Daubenbüchel

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Daubenbüchel
Stadt Overath
Koordinaten: 50° 56′ 37″ N, 7° 12′ 26″ O
Höhe: 96 m ü. NN
Daubenbüchel (Overath)
Daubenbüchel

Lage von Daubenbüchel in Overath

Sülzaue mit Daubenbüchel (Vordergrund), im Hintergrund Häuser an der Brüderstraße
Sülzaue mit Daubenbüchel (Vordergrund),
im Hintergrund Häuser an der Brüderstraße

Daubenbüchel ist ein Ortsteil von Untereschbach in der Stadt Overath im Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daubenbüchel liegt im äußersten Westen von Overath an der Landesstraße 284, die von Rösrath nach Lindlar führt hier Hoffnungsthaler Straße heißt. In der Nähe befinden sich die Ortschaften Unterauel, Mittelauel, Großbuchholz und die aufgelassene Grube Grünewald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name bezieht sich auf den Stammhof Daubenbüchel. In alten Schriften ist zuerst ein Wilhelm Daubenbüchel erwähnt, der im Jahr 1665 bereits 95 Jahre zählte.[1]

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz bereits 1715 zwei Hofstellen besaß, die als Dam̅enböggel beschriftet sind. Aus der Charte des Herzogthums Berg von 1789 des Carl Friedrich von Wiebeking geht hervor, dass der Ortsbereich zu dieser Zeit Teil des Unterkirchspiels Immekeppel im Obergericht Bensberg war.[2]

Der Ort lag nahe der Brüderstraße, einer bedeutenden mittelalterlichen Altfernstraße von Flandern über Köln nach Leipzig.[3]

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1817 ohne Beschriftung eingezeichnet. Die Preußische Uraufnahme von 1845 zeigt den Wohnplatz unter dem Namen Daubenbüchel. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist der Ort auf Messtischblättern regelmäßig als Daubenbüchel verzeichnet.

Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Administration und deren Ablösung gehörte der Ort zur Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein.[4] Der 1845 laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln als Bauerngüter kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit drei Wohngebäude mit 21 Einwohnern, alle katholischen Bekenntnisses.[5] Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt Daubenbüchel 1871 mit vier Wohnhäusern und 29 Einwohnern auf.[6] Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden für Daubenbüchel drei Wohnhäuser mit 20 Einwohnern angegeben.[7] 1895 besitzt der Ort drei Wohnhäuser mit 13 Einwohnern und gehörte konfessionell zum evangelischen Kirchspiel Volberg und zum katholischen Kirchspiel Immekeppel,[8] 1905 werden drei Wohnhäuser und 26 Einwohner angegeben.[9]

Aufgrund § 10 des Köln-Gesetzes wurden 1975 mehrere Bensberger Außenorte in die Gemeinde Overath umgemeindet, darunter auch der Bereich um Untereschbach mit Daubenbüchel.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörg Poettgen (Redaktion): 950 Jahre Overath (1064–2014) / Straßennamen erzählen Geschichte. Hrsg.: Bergischer Geschichtsverein Overath e.V., Overath 2014, S. 37.
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898.
  3. Herbert Nicke: Die Brüderstraße. Aus der Geschichte der alten Landstraße von Köln nach Siegen. In: Land und Geschichte zwischen Berg, Wildenburg und Südwestfalen. Band 4. Galunder, Wiehl 2001, ISBN 3-931251-58-6, S. 70 ff.
  4. Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Hrsg.: Leopold Krug. Karl August Künnel, Halle.
  5. Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln: nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]
  6. Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Band XI: Die Rheinprovinz. Berlin 1874.
  7. Königliches Statistisches Bureau [Preußen] (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.
  8. Königliches Statistisches Bureau [Preußen] (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.
  9. Königliches Statistisches Bureau [Preußen] (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.
  10. Das Köln-Gesetz im Wortlaut. Abgerufen am 7. Juni 2016.