David Černý

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
David Černý

David Černý (* 15. Dezember 1967 in Prag) ist ein tschechischer Bildhauer, der mit seiner Kunst immer wieder für Aufsehen und – meist ungewöhnlich produktive – Kontroversen sorgt.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von seiner Hand stammen einige bekannte Skulpturen in Prag, so die krabbelnden Kleinkinder an den Säulen des Fernsehturms und der auf dem Bauch eines kopfüber hängenden Pferdes sitzende heilige Wenzel in der Lucerna-Passage, eine Parodie auf das Reiterstandbild auf dem Wenzelsplatz.

Ebenfalls von David Černý stammt die Skulptur Quo Vadis, die einen Trabant mit vier Beinen darstellt. Mit dieser Skulptur würdigte Černý die Vorkommnisse vom September 1989, als tausende DDR-Bürger in die Deutsche Botschaft Prag flüchteten und dabei ihre Trabis in Prag zurückließen. Das Original der Skulptur steht heute in der Sammlung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, im Park der deutschen Botschaft in Prag steht eine Kopie.

Anlässlich der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft 2009 schuf Černý die Installation Entropa, die Vorurteile gegenüber die einzelnen EU-Mitglieder darstellt. Damit löste er in mehreren Staaten Entrüstung aus.

Kunst und Opposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein Künstler kann selten ein großer Künstler sein, wenn er konform ist“, meinte der ehemalige Außenminister der Tschechischen Republik, Karel Schwarzenberg, in einem Beitrag für das im Kultursender arte ausgestrahlte Magazin Metropolis. „Ich habe wenige Künstler im Leben gekannt, die nicht in der Opposition waren. Da ist der David Černý keine Ausnahme. Dass er es witziger macht als die meisten, provokanter als die meisten, ist auch richtig.“[1]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Metropolis vom 4. Juli 2009 um 22.50 Uhr (ARTE / HR)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: David Černý – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien