Datenframe

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Ein Datenframe ist eine Protocol Data Unit auf der Sicherungsschicht des OSI-Modells. Der Begriff Frame ist im OSI-Modell klar von dem Begriff Paket zu unterscheiden, da dieser für die Vermittlungsschicht verwendet wird.

Ein Datenframe besteht aus:

  • Ziel- und Quell-Adressen: schichtspezifisch, auch Hardware- oder MAC-Adressen genannt
  • Steuerinformationen zur Datenflusssteuerung
  • Nutzdaten des Pakets der Vermittlungsschicht
  • Prüfsummen zur Gewährleistung der Datenintegrität

Der Datenframe bei Ethernet (IEEE-802.3)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Ethernet-Frame im Kontext mit maximalen IPv4- / TCP-Daten
Schicht 4: TCP-Segment TCP-Header Nutzlast (1460 bytes)
Schicht 3: IP-Paket IP-Header Nutzlast (1480 bytes)
Schicht 2: Ethernet-Frame MAC-Empfänger MAC-Absender 802.1Q-Tag (opt.) EtherType Nutzlast (1500 bytes) Frame Check Sequence
Schicht 1: Ethernet-Paket+IPG Präambel Start of Frame Nutzlast (1518/1522 bytes) Interpacket Gap
Oktette 7 1 6 6 (4) 2 20 20 (6–)1460 4 12

Standardmäßig ist der Ethernet-Datenframe maximal 1518 Byte groß, von denen 18 Byte für den Header und Trailer reserviert sind. Für das Datenfeld stehen dann 1500 Byte zur Verfügung, von denen 46 Byte verwendet werden müssen, damit die Mindestrahmenlänge von 64 Byte zur Gewährleistung der Kollisionserkennung eingehalten wird.

Da ein IP-Paket 64 kB groß sein kann, würde es nicht in einen Datenframe passen. Deshalb wird ein IP-Paket vor der Übertragung zur Schicht 2 so zerlegt, dass es in einen Datenframe passt. Diese Zerlegung wird Fragmentierung genannt. Über die Maximum Transmission Unit (MTU) kann die maximale Paketgröße eingestellt werden, die über ein Netzwerk übertragen werden kann, ohne dass das Datenpaket fragmentiert werden muss.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]