David A. Stewart

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David A. Stewart 1987 beim Auftritt der Eurythmics bei Rock am Ring

David Allan „Dave“ Stewart (* 9. September 1952 in Sunderland) ist ein britischer Musiker, Gitarrist, Komponist und Produzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde er vor allem durch die mit Annie Lennox gegründete Band Eurythmics, die ab 1981 in den Charts vertreten und mit Titeln wie Sweet Dreams (Are Made of This), Here Comes the Rain Again oder There Must Be an Angel (Playing with My Heart) erfolgreich waren. Schon vorher hatte er von 1977 bis 1980 mit Lennox bei The Tourists gespielt.

Gegen Ende der 1980er Jahre erschienen auch einige Soloplatten. Mit der niederländischen Saxophonistin Candy Dulfer und dem Lied Lily Was Here aus dem gleichnamigen Film gelang Stewart Ende 1989 ein europaweiter Top-10-Hit. 1990 trat er zusätzlich mit einer Band unter dem Namen „Dave Stewart & the Spiritual Cowboys“ in Erscheinung und hatte in Deutschland mit Jack Talking einen mittelmäßig erfolgreichen Hit.

Anfang der 1990er Jahre arbeitete Stewart mit Terry Hall (The Specials, Fun Boy Three, The Colourfield) in dem Bandprojekt Vegas zusammen und produzierte äußerst erfolgreich andere Künstler, u. a. die Band seiner früheren Ehefrau Siobhan Fahey, Shakespear’s Sister.

Zusammen mit Tom Jones nahm er 1993 die Benefizplatte All You Need Is Love auf. 1994 veröffentlichte er unter seinem eigenen Namen das Album Greetings from the Gutter mit dem Single-Hit Heart of Stone.

Sein Musicaldebüt gab er mit Barbarella, das im Jahr 2004 im Wiener Raimundtheater uraufgeführt wurde und auf dem gleichnamigen Film basiert. Mit dem Musical Ghost, das er mit Glen Ballard und Bruce Joel Rubin nach dem gleichnamigen Film schrieb, erzielte er 2011 im Londoner West End und 2012 am Broadway einen großen Erfolg. Ende 2007 nahm er als Produzent von Ringo Starr (The Beatles) das Album Liverpool 8 auf.

Im Mai 2011 gab Stewart gemeinsam mit Mick Jagger, Damian Marley, A. R. Rahman und Joss Stone die Gründung der Supergroup SuperHeavy bekannt. Das gleichnamige Album erschien im September des Jahres. Am 9. Februar 2014 trat er mit Lennox bei dem Tribute-Konzert The Night That Changed America: A Grammy Salute to The Beatles mit dem Beatles-Song The Fool on the Hill in Los Angeles auf.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Eurythmics/Diskografie
Hauptartikel: The Tourists
Hauptartikel: SuperHeavy

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1989 Lily Was Here 37
(11 Wo.)
28
(2 Wo.)
35
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1989
(mit Candy Dulfer)
1990 Dave Stewart and the Spiritual Cowboys 38
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1990
(mit Spiritual Cowboys)
1994 Greetings from the Gutter 45
(8 Wo.)
30
(5 Wo.)
33
(5 Wo.)
93
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1994

weitere Alben

  • 1991: Honest (mit Spiritual Cowboys)
  • 1991: Jute City (Soundtrack)
  • 1992: Vegas (mit Vegas)
  • 1994: The Ref – Songs of Suburbia (Soundtrack)
  • 1998: Sly-Fi
  • 1999: Cookie’s Fortune (Soundtrack für Cookie’s Fortune – Aufruhr in Holly Springs)
  • 2001: Grow Younger, Live Longer (mit Deepak Chopra)
  • 2004: Alfie (Soundtrack mit Mick Jagger)
  • 2004: Barbarella (Musical)
  • 2008: Liverpool 8 (mit Ringo Starr)
  • 2008: The Dave Stewart Songbook Vol. 1
  • 2011: Ghost – The Musical (Musical)
  • 2011: The Blackbird Diaries
  • 2012: The Ringmaster General
  • 2013: Lucky Numbers
  • 2017: Nashville Sessions: The Duets, Vol. 1

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1981 What Becomes Of The Brokenhearted 13
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1981
(mit Colin Blunstone)
It's My Party 3
(23 Wo.)
3
(14 Wo.)
6
(8 Wo.)
1
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1981
(mit Barbara Gaskin)
1983 Busy Doing Nothing 49
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1983
(mit Barbara Gaskin)
1986 The Locomotion 70
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1986
(mit Barbara Gaskin)
1989 Lily Was Here
Lily Was Here
17
(25 Wo.)
18
(11 Wo.)
10
(9 Wo.)
6
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1989
(mit Candy Dulfer)
1990 Jack Talking
Dave Stewart And The Spiritual Cowboys
49
(13 Wo.)
69
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1990
(mit Spiritual Cowboys)
Love Shines
Dave Stewart And The Spiritual Cowboys
88
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1990
(mit Spiritual Cowboys)
1994 Heart of Stone
Greetings from the Gutter
52
(21 Wo.)
12
(6 Wo.)
36
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1994
1995 Jealousy
Greetings from the Gutter
83
(5 Wo.)
86
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1995
Secret 89
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1995
2004 Old Habits Die Hard
Alfie
62
(9 Wo.)
45
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 2004
(mit Mick Jagger)

Bibliografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dave Stewart: Sweet Dreams Are Made of This – Von den Eurythmics bis SuperHeavy (Die Autobiografie). Hannibal Verlag, Höfen 2016, ISBN 978-3-85445-495-3 (Originalausgabe: Sweet Dreams Are Made of This)

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Himbeere

  • 1996: in der Kategorie „Schlechtester Song“ für Walk into the Wind

RSH-Gold

  • 1995: in der Kategorie „Comeback des Jahres“[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK
  2. RSH-Gold Verleihung 1995

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]