David Vincent

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David Vincent mit Morbid Angel (2009)

David Alexander Vincent (* 22. April 1965 in Charlotte, North Carolina) auch bekannt als Evil D ist ein US-amerikanischer Musiker und aktuell der Lead-Sänger und Bassist der Death-Metal-Band Morbid Angel, sowie Bassist der Genitorturers.

Biografie[Bearbeiten]

1986 kam Vincent mit Morbid Angel in Kontakt und sollte ursprünglich ihr geplantes Debütalbum Abominations of Desolation auf seinem eigenen Label Embryonic Goreque Records veröffentlichen. Dieses wurde zwar aufgenommen, aber zunächst nicht veröffentlicht. Auf Vincents Vorschlag hin zogen die Gitarristen Trey Azagthoth und Richard Brunelle zu ihm und nahmen ihn und den Schlagzeuger Wayne Hartzel in die Band auf. Neben Morbid Angel spielte Vincent außerdem Bass auf dem Album World Downfall der Grindcore-Band Terrorizer, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aber bereits aufgelöst war.

1995 geriet Vincent in die Kritik, da er in mehreren Interviews ausländerfeindliche und rechtsextreme Aussagen tätigte.[1] Ihm wurden zudem Kontakte zu amerikanischen Neonazi-Größen unterstellt. Zudem schenkte er Lemmy Kilmister von Motörhead auf einer Tour ein Buch mit nationalsozialistischer Propaganda. Auf dem Album Domination befand sich ein Song namens Where the Slime Live, der als ausländerfeindlich gedeutet werden konnte. Zudem eskalierte die Situation mit Trey Azagthoth, dem eigentlichen Mastermind der Band.[2] Diesen verärgerte er mit seinen Aussagen in Interviews, die Morbid Angel den Ruf einbrachten, eine faschistische Band zu sein, und Konflikten wegen ihrer unterschiedlichen musikalischen Vorstellungen.[1] Vincent verließ daraufhin Morbid Angel, um der Industrial-Metal-Band Genitorturers seiner Frau beizutreten. Davids erster Beitrag war der Text zu House of Shame vom Debütalbum 120 Days of Genitorture. Im Jahr 2004 kehrte er zu Morbid Angel zurück.

Er besitzt seinen eigenen speziell angefertigten Bass von Dean Guitars, der als „Demonator“ bezeichnet wird.

Vincent arbeitete 2008 mit der Thrash- und Nu-Metal-Band Soulfly zusammen. Er ist auf dem Album Conquer als Lead-Sänger und Texter am Eröffnungssong Blood Fire War Hate beteiligt.

Diskografie[Bearbeiten]

Morbid Angel[Bearbeiten]

  • 1987: Thy Kingdom Come (Demo/Single 1988)
  • 1989: Altars of Madness
  • 1991: Blessed Are the Sick
  • 1993: Covenant
  • 1995: Domination
  • 1996: Entangled in Chaos (Livealbum)
  • 2011: Illud Divinum Insanus

Genitorturers[Bearbeiten]

  • 1998: Sin City
  • 2003: Flesh is the Law (EP)

Terrorizer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Frank Stöver: Back To The Roots Of True Evil. In: Voices from the Darkside, Nr. 10, 1997, S. 43.
  2. Holger Stratmann (Hrsg.): Rock Hard Lexikon, Dortmund, 1998, ISBN 3-9805171-0-1, S. 259.