David Theodor August Suabedissen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

David Theodor August Suabedissen (* 14. April 1773 in Melsungen; † 14. Mai 1835 in Marburg) war ein deutscher evangelischer Theologe, Pädagoge und Philosoph.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1789 studierte er zunächst Theologie an der Philipps-Universität Marburg. 1800 wurde er zum Professor für Philosophie in Hanau berufen. 1803 gründete er eine Erziehungsanstalt in Bad Homburg vor der Höhe. Schließlich wurde Suabedissen Lehrer in Lübeck. 1812 wurde er zum Instructor des Prinzen Friedrich Wilhelm von Hessen (später Kurfürst Friedrich Wilhelm I.) bestimmt. Für seine Verdienste um die Philosophie wurde er 1822 zum Professor der Philosophie an der Philipps-Universität in Marburg berufen. Er war zunächst von Kant, anschließend von Carl Leonhard Reinhold und Schelling beeinflusst. Schließlich entwickelte er später ein eigenes eklektisches System. Von seinen Zeitgenossen wurde die subjektive Wendung der Spekulation auf innere Selbstbeobachtung als eigentümlich bezeichnet und wurde zunächst bezweifelt und abgelehnt. Anerkannt waren von seinen Zeitgenossen die Beiträge David Theodor August Suabedissens zur Geschichte der Philosophie und der Anthropologie. Er unterhielt einen Briefwechsel mit Goethe.

1834 wurde Suabedissen außerdem zum Ehrenbürger Marburgs ernannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Resultate der philosophischen Forschungen über die Natur der menschlichen Erkenntnis von Plato bis Kant.
  • Briefe über den Unterschied in der Erziehung der Knaben und der Mädchen. Lübeck: Römhild 1806
  • Über die innere Wahrnehmung. 1808
  • Betrachtung des Menschen. 1815–18
  • Philosophie der Geschichte. 1821
  • Zur Einleitung in die Philosophie. 1827
  • Vom Begriffe der Psychologie und ihrem Verhältnis zu den verwandten Wissenschaften. 1829
  • Grundzüge der Lehre von dem Menschen. 1829
  • Grundzüge der philosophischen Religionslehre. 1831.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pierer’s Universal Lexikon: 4. Auflage 1857 bis 1865, Band 17, S.26
  • Jürgen Klein: Professor David Theodor August Suabedissen. Hessische Heimat, 1973
  • Adolph Carl Peter Callisen: Medicinisches Schriftsteller-lexicon der jetzt lebenden Aerzte, Wundärzte, 1834

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]