Dassiefen

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Dassiefen
Gemeinde Lindlar
Koordinaten: 51° 2′ 56″ N, 7° 26′ 54″ O
Höhe: 260 m ü. NN
Postleitzahl: 51789
Vorwahl: 02266
Dassiefen (Lindlar)
Dassiefen

Lage von Dassiefen in Lindlar

Ortsansicht von Dassiefen
Ortsansicht von Dassiefen

Die Ortschaft Dassiefen ist ein Ortsteil der Gemeinde Lindlar, Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Obwohl nur unwesentlich mehr als eine Ansammlung von Häusern, ist Dassiefen ein eigenständiger Ortsteil von Lindlar.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dassiefen liegt östlich von Lindlar an der Grenze zur Stadt Gummersbach zwischen Scheel und Oberleppe oberhalb des Leppetal. Östlich von Dassiefen liegt der Mühlenberg mit 292 m.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dassiefen wurde schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts Eisenerz geschürft. 1526 wurde in der Lindlarer Kirchenrechnung die „berchlude uff dem dassyffen“ vermerkt. [1] Im Leppetal verlief die damalige Landesgrenze, auf der bergischen Seite entstanden die Eibacherhammer und auf märkischer Seite die Müllershammer.

Aus der Charte des Herzogthums Berg des Carl Friedrich von Wiebeking von 1789 geht hervor, dass der Ortsbereich zu dieser Zeit Teil der Honschaft Scheel im Oberen Kirchspiel Lindlar im bergischen Amt Steinbach war.[2]

Die Preußische Uraufnahme von 1840 zeigt den Wohnplatz unter dem Namen Dachsiefen. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1894/96 ist der Ort auf Messtischblättern regelmäßig als Dassiefen verzeichnet.

1822 lebten 16 Menschen im als Haus kategorisierten Ort, der nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Administration und deren Ablösung zur Bürgermeisterei Lindlar im Kreis Wipperfürth gehörte.[3] Für das Jahr 1830 werden für Dassiefen und Ufer zusammen 30 Einwohner angegeben.[4] Der 1845 laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln als Hof kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit zwei Wohngebäude mit 17 Einwohnern, alle katholischen Bekenntnisses.[5] Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt Dassiefen 1871 mit drei Wohnhäusern und 20 Einwohnern auf.[6]

Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden für Dassiefen vier Wohnhäuser mit 18 Einwohnern angegeben.[7] 1895 besitzt der Ort fünf Wohnhäuser mit 21 Einwohnern und gehörte konfessionell zum evangelischen Kirchspiel Hülsenbusch und zum katholischen Kirchspiel Frielingsdorf.[8] 1905 werden vier Wohnhäuser und 20 Einwohner angegeben.[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Am steinernen Kreuz“: etwa 1 km von Dassiefen steht im Wald ein ehemaliges Grabkreuz aus dem Jahre 1678.

Busverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächsten Linienbushaltestellen sind Scheel und Berghausen Abzw. im Leppetal.

Schulbushaltestelle Dassiefen:

  • Z41b Dassiefen – Oberbrochhagen (Schulbuszubringer)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dassiefen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte (= Beiträge zur Oberbergischen Geschichte. Sonderbd. 1). Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3.
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898
  3. Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 1. Karl August Künnel, Halle 1821.
  4. Friedrich von RestorffTopographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830
  5. Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]
  6. Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.
  7. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.
  8. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.
  9. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.