David Masser

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David Masser

David William Masser (* 8. November 1948 in London[1]) ist ein britischer Mathematiker auf dem Gebiet der Zahlentheorie, emeritierter Professor an der Universität Basel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

David Masser studierte an der Universität Cambridge. Er war Schüler von Alan Baker, der 1970 die Fields-Medaille erhielt. 1974 wurde er promoviert; seine Promotion befasste sich mit elliptischen Funktionen und transzendenten Zahlen. Zunächst war er in den Jahren 1973 bis 1975 sowie 1976 bis 1979 an der University of Nottingham als wissenschaftlicher Assistent tätig, von 1979 bis 1983 als Lektor. Von 1983 bis 1992 war er an der University of Michigan in den USA tätig. Im Anschluss wechselte er 1992 an die Universität Basel, wo er bis 2014 lehrte.

Masser ist für seine Arbeiten im Bereich der Zahlentheorie bekannt. Er wurde am 26. Mai 2005 als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt.[2] Mit der Wahl ehrte die Royal Society Massers Beiträge zur Theorie transzendenter Zahlen und zur diophantischen Geometrie (wobei er viel mit Gisbert Wüstholz zusammenarbeitete). Masser hat die Erdős-Zahl 2.[3]

Zusammen mit Joseph Oesterlé formulierte Masser in den 1980er Jahren die sogenannte abc-Vermutung. Die aufgestellte Vermutung gehört zu den wichtigsten ungelösten Problemen über Diophantische Gleichungen.[4] Würde die abc-Vermutung bewiesen, hätte das auch die Lösung einiger anderer ungelöster Probleme in der Zahlentheorie zur unmittelbaren Folge. Zum Beispiel würde sich der sehr komplexe Beweis von Andrew Wiles zum Großen Fermatschen Satz damit auf eine Seite reduzieren.

1983 war David Masser Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Warschau (Zero estimates on group varieties). 2014 wurde er in die Academia Europaea gewählt.

Preise und Ehrungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Humboldt-Forschungspreis (1990–1991)
  • Mitglied in der Japanischen Akademie der Wissenschaften (25. September bis 10. Oktober 1994)

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elliptic Functions and transcendence theory. Springer Verlag 1975, Lecture Notes in Mathematics, Nr. 437, (Book Review).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf David Massers auf der Seite der Universität Basel (PDF)
  2. Lists of Royal Society Fellows 1660-2007. (K-Z), Seite 44. (PDF-Datei; 125 kB).
  3. Liste von Autoren mit Erdős-Zahl 2 im Erdős Number Project.
  4. Artikel über die abc-Vermutung (englisch).