Das blaue Licht (1976)

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Filmdaten
Originaltitel Das blaue Licht
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1976
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie Iris Gusner
Drehbuch Dieter Scharfenberg (Szenarium)
Iris Gusner
Produktion DEFA, KAG „Johannisthal“
Musik Gerhard Rosenfeld
Kamera Jürgen Lenz
Schnitt Helga Krause
Besetzung

(synchronisiert von Jaecki Schwarz!)

Das blaue Licht ist ein deutscher Märchenfilm der DEFA von Iris Gusner aus dem Jahr 1976. Der in den DEFA-Studios der DDR entstandene Film basiert auf dem Grimm’schen Märchen Das blaue Licht.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bauer Hans ist als Soldat in den Krieg gezogen. Zurückgekehrt und von seinem König um den Sold betrogen, macht er sich auf den Weg nach Hause. Da begegnet er einer Hexe, die ihn bittet, ihr ein Licht aus dem Brunnen zu holen. Er behält es, als die Hexe ihn hintergehen will, und entdeckt dessen Zauberkraft. Beim Entzünden erscheint ein Männlein, das beim Besitzer des Lichts dienen muss, aber es vermag nur so viel, wie dieser sich selbst traut. Mutig geworden, geht Hans noch einmal zum König, um seinen Sold zu verlangen. Er wird wiederum abgewiesen, und so entführt er dessen Tochter, die ihm den Haushalt führen muss. Die Häscher des Königs fangen ihn, der Galgen ist schon aufgestellt, da rettet der aus Versehen abgegebene Kanonenschuss eines Räubers sein Leben.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der die Grimmsche Vorlage Das blaue Licht im Sinne der herrschenden Ideologie interpretierende Film der DEFA, war die erste Regiearbeit von Iris Gusner und ihr einziger Märchenfilm.

Die Uraufführung im Kino war am 14. März 1976, am 17. Dezember 1977 wurde er zum ersten Mal im Fernsehen DFF 1 ausgestrahlt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Hier wurde nicht nur schlechthin kulturelles Erbe übernommen, sondern sinnvoll und im positiven Sinne verarbeitet, angereichert; dem Phantastisch-Realistischen weiter Raum gegeben – ein Film, der in Aussage und Wirkung weit über den Märchengehalt hinausgeht. Der Film stellt Bezüge zu unserem realistischen Heute her, berührt das Problem der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Unaufdringlich wird bewiesen, was das Männlein zu Beginn des Films in den Raum stellte: Die Macht hat der, der sie zu gebrauchen weiß …“

Ingeborg Zimmerling: Filmspiegel[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das blaue Licht. In: Ingelore König, Dieter Wiedemann, Lothar Wolf (Hrsg.): Zwischen Marx und Muck. DEFA-Filme für Kinder. Henschel, Berlin 1996, ISBN 3-89487-234-9, S. 215–216.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ingeborg Zimmerling; in: Filmspiegel, 3/1976, Berlin