmdaten
Deutscher TitelDas Schicksal ist ein mieser Verräter
OriginaltitelThe Fault in Our Stars
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2014
Länge126 Minuten
AltersfreigabeFSK 6[1]
JMK 10[2]
Stab
RegieJosh Boone
DrehbuchScott Neustadter
Michael H. Weber
ProduktionMarty Bowen
KameraBen Richardson
SchnittRobb Sullivan
Besetzung
Synchronisation

Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Originaltitel: The Fault in Our Stars) ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2014, das auf dem gleichnamigen Roman von John Green basiert. Der Film erzählt die Liebesgeschichte zweier schwerkranker Jugendlicher und kam am 12. Juni 2014 in die deutschen Kinos.[3] Gedreht wurde der Film in Pittsburgh und Amsterdam.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sechzehnjährige Hazel leidet an Schilddrüsenkrebs und wird von ihren Eltern zu einer Selbsthilfegruppe geschickt. Dort lernt sie Augustus „Gus“ Waters kennen, einen ehemaligen Sportler, der durch Knochenkrebs ein Bein verloren hat und der eine große Anziehungskraft auf Hazel ausübt. Die beiden Jugendlichen verbindet zudem ein beißender Galgenhumor, doch Hazel hat aufgrund ihrer Krankheit Angst, sich zu binden. Augustus' Angst besteht darin, nach seinem Tod vergessen zu werden. Gus schenkt Hazel seinen gesponserten Feenwunsch und die beiden fliegen mit Hazels Mutter nach Amsterdam, um dort Hazels Lieblingsautor Peter Van Houten zu besuchen.

Nachdem Augustus Hazel bei einem Abendessen seine Liebe gesteht, entpuppt sich der Besuch bei Van Houten als Reinfall. Zusammen mit dessen Assistentin besuchen sie das Anne-Frank-Haus. Dort wird Hazel klar, dass sie Gus liebt und sie küssen sich. Als sie ins Hotel zurückkehren, schlafen sie miteinander. Am Tag des Rückflugs erzählt Gus Hazel, dass sein Krebs schlimmer als vorher zurückgekehrt sei. Nach der Rückkehr in die USA beginnt Gus eine Therapie, deren Erfolgsaussichten allerdings als gering angesehen werden. Eines Abends ruft Gus panisch Hazel an und bittet sie, zu ihm an eine Tankstelle zu kommen. Sein Zustand hat sich so verschlechtert, dass Hazel entgegen Gus’ Bitte einen Krankenwagen ruft. Nach dem Krankenhausaufenthalt besucht Gus Hazel im Rollstuhl und bittet sie, eine Grabrede für ihn zu schreiben. Gus veranstaltet eine Vor-Beerdigung, bei der Isaac, Gus’ bester Freund und aufgrund von Krebs erblindet, und Hazel ihre Grabreden halten, damit Gus sie hören kann.

Acht Tage nach der Vor-Beerdigung stirbt Gus. Hazel hält auf seiner Beerdigung eine andere Rede, da sie erkennt, dass es nun nicht mehr darauf ankommt, den Verstorbenen zu ehren, sondern die Trauernden zu trösten. Peter Van Houten ist auf Wunsch von Gus extra angereist: Dieser wollte, dass Hazel doch noch Antworten auf ihre Fragen zu ihrem Lieblingsbuch erhält. Dieses handelt ebenfalls von einem Menschen, der an Krebs stirbt, und sie möchte wissen, was mit den anderen Menschen im Buch danach geschieht. Sie möchte nachempfinden, wie es ihren eigenen Eltern nach ihrem Tod gehen wird. Van Houten gibt Hazel einen Brief, doch sie will nicht mit ihm reden. Bei einem Gespräch mit Isaac erzählt dieser ihr, es sei die Grabrede von Gus für ihre Beerdigung. Hazel liest sie, und der Film endet damit, dass sie, genau wie am Anfang, auf der Wiese liegt.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die 2012 erschienene Romanvorlage Das Schicksal ist ein mieser Verräter schon äußerst erfolgreich gewesen war,[4] konnte der erste Filmtrailer in den ersten 24 Stunden nach seiner Veröffentlichung am 29. Januar 2014 bereits drei Millionen Aufrufe verzeichnen; inzwischen (Stand 23. Dezember 2014) hat sich die Zahl der Klicks auf fast 30,5 Millionen erhöht.[5][6]

In den USA kam der Film am 6. Juni 2014 in die Kinos und spielte weltweit bei Produktionskosten von rund 12 Millionen US-Dollar mehr als 307 Millionen US-Dollar ein.[7]

Die Filmfassung auf Blu-ray ist eine Extended-Version und annähernd sieben Minuten länger als die Kinoversion.[8]

Der Film hatte seine TV-Premiere am 17. April 2016 auf dem Fernsehsender ProSieben.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt zum größten Teil positive Kritiken. Die Kritikensammlung Rotten Tomatoes verzeichnet eine zu 88 % positive Bewertung, basierend auf 166 professionellen Kritiken.[9]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation erfolgte durch die Berliner Synchron AG Wenzel Lüdecke mit Dialogbuch und -regie von Clemens Frohmann.[10]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Hazel Grace Lancaster Shailene Woodley Kristina Tietz
Augustus ‚Gus‘ Waters Ansel Elgort Patrick Roche
Isaac Nat Wolff Sebastian Fitzner
Frannie Lancaster Laura Dern Sabine Jaeger
Michael Lancaster Sam Trammell Gunnar Helm
Peter Van Houten Willem Dafoe Reiner Schöne
Lidewij Vliegenthart Lotte Verbeek Marie Bierstedt
Dr. Maria Ana Dela Cruz Katrin Zimmermann
Mrs. Waters Milica Govich Ulrike Hübschmann
Mr. Waters David Whalen Tobias Lelle
Monica Emily Peachey Naemi Simon
Patrick Mike Birbiglia Nico Mamone
Kellner Jean Brassard Uli Krohm
PJ PJ Rossotto Cedric Eich

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Autor der Romanvorlage, John Green, übernahm die Rolle eines Vaters, dessen Tochter Hazel am Flughafen auf ihren Atemschlauch anspricht.[11] Die Szene ist in der Kinofassung nicht enthalten,[12] wohl aber in der erweiterten Fassung.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik erschien am 19. Mai 2014 unter dem Namen The Fault in Our Stars (Music from the Motion Picture). Herausgeber ist das Label Atlantic Records, eine Tochter der Warner Music Group.

Nr. TitelInterpret Länge
1. All of the Stars  Ed Sheeran 3:55
2. Simple as This  Jake Bugg 3:17
3. Let Me In  Grouplove 3:59
4. Tee Shirt  Birdy 2:39
5. All I Want  Kodaline 5:06
6. Long Way Down  Tom Odell 2:30
7. Boom Clap  Charli XCX 2:49
8. While I'm Alive  STRFKR 3:48
9. Oblivion  Indians 3:39
10. Strange Things Will Happen  The Radio Dept. 4:26
11. Bomfalleralla  Afasi & Filthy 3:57
12. Without Words  Ray LaMontagne 4:18
13. Not About Angels  Birdy 3:09
14. No One Ever Loved  Lykke Li 4:05
15. Wait  M83 5:44
Gesamtlänge:
1:01:00

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2014 (PDF; Prüf­nummer: 145 096 K).
  2. Alterskennzeichnung für Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Jugendmedien­kommission.
  3. Das Schicksal ist ein mieser Verräter. moviepilot. Abgerufen am 5. März 2013.
  4. Bob Minzesheimer: John and Hank Green rock Carnegie Hall. USA Today. 16. Januar 2013. Abgerufen am 23. Februar 2014.
  5. Kellogg, Carolyn: Jacket Copy: Books, Authors, and all Things Bookish. In: Los Angeles Times. 30. Januar 2014. Abgerufen am 23. Februar 2014.
  6. The Fault in Our Stars Trailer auf YouTube
  7. boxofficemojo.com, abgerufen am 2. November 2015
  8. Vergleich der Fassungen auf schnittberichte.com, abgerufen am 9. Oktober 2014
  9. Das Schicksal ist ein mieser Verräter bei Rotten Tomatoes (englisch)
  10. Das Schicksal ist ein mieser Verräter. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 2. März 2017.
  11. Jamie Atkin: Here’s Your First Look At John Green’s “The Fault In Our Stars” Cameo. BuzzFeed. 27. Mai 2013. Abgerufen am 3. Juli 2014.
  12. 5 Of John Green’s Most Awesome Quotes About ‘The Fault In Our Stars’ Movie Adaptation. International Business Times. 2. Juni 2014. Abgerufen am 7. Juni 2014.