Das stumme Duell

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Filmdaten
Deutscher Titel Das stumme Duell
Originaltitel Shizukanaru Kettō
Shizukanaru ketto poster.jpg
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1949
Länge 95 Minuten
Stab
Regie Akira Kurosawa
Drehbuch Senkichi Taniguchi
Musik Akira Ifukube
Kamera Shoichi Aizaka
Schnitt Masanori Tsujii
Besetzung

Das stumme Duell (jap. 静かなる決闘, Shizukanaru Kettō) ist ein im Jahr 1949 von Daiei produziertes Schwarzweiß-Filmdrama nach dem Stück von Kazuo Kikuta. Regie führte Akira Kurosawa.

Handlung[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs steckt sich der junge und idealistische Arzt Kyoji Fujisaki bei einem Soldaten durch eine sich während einer Operation in einem Militärlazarett zugefügte Schnittwunde am Finger mit der Syphilis an. Heimgekehrt, arbeitet er in dem Krankenhaus seines Vaters Konosuke Fujisaki und versucht bestmöglich seine Krankheit zu behandeln. Obwohl er sich moralisch nichts zu Schulden kommen lassen hat, kann er mit seinem Gewissen seine Verlobung mit Misao Matsumoto nicht mehr vereinbaren und löst die Verlobung ohne weitere Erklärungen. Misao ist am Boden zerstört, aber entschließt sich entgegen ihren Gefühlen einen anderen Mann zu heiraten. Währenddessen trifft Kyoji auf Susumu Nakada, den Soldaten aus dem Lazarett, bei dem er sich angesteckt hatte. Er muss feststellen, dass dieser, entgegen sämtlicher Moral, auch seine Frau mit der Syphilis angesteckt hat, die nun ein Kind erwartet. Für Susumu und sein noch ungeborenes Kind kommt jegliche Rettung zu spät, aber seine Frau kann noch rechtzeitig mit einer Behandlung beginnen. Obschon der Film eine tragischen Grundstimmung hat, endet er lebensbejahend.

Kritik[Bearbeiten]

Vincent Canby bezeichnet den Film als Fußnote einer großen Karriere und benennt als Problem, dass das Grundthema des Filmes, die Syphiliserkrankung, nicht mehr den Schrecken der Entstehungszeit des Filmes habe.[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

Das stumme Duell ist der einzige Film Kurosawas, der nach einem zeitgenössischen Theaterstück entstand.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik in der New York Times vom 25. November 1983
  2. http://www.filmmuseum.at/jart/prj3/filmmuseum/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1216730387413&veranstaltungen_id=1246972742960&anzeige=