De Havilland DH.104 Dove

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de Havilland DH.104 Dove
De Havilland DH.104 Dove 8 D-INKA OTT 2013 05
Typ Zubringerflugzeug, Transportflugzeug
Entwurfsland
Hersteller de Havilland Aircraft Company
Erstflug 25. September 1945
Indienststellung 1946
Produktionszeit

1945–1966

Stückzahl 544[1]

Die de Havilland DH. 104 Dove ist ein Tiefdecker-Flugzeug des britischen Flugzeugbauers De Havilland Aircraft Company, das als Transportflugzeug für Kurzstrecken eingesetzt wurde. Sie ist der Nachfolger des Doppeldeckers De Havilland Dragon Rapide und war einer von Großbritanniens erfolgreichsten Flugzeugtypen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie wird von zwei Kolbenmotoren angetrieben und hat keine Druckkabine.

Die Konstruktion des Flugzeuges wurde begonnen, nachdem der Bericht der Brabazon-Kommission unter anderem nach einem britischen Kurzstreckenflugzeug als Zubringer für Fluggesellschaften verlangt hatte. Die Dove wurde nach diesen Anforderungen als "Type VB" des Komitees ausgelegt.

Erstflug und Auslieferung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dove absolvierte ihren Erstflug am 25. September 1945. Die Produktion der Dove und ihrer Varianten umfasste 388 zivile Dove, 127 militärische Devon C.2 und 13 Sea Devon. Nach der Eingliederung von De Havilland in die Hawker-Siddeley-Gruppe wurde das Muster als Hawker Siddeley Dove vermarktet.

Die Produktion endete 1966. Im Jahr 2020 existierten weltweit noch etwa 116 Doves, von denen aber nur ein Teil komplett erhalten ist und nur etwa 10 bis 12 flugbereit sind.[2]

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Havilland DH.104 Mk.5 Dove (OE-BVM) im Technischen Museum Wien

Varianten nach[3] und [4]

Dove Srs. 1
Leichtes Transportflugzeug. 330 PS Gipsy Queen 70-3
Dove Srs. 1B
wie Dove 1, aber 340 PS Gipsy Queen 70-4
Dove Srs. 2
6-sitzige „Executive“-Version für Geschäftsflüge.
Dove Srs. 2B
wie Dove 2, aber 340 PS Gipsy Queen 70-4
Dove Srs. 3
nicht verwirklichtes Projekt eines hochfliegenden Überwachungsflugzeuges
Dove Srs. 4
Militärische Version für Transport und Kommunikation die britische Royal Air Force, dort als Devon C.1 (C Mk.1) und Devon C.2/2 (330 PS) bezeichnet.
Dove Srs. 5
wie Dove 1B, aber 380 PS Gipsy Queen 70 Mk.2 Triebwerke, 20 % höhere Nutzlast gegenüber Srs. 1
Dove Srs. 5A
wie Srs. 5, für den US-Markt
Dove Srs. 6
wie Dove Srs. 5, aber mit spezieller Executive-Ausstattung
Dove Srs. 6A
wie Srs. 6, für US-Markt
Dove Srs. 6BA
wie Srs.2A, mit Gipsy Queen 70 Mk.2, 380 PS, aber Gewicht der Dove 1
Dove Srs. 7
wie Srs. 5, aber mit 400 PS Gipsy Queen 70 Mk.3 Triebwerken, vergrößertes Cockpit, Erstflug Februar 1960, 8.950 lb Startgewicht
Dove Srs. 7A
wie Srs. 7, für US-Markt
Dove Srs. 8
wie Srs. 7, aber mit spezieller Executive-Ausstattung
Dove Srs. 8A
Variante der Srs. 8 für die USA, manchmal auch „Custom 800“ genannt
Devon C. Mk.1
Zwei 380 PS Gipsy Queen 70, leichtes Verbindungsflugzeug
Devon C. Mk.2
mit neuen Gipsy Queen 175 Triebwerken umgerüstete C. Mk.1
Carstedt CJ600, Dallas 1975
Sea Devon C. Mk.20
Version der C. Mk.1 für Transport und Kommunikation für die britische Royal Navy. 13 gebaut
Riley 400
Umbau der Dove mit Lycoming IO-720-Triebwerken, je 400 PS, schräges Seitenleitwerk; 22 modifiziert, plus 7 durch McAlpine in Großbritannien, aber mit Standard-Leitwerk.
Carstedt CJ-600
Umbau der Dove ab 1966 mit Garrett TPE-331 Turboproptriebwerken, Rumpf um 221 cm verlängert mit Platz für 18 Passagiere, 7 modifiziert.[5]

Ziviler Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

de Havilland Dove (D-IFSA)
Innenansicht oben abgebildeter Dove (D-IFSA)

Die Liste ist nicht vollständig.

Militärische Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RNZAF Devon C.1 am Wellington Airport 1971

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

de Havilland Dove Srs 5
Kenngröße Daten
Besatzung 1 – 2
Passagiere Geschäftsflugzeug 5–6, Verkehrsflugzeug 8 – 11
Länge 11,96 m
Spannweite 17,37 m
Höhe 4,06 m
Flügelfläche 31,12 m²
Flügelstreckung 9,7
Nutzlast 1460 kg
Leermasse 2600 kg
Startmasse 4060 kg
Flächenbelastung 128,2 kg/m²
Leistungsbelastung 5,66 kg/PS
Höchstgeschwindigkeit 325 km/h
Reisegeschwindigkeit 288 km/h
Startstrecke über 15 m 740 m
Landestrecke aus 15 m 585 m
Dienstgipfelhöhe 6100 m
Steigrate 4,7 m/s
Reichweite 1720 km
Triebwerke zwei untersetzte, mechanisch aufgeladene und luftgekühlte 6-Zylinder-Reihenmotoren de Havilland Gipsy Queen 70 Mk 2 mit jeweils 283 kW (380 SHP)
Verbrauch 124 l/h

Verwandte Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Dove wurde die viermotorige De Havilland DH.114 Heron entwickelt.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine de Havilland DH. 104 spielte eine Rolle in dem Kinofilm „Theo gegen den Rest der Welt“ von 1980. Dieses Flugzeug wurde später restauriert und ist auf dem Flugplatz Soest stationiert.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: De Havilland DH.104 Dove – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. R.T. Jackson: De Havilland Aircraft since 1909. Putnam, London 1994, ISBN 0 85177 802-X.
  2. Air-Britain Aviation World (englisch), September 2020, S. 173.
  3. De Havilland Dove (Post-War Propliners), in Aeroplane Monthly, Oktober 1994, S. 65–69 Variantenzusammenstellung
  4. John W.R. Taylor (Hrsg.): Jane’s All The World’s Aircraft – 1965–66, Sampson Low, Marston & Company Ltd., London, 1965, S. 147
  5. Air-Britain Aviation World (englisch), September 2020, S. 173.
  6. Air-Britain Aviation World (englisch), September 2020, S. 172.
  7. Unfallbericht DH. Dove ZS-DDW, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 15. Januar 2018.
  8. D-IKUR wurde restauriert