David Tracy

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David Tracy (* 6. Januar 1939 in Yonkers) ist ein US-amerikanischer römisch-katholischer Theologe.

Leben[Bearbeiten]

Tracy ist Priester der Diözese Bridgeport (Connecticut). Er studierte an der Gregoriana in Rom, an der er 1964 sein Lizentiat und 1969 seinen Doktor in Theologie erwarb. Von 1967 bis 1969 lehrte er an der Catholic University of America. 1969 wurde er als Professor der Theologie an die Divinity School der Universität Chicago berufen. 1982 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Er ist Ehrendoktor der University of the South in Sewanee, Tennessee, der Fairfield University in Connecticut und des Catholical Theological Union and Rosary College in Chicago. Sein Buch Plurality and ambiguity. Hermeneutics, religion, hope wurde auch ins Deutsche übersetzt. In der Einleitung dieser Übersetzung schrieb sein Schüler Werner G. Jeanrond: „Der relativ niedrige Bekanntheitsgrad Tracys hierzulande steht in starkem Gegensatz zu Tracys Einfluss in der amerikanischen und internationalen Theologie der Gegenwart. Seine Beiträge zur theologischen Methodendiskussion, zum Selbstverständnis theologischen Denkens heute und zur Gottesfrage in der Postmoderne haben Tracy in den achtziger Jahren rasch zum einflussreichsten amerikanischen Theologen werden lassen.“ In der 1991 erschienenen Festschrift für David Tracy schrieben auch drei deutsche Theologen: Werner G. Jeanrond, Johann Baptist Metz und Hans Küng.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1970: The Achievement of Bernard Lonergan
  • 1975: Blessed Rage for Order: The New Pluralism in Theology
  • 1978: Toward Vatican III: The Work that Needs To Be Done, (gemeinschaftlich mit Hans Küng and Johann Baptist Metz)
  • 1981: The Analogical Imagination: Christian Theology and the Culture of Pluralism
  • 1983: Talking About God: Doing Theology in the Context of Modern Pluralism (gemeinschaftlich mit John Cobb)
  • 1984: Short History of the Interpretation of the Bible, (gemeinschaftlich mit Robert Grant)
  • 1984:A Catholic Vision, (gemeinschaftlich mit Stephen Happel)
  • 1987: Plurality and Ambiguity
  • 1990: Dialogue with the Other: The Inter-Religious Dialogue
  • 1994: On Naming the Present: God, Hermeneutics, and Church

Weblinks[Bearbeiten]