Das zweite Leben (Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert)

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Episode der Serie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert
TitelDas zweite Leben
OriginaltitelThe Inner Light
TNG DE Titel neu.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Länge 45 Minuten
Einordnung Staffel 5, Episode 25
125. Episode insgesamt (Liste)
Erstausstrahlung 30. Mai 1992
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
9. Mai 1994 auf Sat.1
Stab
Regie Peter Lauritson
Drehbuch Morgan Gendel,
Peter Allan Fields;
Idee: Morgan Gendel
Produktion David Livingston
Musik Jay Chattaway
Kamera Marvin V. Rush
Schnitt Robert Lederman
Gastauftritt(e)
Chronologie

Nachfolger →
Gefahr aus dem 19. Jahrhundert

Das zweite Leben (Originaltitel: The Inner Light) ist eine Episode der US-amerikanischen Science-Fiction-Fernsehserie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert, zu deren fünfter Staffel sie gehört. Darin durchlebt Captain Picard unter dem Einfluss einer fremden Sonde einen jahrzehntelangen Zeitraum des Lebens auf einem Planeten, der durch eine Nova langsam unbewohnbar wird. Die Episode wurde im US-Fernsehen erstmals 1992 ausgestrahlt, im deutschen Fernsehen erstmals 1994, und gilt unter Kritikern als eine der besten der Serie. Sie wurde mit dem Science-Fiction-Preis Hugo ausgezeichnet.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als die Enterprise einer unbekannten Sonde begegnet, lässt diese durch einen Strahl Captain Picard ohnmächtig werden. Er erwacht in einer dörflichen Gemeinschaft, wo man ihn als Kamen kennt, der mit seiner Frau Eline verheiratet ist. Zunächst weigert sich Picard alias Kamen, sein dortiges Leben zu akzeptieren, und stößt damit auf Verwunderung bei Eline und den anderen Dorfbewohnern. In der Form von Elines Halsumhänger, der dieselbe Form wie die Sonde hat, glaubt Kamen etwas Bekanntes zu erkennen.

Fünf Jahre später und sichtlich gealtert, hat sich Kamen damit abgefunden, sein Leben in dem Dorf zu akzeptieren, welches sich auf dem Planeten Katan befindet, auf dem sich eine unerklärliche Dürre ausbreitet und verstärkt. Kamen widmet sich unter anderem dem Flötespielen und verspricht Eline die von ihr lange ersehnten, eigenen Kinder. Als Riker den von der Sonde ausgehenden Strahl trennen lässt, droht Picard zu sterben, weshalb die Crew ihre Bemühungen zur Unterbrechung des Strahls abbricht. Im selben Moment droht der mittlerweile zweifache Vater Kamen zu sterben.

Nachdem viele Jahre in Kamens Leben vergangen sind – Kamen ist inzwischen ein Greis –, findet seine Tochter Meribor bei Bodenuntersuchungen heraus, dass der Planet stirbt. Unterdessen hat La Forge die Flugbahn der Sonde zurückverfolgt und die Crew entdeckt, dass die Sonne des Sonnensystems von Katan, von dem die Sonde ausging, bereits vor 1000 Jahren zur Supernova geworden ist und dabei den Planeten vernichtet hat. Als Kamen davon erfährt, dass der Verwalter des Dorfes schon seit langem davon weiß, dass der Planet wegen der zunehmenden Trockenheit dem Untergang geweiht ist, schlägt Kamen vor, eine Botschaft ins All zu schicken. Kurz darauf versetzt ihn der Tod seiner Frau in tiefe Trauer.

Jahre später und bei mittlerweile lebensgefährlich hoher Sonnenstrahlung lässt die Planetenbevölkerung eine Rakete ins All starten. Ein längst verstorbener Freund und seine Frau erscheinen plötzlich und erklären Kamen, dass es Kamen ist, den sie mit der Sonde in der Zukunft treffen wollten, um ihm die Geschichte des Dorfes und des Planeten zu vermitteln, ehe der Planet untergeht. Der nunmehr wiedererwachte Picard erfährt, dass seit seinem Sturz in die Ohnmacht nur weniger als eine halbe Stunde vergangen ist, und erhält aus der geborgenen Sonde die Flöte, mit der er bzw. Kamen einst auf Katan spielte.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Episode wurde in der Kategorie Beste dramatische Darbietung 1993 mit dem Science-Fiction-Preis Hugo Award ausgezeichnet. Zudem wurde sie für das beste Make-up für einen Emmy Award nominiert.

Das US-Science-Fiction-Magazin Cinefantastique bewertete die Episode mit drei von vier Sternen. Es lobte das Make-up, die Leistungen der Nebendarsteller und des Szenenbildners, beanstandete aber unter anderem, dass die Implikationen von Picards Wiedererwachen nach dem Erleben von 50 Jahren eines anderen Lebens nicht erforscht werden.[1]

Die Episode wurde mehrfach als eine der besten nicht nur der Serie, sondern Star Treks bewertet.[2]

Unter dem Titel The Outer Light erschien ein 12-teiliger Comic, der die Episode adaptiert. Er wurde mitgeschrieben von Morgan Gendel, dem Drehbuchautor der Episode, und im Internet veröffentlicht.[3]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patrick Stewarts echter Sohn Daniel Stewart hatte in der Rolle des Batai einen Gastauftritt. Die Dreharbeiten erfolgten bis auf eine Aufnahme im Studio. Für die Szenen auf der Enterprise musste Patrick Stewart ausschließlich regungslos auf der Brücke liegen. Jonathan Frakes erlaubte sich einen Scherz während der Dreharbeiten. Er erwiderte: „Laßt ihn sterben, dann kann ich seinen Platz einnehmen.“ als Gates McFadden laut Drehbuch erklärt, dass der Captain sterben könnte wenn man die Verbindung zur Sonde trennt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cinefantastique Nr. 2/3, Okt. 1992 (Vol. 23), S. 101
  2. The Writer Of Star Trek's 'The Inner Light' Talks About His New Sequel, in: Forbes Magazine vom 23. April 2012, abgerufen am 22. Januar 2015
  3. The Outer Light, archiviert im Internet Archive am 24. April 2015, abgerufen am 22. Januar 2015
  4. Ralph Sander „Das Star Trek Universum“ – Band 1 – Seite 522–523 – Heyne Verlag – ISBN 3-453-07759-8