David Clodius

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David Clodius (* 14. Mai 1644 in Hamburg; † 10. September 1684 in Gießen) war ein deutscher Orientalist und evangelischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren als Sohn eines Kaufmanns, erhielt er zunächst durch Privatlehrer seinen ersten Unterricht und besuchte nach dem Tod seines Vaters 1661 das Hamburger Gymnasium. Sprachlich vorgebildet, bezog er 1665 die Universität Kiel und ging 1667 an die Universität Gießen. Im Anschluss an seine Studien, begab er sich auf eine damals übliche Gelehrtenreise, die ihn nach Holland, Belgien, England und Deutschland führte.

Über Wittenberg kehrte er 1669 nach Hamburg zurück, wo er Aufnahme als Kandidat des Ministeriums fand und man ihm im Folgejahr als ordentlichen Professor der morgenländischen Sprachen nach Gießen berief. Nachdem er 1671 die Professur angetreten hatte, übernahm er 1676 eine außerordentliche Professur an der Theologischen Fakultät, promovierte 1678 zum Doktor der Theologie und übernahm 1684 die Predigerstelle seines Schwiegervaters Johann Nikolaus Misler, an der Gießener Stadtkirche. Jedoch eine lange Wirksamkeit war ihm nicht beschert, da er bereits im Alter von 43 Jahren verstarb.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De cherubinis, 1672
  • De ritibus precandi veterum Ebraeorum, 1674
  • De pace ecclesiastica, 1674
  • Biblia Testamenti Veteris: idiomate authentico expressa, 1677
  • De parallelismo scriptuare, 1678
  • De synagogis Judaeorum, 1682
  • De proselytis Ebraeorum, 1683
  • De prophetia et prophetis, 1685

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]