DeTeCSM

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Deutsche Telekom ComputerService Magdeburg GmbH (DeTeCSM)
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1966
Auflösung 2001
Sitz Magdeburg, später Darmstadt, Deutschland
Mitarbeiterzahl
  • 220 (1990)
  • 470 (1996)

Die Firma Deutsche Telekom ComputerService Magdeburg GmbH (DeTeCSM) war das erste privatrechtliche Rechenzentrum der Deutschen Telekom. Sie ging 2001 in T-Systems auf.

Firmengeschichte bis 1998[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DeTeCSM wurde 1966 als VEB Maschinelles Rechnen Magdeburg gegründet. 1974 wurde auf Betreiben der damaligen DDR-Regierung in den Bezirkshauptstädten der gesamten Republik die VEB Maschinelles Rechnen mit den Rechenzentren für Binnenhandel in Datenverarbeitungszentren (DVZ) verschmolzen, so auch in Magdeburg. Somit firmierte der Betrieb als Datenverarbeitungszentrum Magdeburg – eines von 15 Dienstleistungsrechenzentren in der DDR. Dieser Betrieb wurde mit seinen drei Betriebsteilen, einschließlich der Berufsschule in Hüttenrode und seinen annähert 1.000 Beschäftigten, zu einem der größten Rechenbetriebe der DDR. Mit seiner Leitfunktion Technik bestimmte er maßgeblich die Entwicklung der VVB Maschinelles Rechnen, später firmiert als Kombinat Datenverarbeitung. Auf einer Entwicklung aus Magdeburg basierte zum Beispiel die Telefon-Auskunft der DDR-Post, deren Datenbanken im DVZ betrieben wurden. Mit der Privatisierung der ostdeutschen Betriebe nach 1990 begann das Unternehmen, sich als regionaler Dienstleister für Datenverarbeitung zu etablieren. Damit verbunden war ein Personalrückgang von 980 auf 220 Mitarbeiter. 1992 erwarb die Deutsche Telekom das Unternehmen und baute es mit umfangreichen Investitionen zu einem strategischen Rechenzentrum für Ostdeutschland aus. Als Outsourcing-Anbieter gewann DeTeCSM außerdem neue Kunden vor allem aus den Branchen Industrie, Bau, Energieversorgung und aus dem öffentlichen Dienst. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 470 (1996), der Umsatz von 32 Mio. DM (1992) auf 200 Mio. DM (1996). In Sankt Petersburg, Darmstadt, Brandenburg/H., Bad Oldesloe und Plauen entstanden Service-Standorte oder Niederlassungen.

Als regional verankertes und sozial engagiertes Unternehmen begründete DeTeCSM 1994 den Bürgerpreis „Mehr als fair – engagiert für Magdeburg“, der mehrere Jahre zusammen mit der Deutschen Olympischen Gesellschaft und regionalen Medien vergeben wurde. Außerdem war das Unternehmen 1995 Mit-Initiator des jährlichen New-Orleans-Jazzfestivals.

Umfirmierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 fasste die Deutsche Telekom DeTeCSM mit Rechenzentren aus Bamberg, Bielefeld, Göppingen, Krefeld, Kiel und weiteren IT-Strukturen zusammen. Unter der Bezeichnung Deutsche Telekom Computer Service Management GmbH und mit neuem Firmensitz in Darmstadt stieg die Mitarbeiterzahl auf 4000.

Ab 1. April 2001 firmierte die Deutsche Telekom Computer Service Management GmbH (Amtsgericht Darmstadt HRB 7016) dann als T-Systems CSM GmbH und später ab 1. April 2003 als T-Systems CDS GmbH.

Mit wirtschaftlicher Wirkung ab 1. Januar 2004 (Handelsregistereintrag am 27. Oktober 2004) wurde die T-Systems CDS GmbH auf die T-Systems International GmbH (Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 55933) verschmolzen und erlosch damit.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]