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Data Becker

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Data Becker GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 7. Januar 1981[1]
Auflösung 31. März 2014[2]
Auflösungsgrund Geschäftsaufgabe
Sitz Schanzenstraße 131
40549 Düsseldorf
Leitung Achim Becker
Harald Becker (Geschäftsführer)
Umsatz 28,7 Millionen € (2007)
Branche Informatik

Die Data Becker GmbH & Co. KG (als Wortmarke in der Schreibweise DATA BECKER) war einer der ersten deutschen IT-Fachverlage sowie ein Unternehmen für Software und Computerzubehör mit Sitz in Düsseldorf. Zum 31. März 2014 stellte das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit ein.[3]

Ehemaliger Firmenhauptsitz in Düsseldorf-Bilk im Jahre 2004. Das Ladenlokal wurde 2011 aufgegeben sowie das Haus selbst nach der Schließung 2014 abgerissen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das am 7. Januar 1981[1] von den Brüdern Achim und Harald Becker, Söhne des Düsseldorfer Autohändlers Wilhelm Becker, zunächst als Fachgeschäft für Computerzubehör gegründete Unternehmen stieg 1983 in das Verlagsgeschäft ein, nachdem Homecomputer wie der C64 kommerziell erfolgreich wurden,[4][5] und veröffentlichte seitdem Software, IT-Literatur und Computer-Fachzeitschriften.

In den 1980er Jahren wurde das Unternehmen auch dadurch bekannt, dass es unter anderem Detektive gegen Raubkopierer einsetzte.[6]

1984 galt Data Becker als größter Computerfachverlag der Bundesrepublik und erwirtschaftete einen Umsatz von 39 Millionen D-Mark.[7] 1996 erzielte man einen Umsatz von 113,5 Millionen DM.[8] 2001 beschäftigte Data Becker rund 160 Mitarbeiter. Die Firmenzentrale von Data Becker befand sich in Düsseldorf-Bilk, die Zeitschriftenredaktion und der Buchverlag in unmittelbarer Nähe. Das Ladengeschäft wurde bereits 2011 aufgegeben.

Am 9. Oktober 2013 gab Data Becker bekannt, dass das Unternehmen zum 31. März 2014 den Betrieb einstellt. Teile der Firma sollen verkauft werden. Der Support der aktuellen Softwareangebote sollte nach der Schließung durch andere Unternehmen weitergeführt werden.[2]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich Software veröffentlichte Data Becker zuletzt vor allem Programme für Internetprojekte (Webseiten, Onlineshop, Community) und Privatanwender (System-Tools, Druckanwendungen und Planersoftware, „Goldene Serie“).[9] Letzte Produkte im Software-Segment waren Web to date und PDF Professional.[10][11] 2000 veröffentlichte man das von Related Designs entwickelte Computerspiel America: No Peace Beyond the Line.[12] Ebenso wurden PC-Zubehör wie Tintenpatronen und Reinigungsprodukte angeboten. Produkte des Unternehmens wurden in mehreren europäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten vertrieben.[13]

Der Verlag veröffentlichte Computerbücher für Anwender und Fachbücher zu Themen wie der Digitalfotografie. Monatlich erschien die Computer-Fachzeitschrift PC Praxis, die 1994 eine Auflage von 200.000 Exemplaren[14] und im 1. Quartal 2012 von 61.800 Exemplaren[15] hatte.

In unregelmäßigen Abständen wurden auch diverse monothematische Sondertitel veröffentlicht wie die Windows Intern (2004 bis 2013), Linux Intern (1998 bis 2013) und die eher Webdesigner und Programmierer ansprechende Internet Intern (2001 bis 2013). Zudem wurden regelmäßig Sonderhefte wie webselling (E-Commerce), Foto Praxis (Digitalfotografie) und Mac Praxis (Apple) veröffentlicht. Bereits vor der Schließung des Verlages wurden die Zeitschriftentitel PC Intern (von 1995 bis 2007) und Online Praxis (von 1996 bis 2002) eingestellt.

Ebenfalls erschien in der Reihe seit dem Jahr 2006 das Open Source Magazin mit DVD.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Data Becker will auch nach 30 Jahren noch ein Startup sein. Focus online, 5. Januar 2011; abgerufen am 8. April 2012
  2. a b Michael Kroker: IT-Verlag: Data Becker wird 2014 geschlossen. In: WirtschaftsWoche Online. 9. Oktober 2013, abgerufen am 9. Oktober 2013.
  3. Data Becker. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 9. April 2014.@1@2Vorlage:Toter Link/www.databecker.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  4. Data Becker will auch nach 30 Jahren „immer wieder neu erfunden“ sein. shortnews.de, 6. Januar 2011; abgerufen am 8. April 2012
  5. Computer: Wie eine Epidemie. In: Der Spiegel. Nr. 16, 1983, S. 67–71 (online).
  6. Computer: Eng und holzig. In: Der Spiegel. Nr. 5, 1987, S. 81–83 (online).
  7. Gelenkig in die Lücke springen. In: Der Spiegel. Nr. 33, 1985, S. 60–63 (online).
  8. CD-ROM Kritik: Das große Lexikon von Data Becker. In: Die Zeit, Nr. 16/1996
  9. Faxen vom Bildschirm. In: Der Spiegel. Nr. 11, 1994, S. 253 (online).
  10. Es muss nicht immer Adobe sein. In: Spiegel Online. 9. Mai 2009, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  11. netzwelt.de
  12. golem.de
  13. „Der Prophet zählt im eigenen Lande nichts“ – Interview mit Dr. Achim Becker mediabiz.de, 22. Januar 2001; abgerufen am 8. April 2012
  14. Auf der Jagd nach Publikum und Anzeigenkunden bringen sich die Computermagazine gegenseitig um den Verstand: User in der Tlplawine – ratlos. In: Die Zeit, Nr. 47/1994
  15. (IVW 01/2012)