David J. Stevenson

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David J. Stevenson (* 2. September 1948 in Neuseeland) ist ein neuseeländischer Planetologe.

Leben und Leistungen[Bearbeiten]

Stevenson absolvierte im Jahr 1972 die Victoria University in Neuseeland. Er promovierte im Jahr 1976 an der Cornell University.

Stevenson ist Professor für Planetologie am California Institute of Technology (Caltech) in den USA. Er leistete zahlreiche Beiträge zur Physik der Planeten und großen Monde, insbesondere zur Entstehung und Entwicklung des Erdmondes, der thermischen Entwicklung des Mars, der Kernbildung und Dynamotheorie von Planeten, der Dynamik von Ozeanen auf den Jupitermonden und der Dynamik von Schmelzen im Erdinnern.

Im Jahr 2003 erlangte er durch einen Artikel in Nature Aufmerksamkeit, in dem er eine Methode zur Erkundung des Erdinneren vorschlug, mit der man (im Gegensatz zu herkömmlichen Tiefbohrungen) eine sehr große Tiefe erreichen könnte. Danach würde eine große Menge geschmolzenen Eisens durch seine hohe Temperatur und Dichte bis zum Erdkern absinken und dabei eine Sonde mitführen.

Stevenson erhielt im Jahr 1984 den Harold C. Urey Prize der American Astronomical Society. Er ist Mitglied der Royal Society. Der Asteroid (5211) Stevenson ist nach ihm benannt.

Weblinks[Bearbeiten]