Das Wunderhorn

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Das Wunderhorn ist ein deutscher Buchverlag mit Sitz in Heidelberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag wurde 1978 von Angelika Andruchowicz, Manfred Metzner und Hans Thill gegründet.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwerpunkt des Verlagsprogramms liegt auf zeitgenössischer Prosa und Poesie, auf frankophoner Literatur, Büchern über Kunst, sowie auf literarischen und interkulturellen Reihen wie z. B. das Projekt Deutsche Reise nach Plovdiv. Das Verlagsprogramm umfasst Buchreihen („Edition Künstlerhaus“, „Deutsche Reise nach Plovdiv“, „Poesie der Nachbarn“, „VERSschmuggel“), Künstlerbücher, Design (Bruno Munari, Ralf Christofori), Ausstellungsaktivitäten (Pierre Verger, Ré Soupault), Kooperationen mit Museen (Museum Prinzhorn, Museum Ritter, Kurpfälzisches Museum Heidelberg, Völklinger Hütte), mit Kunstvereinen (Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, Stuttgart) und dem Theater Heidelberg.

Einen besonderen Platz im Verlagsprogramm haben die Werkausgabe des französischen Surrealisten Philippe Soupault und das fotografische Werk von Ré Soupault. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Erforschung des Nationalsozialismus am Beispiel Heidelbergs und seiner Universität (Emil Julius Gumbel, Medizin im Nationalsozialismus, Jüdisches Leben in Heidelberg). Dem literarischen und kulturellen Leben Heidelbergs spürt der Verlag mit Michael Buselmeiers „Literarischen Führungen“ nach. Mit dem Deutschlandfunk-Lyrikkalender und zahlreichen Anthologien war und ist der Verlag einer der profiliertesten Verlage für Poesie in Deutschland. Im interkulturellen Dialog setzt Wunderhorn seit Jahren mit Édouard Glissant (Kultur und Identität), Jean-Marie Gustave Le Clézio (Nobelpreis für Literatur 2008), Abdelwahab Meddeb (Die Krankheit des Islam, Zwischen Europa und Islam), Dany Laferrière (Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2014 für den Roman Das Rätsel der Rückkehr), Patrick Chamoiseau besondere Akzente. Seit 2010 werden in der Buchreihe „AfrikAWunderhorn“ Autoren der zeitgenössischen afrikanischen Literatur übersetzt, so etwa Helon Habila, Binyavanga Wainaina, Maaza Mengiste, Lebogang Mashile etc.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geschäftsführer Manfred Metzner war von 2000 bis 2010 zugleich Vorstandsvorsitzender der Kurt-Wolff-Stiftung, die den gleichnamigen Literaturpreis für anspruchsvolle Verlage vergibt.[1][2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Presseerklärung der Kurt Wolff Stiftung Leipzig 10. Januar 2008
  2. Presseerklärung der Kurt Wolff Stiftung Leipzig 30. August 2010