David Goodhart

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David Goodhart (2015)

David Goodhart (geboren 12. September 1956 in London) ist ein britischer Journalist.[1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goodhart stammt aus einer in die britische Upper Middle Class aufgestiegenen jüdischen Einwandererfamilie. Sein Großvater Arthur Lehman Goodhart (1891–1978) wurde Rechtsprofessor in Oxford, sein Vater Sir Philip Goodhart (1925–2015) war Abgeordneter der Conservative Party, unter seinen Onkeln sind das Oberhausmitglied Baron William Goodhart und der Ökonomieprofessor Charles Goodhart (* 1936). Goodhart ist mit der Journalistin Lucy Kellaway (* 1959) verheiratet und lebt in Highbury, London, sie haben vier Kinder.

Goodhart besuchte standesgemäß das Eton College und studierte Politik an der York University[3]. Seine journalistische Karriere begann 1979 bei der Yorkshire Evening Post. 1982 wechselte er für zwölf Jahre als Journalist zur Financial Times in den Ressorts Wirtschaft und Politik und war in der Zeit der Deutschen Wiedervereinigung von 1988 bis 1991 ihr Deutschland-Korrespondent. 1995 gründete er sein eigenes politisches Magazin Prospect, für das er seit 2010 nur noch als Herausgeber fungiert.[1] Goodhart arbeitete auch für die BBC und schrieb Beiträge für The Guardian, The Independent und The Times. Er veröffentlichte auch bei der Fabian Society und beim Institute for Public Policy Research[4]. 2011 wurde er Direktor beim Think Tank Demos.[1]

Goodharts 2013 veröffentlichtes Buch The British Dream[5] löste schon vor Erscheinen Kontroversen aus, da es Themen wie Multikulturalismus, Immigration und nationale Identität anschneidet. Zum Literaturfestival in Hay-on-Wye wurde er daraufhin nach zwölf Jahren Teilnahme erstmals nicht eingeladen.[6]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsätze

  • Back from the Ruins of 1990. In: Fabian Review, Bd. 104 (1992), Heft 5, S. 4–6, ISSN 1356-1812
  • Britain’s Glue. The Case for Liberal Nationalism. In: Anthony Giddens (Hrsg.): The New Egalitarianism. Polity Press, Cambridge 2005, ISBN 0-7456-3431-1, S. 154–170.
  • How I left my London tribe. Essay, in: Financial Times, 18. März 2017, S. 1f.

Bücher

  • Eddie Shah and the Newspaper Revolution. Coronet Books, London 1986, ISBN 0-340-39263-0.
  • The Reshaping of the German Social Market. Institute for Public Policy Research, London 1994, ISBN 1-872-45-284-1.
  • Solutions to Unemployment in the Age of Globalisation (Ditchley Conference Report). Ditchley Foundation, Enstone 1998.
  • Thinking Allowed. The Best of Prospect, 1995-2005. Atlantic Books, London 2005, ISBN 1-84354-481-4.
  • The British Dream. Successes and Failures of Post-war Immigration. Atlantic Books, London 2013, ISBN 978-1-84354-805-8
  • The Road to Somewhere: The Populist Revolt and the Future of Politics. C. Hurst & Co, 2017 ISBN 9781849047999[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c David Goodhart (Memento des Originals vom 5. August 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.demos.co.uk, bei demos
  2. David Goodhart, bei powerbase.info
  3. David Sexton: Immigration: why the public is right, bei London Evening Standard, 28. März 2013
  4. Institute for Public Policy Research IPPR, website
  5. The British Dream (Memento des Originals vom 29. Mai 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/atlantic-books.co.uk, Verlagsanzeige
  6. Gina Thomas: Die liberale Angst. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Juni 2013, S. 34
  7. Matthew Goodwin: Shocked by populism? You shouldn't be, Rezension, in: Financial Times, 1. April 2017, S. 9