Decknamen deutscher Militäroperationen im Zweiten Weltkrieg

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Decknamen deutscher Militäroperationen im Zweiten Weltkrieg erfanden und verwendeten das NS-Regime und die Wehrmacht, um Gegner und untergeordnete Dienstgrade über Ziel und Umfang der geplanten Aktionen im Unklaren zu lassen und ein Überraschungsmoment für die Ausführung auszunutzen.

In einigen Planungen wurden Aktionen der Alliierten unterstellt, um eine Studie der notwendigen Gegenmaßnahmen vorzunehmen, siehe z. B. Sprotte, oder eventuell doch selbst aktiv zu werden: siehe Richard. Kam es dann tatsächlich durch Alliierte zu den 'korrespondierenden' Operationen, war die Wehrmacht in der Regel aus materiellen Gründen nicht in der Lage zu reagieren oder die Pläne waren veraltet.

Decknamen[Bearbeiten]

Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Abwehrschlacht Die Abwehrschlacht war ein Plan zur Ardennenoffensive, durchgeführt ab 16. Dezember 1944; siehe auch Greif, Herbstnebel und Wacht
Achse, Fall Plan zur Entwaffnung italienischer Streitkräfte und Inbesitznahme der italienischen Flotte, durchgeführt ab 8. September 1943, A. und Konstantin
Adlertag Beginn 13. August 1940, Ziel war die Luftherrschaft über England, um das Unternehmen Seelöwe durchführen zu können, Vorstudie war der Fall Blau
Aida Vorstoß nach Ägypten 1942 im Afrikafeldzug
'A.', zuvor 'Alarich' Deckcode zum Fall Achse
Alpenveilchen Plan von Anfang 1941 zur Landung von Truppen in Albanien zur direkten Unterstützung Italiens gegen Griechenland, fallengelassen zugunsten von Marita. Siehe auch Sonnenblume.
Antimon Lieferungen an Rumänien Blei, Olivenbaum
Anton ursprünglich Atilla[1] Einmarsch im bisher unbesetzten Teil Frankreichs, durchgeführt am 11. November 1942 um 07:00 Uhr durch die 1. Armee, Generaloberst Blaskowitz, als Reaktion auf die Kapitulation der Vichy-Truppen in Nordafrika gegenüber den am 8. November im Zuge der Operation Torch gelandeten alliierten Truppen
Aster Unternehmen zur Räumung Estlands mit Unterstützung der Kriegsmarine im September 1944
Attila Ursprünglich ein Plan aus dem Dezember 1940 zur Besetzung des unbesetzten Teils Frankreichs im Falle des Abfalls der Vichy-Truppen in den französischen Kolonien, der dann als Anton ausgeführt wurde[1]. 1941 ein Plan zur Unterstützung der Vichy-Franzosen in Nahost

B[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Barbarossa Plan vom 18. Dezember 1940 (Weisung Nr. 21) zum Angriff auf die Sowjetunion, der ab 22. Juni 1941 ausgeführt wurde
Barthold Aufbau von partiellen Verteidigungslinien im Großraum Breslau im August 1944
Beowulf Eroberung und Besetzung der estnischen Insel Ösel 1941
Berlin Atlantikunternehmung der Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau Anfang 1941
Bettelstab Plan zur Eliminierung des Oranienbaumer Brückenkopfes 1942
Birke Räumungsplan für Finnland der ab Ende August 1944 durchgeführt wurde
Birkhahn Räumung Nord-Norwegens 1945
Blau, Fall Deutsche Sommeroffensive an der Ostfront, 28. Juni 1942, zwei Tage später in Braunschweig umbenannt
Blau, Fall ursprüngliche Operationspläne der Luftwaffe aus den Jahren 1938/1939, die letztlich zum Adlertag führten
Bodenplatte Deutsche Luftangriffe im Westen auf alliierte Flugplätze am 1. Januar 1945 waren die letzte große zusammenhängende Aktion der Luftwaffe, mit welcher während der Ardennenoffensive die taktische Luftüberlegenheit der Alliierten gebrochen werden sollte
Braun, Fall frontaler Angriff der Heeresgruppe C auf die Maginot-Linie während des Westfeldzugs (1940)
Braun, Fall deutsche Unterstützungsoperation während der Ardennenoffensive (1944/1945)[2]
Braunschweig Ab dem 30. Juni 1942 Bezeichnung des Fall Blau für einen zweiten Teil der Sommeroffensive der Wehrmacht im Juli und August 1942 im Süden der Ostfront in der Sowjetunion, zerfällt wiederum in Unternehmen Clausewitz und Unternehmen Dampfhammer
Brunhild Evakuierung des Kuban-Brückenkopfes im Herbst 1943
Brückenschlag Entsatzoperation zur Öffnung des Kessel von Demjansk von Westen her, 1942
Büffelbewegung Frontbegradigung des Bogens bei Rschew vom 1. März bis 16. März 1943. Durch den freiwilligen Rückzug der Heeresgruppe Mitte, von Kluge, wurden 230 Kilometer Frontlinie und damit 21 Divisionen eingespart.

C[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Capri Unternehmen gegen die britische 8. Armee im Tunesienfeldzug im März 1943
Cerberus Durchbruch der Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau und des Schweren Kreuzers Prinz Eugen von Brest am 12. Februar 1942 durch den Ärmelkanal in die Nordsee
Cottbus Anti-Partisanenunternehmen in Weißrussland im Mai/Juni 1943

D[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Delphin Anti-Partisanenunternehmen in Dalmatien Ende 1943
Donnerschlag Plan zum Ausbruch der 6. Armee aus Stalingrad, dieser wurde dann von Hitler verboten, siehe auch Wintergewitter
Doppelkopf Unternehmen zur Wiederherstellung der Landverbindung zur in Lettland und Estland abgeschnittenen Heeresgruppe Nord im August 1944
Dora Kommandounternehmen zum Tschadsee im Sommer 1942
Dschungel geplantes Kommandounternehmen zur Unterbrechung der Eisenbahnlinie Workuta–Kotlas im Jahr 1943

E[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Edelweiß Zweiter Teil des Falls Blau in der Sowjetunion
Eiche Plan Mussolini 1943 wieder zur Macht zu verhelfen, siehe Student
Eisbär Landung auf Kos in der Ägäis am 3. Oktober 1943, 1388 britische und 3145 italienische Soldaten geraten in Gefangenschaft
Eisenhammer geplante Bombardierung von Kraftwerken im Großraum Moskau mit Mistelgespannen

F[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Fallreep Ausbruchsunternehmen aus dem Kessel von Demjansk
Felix Plan zur Eroberung von Gibraltar; da Franco neutral blieb, verzichtete Hitler am 7. Dezember 1940 auf die Durchführung
Feuerzauber erster Deckname für die geplante Einnahme Leningrads 1942, vgl. Nordlicht
Fischreiher Plan zur Fortsetzung der Offensive der Heeresgruppe B im Jahr 1942 wolgaabwärts mit Ziel Astrachan
Florian Verlegung des Hauptquartiers der Heeresgruppe Mitte in das Bad Welchow im März 1945
Forelle feindliche Großlandung im Süd-Osten
Freischütz Eroberung der Insel Lissa
Fridericus I Angriff gegen Frontvorsprünge südwestlich von Isjum
Fridericus II seit 1942 geplanter Angriff gegen Kupjansk
Fritz erster Deckname von Barbarossa im Jahr 1940
Frühlingserwachen letzte deutsche Offensive des Krieges im Februar/März 1945, gerichtet gegen die 3. Ukrainische Front beiderseits des Balaton in Ungarn
Frühlingswind letzte (erfolglose) Offensive des Tunesien-Feldzuges ab 14. Februar 1943, führte zur Schlacht am Kasserinpass

G[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Gelb, Fall Westfeldzug erster Teil gegen Belgien, Niederlande und Nordfrankreich
Gisela Plan zur Besetzung von Portugal und Spanien im Sommer 1942
Graukopf Kommandounternehmen mit russischen Freiwilligen im Bereich der Heeresgruppe Mitte im Jahr 1942, siehe auch Hannover
Greif Unternehmen hinter den feindlichen Linien zur Unterstützung der Ardennenoffensive ab 16. Dezember 1944
Grün, Fall Studie über einen Zweifrontenkrieg mit Schwerpunkt Tschechoslowakei ab 1937, siehe auch Rot-Grün
Grün, Unternehmen Operationsplan vom 8. August 1940 für eine Invasion Irlands zur Unterstützung von Unternehmen Seelöwe

H[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Hagen-Bewegung Zurücknahme des Frontbogens bei Orjol um die Truppen östlich von Brjansk einzusetzen; auf Drängen der Heeresgruppe Mitte am 1. August 1943 genehmigt, nachdem Unternehmen Zitadelle gescheitert war und nunmehr russische Offensiven aufgehalten werden mussten
Haifisch Tarnunternehmen im Zusammenhang mit Barbarossa, vgl. Harpune
Hannibal Evakuierung von Soldaten und Zivilisten aus Ost- und Westpreußen durch die Kriegsmarine 1945
Hannover I und II Anti-Partisanenunternehmen im Bereich der Heeresgruppe Mitte im Mai/Juni 1942
Harpune Tarnunternehmen im Zusammenhang mit Barbarossa, vgl. Haifisch
Hartmut unterstützender U-Boot-Einsatz für Weserübung
Haudegen Einsatz einer geheimen Wetterstation auf Spitzbergen 1944/1945
Herbstnebel anfänglich der Deckname von Wacht am Rhein; 1944 dann die Räumung der Po-Ebene
Herbstreise geplantes Ablenkungsmanöver für Seelöwe für den Herbst 1940
Herbstzeitlose im Oktober 1942 durchgeführte Angriff auf den Nordteil von Stalingrad
Herkules Plan zur Luftlandung auf Malta ähnlich Merkur; nach Eroberung von Tobruk im Afrikafeldzug am 21. Juni 1942 aufgegeben
Holzauge Anlandung von Marineeinheiten und Errichtung von Wetterstationen in Ostgrönland

I[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Ida Landung in Istrien
Ikarus geplantes Landungsunternehmen auf der nordatlantischen Insel Island
Isabella als Erweiterung von Felix ein Plan zur Eroberung der Kanarischen Inseln, Kapverdischen Inseln und Dakar 1941/1942; ohne erfolgreichen Felix praktisch undurchführbar

J[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Judas Plan zur Entwaffnung bulgarischer Streitkräfte
Juno Marineunternehmen zur Unterstützung der deutschen Truppen in Narvik, führte zur Versenkung des Flugzeugträgers Glorius

K[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Kamelie Besetzung von Korsika 1942
Knospe Einrichtung einer Wetterstation auf Spitzbergen 1941
Konrad Entsatzunternehmen für die eingeschlossenen Truppen während der Schlacht um Budapest im Januar 1945
Konstantin Übernahme der italienisch besetzten Gebiete auf dem Balkan bei Italiens Abfall von der Achse, siehe auch Achse
Kreml Vortäuschung einer geplanten Offensive gegen Moskau 1942 zur Ablenkung von Fall Blau
Kreuzotter Operationen in Griechenland
Kugelblitz Unternehmen gegen jugoslawische Partisanen im Dezember 1943

L[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Lehrgang Räumung von Sizilien vom 15. bis 17. August 1943
Leopard Landung auf Leros in der Ägäis vom 12. bis 17. November 1943, 3200 britische und 5350 italienische Soldaten geraten in Gefangenschaft
Lila Besetzung Toulons durch Obergruppenführer Hausser am 27. November 1942, löste die Selbstversenkung der Vichy-Flotte aus

M[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Margarethe Besetzung Ungarns im März 1944
Margarethe II. geplante Besetzung Rumäniens im Falle eines Separatfriedens mit den Alliierten, wurde Anfang 1944 aufgegeben[3]
Marita Plan vom Dezember 1940 (Weisung Nr. 20) zur Besetzung Griechenlands, durchgeführt im Rahmen des Balkanfeldzugs ab 6. April 1941
Merkur Luftlandung deutscher Fallschirmjäger auf der griechischen Insel Kreta vom 20. Mai bis 1. Juni 1941
Michael Plan zur Räumung der Krim; wegen Nichtdurchführung wurde die 17. Armee am 11. November 1943 eingeschlossen und gab am 12. Mai 1944 auf
Mondscheinsonate Luftangriff auf Coventry am 14. November 1940
München deutsch-rumänischer Angriff auf die seit 1940 sowjetisch okkupierten Gebiete Bessarabien und Nordbukowina, durchgeführt im Juli 1941

N[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
N(ord) ursprünglicher Name des Unternehmens Weserübung
Nachbarhilfe Operation der 4. Armee gegen russische Partisanen vom 19. bis 25. Mai 1943 hinter der Front westlich von Brjansk
Nerobefehl Hitlers Anordnung vom 19. März 1945, bei Rückzug alle Einrichtungen zu zerstören, die dem Gegner nützlich sein könnten, und nur Verbrannte Erde zu hinterlassen; dieser Befehl wurde nur teilweise befolgt
Nord siehe N(ord)
Nordlicht Plan zur endgültigen Eroberung des eingeschlossenen Leningrads für den 14. September 1942; da die 11. Armee aber im Raum Schlüsselburg seit 27. August 1942 eine russische Offensive aufhalten musste, wurde der Plan nie umgesetzt
Nordmark Marinevorstoß in die Nordsee Anfang 1940
Nordwind Vorstoß im nördlichen Elsass durch das XXXIX. Panzerkorps und das XIII. SS-Korps ab 31. Dezember 1944, der einen Gegenstoß in die linke Flanke der Ardennenoffensive verhindern und das Elsass zurückgewinnen sollte. Blieb am 9. Januar 1945 südlich von Weißenburg liegen, Straßburg konnte von den Alliierten gehalten werden.

O[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Olivenbaum Lieferungen an Rumänien
Ostfront Marineunternehmen gegen den Konvoi JW.55 A im Dezember 1943, führte im Seegefecht vor dem Nordkap zum Verlust des Schlachtschiffs Scharnhorst
Ostgoten-Bewegung Verlegung von Heimatverbänden an die Ostfront 1945
Otto, Unternehmen zunächst als „Sonderfall Otto“ als Eventualplan für Österreich aus dem Jahr 1937, falls dort die Monarchie wieder an die Macht käme; von Hitler dann zur militärischen Weisung Nr. 1: „Unternehmen Otto“ „für den bewaffneten Einmarsch der Wehrmacht in Österreich“[4] umbenannt
Otto, Plan Ab Sommer 1940 Truppenverlegungen und Planungen, das Heer noch im selben Jahr kriegsbereit gegenüber der Sowjetunion zu machen.[5]

P[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Paukenschlag Operation deutscher U-Boote vor der amerikanischen Ostküste ab 11. Januar 1942. Bis Ende Januar versenkten fünf U-Boote, U 66, U 109,U 123, U 125, U 130, 25 Schiffe und die Operationen wurden nach dem Erfolg fortgesetzt. Während dieser sogenannten Zweiten glücklichen Zeit für die deutschen U-Boote wurden insgesamt 397 Schiffe vor der Küste Nordamerikas versenkt.
Platinfuchs Ab Juli 1941 erfolglos durchgeführte Offensive in Lappland und auf der Halbinsel Kola, um Murmansk einzunehmen, siehe auch Silberfuchs
Polarfuchs Plan aus dem Jahr 1941, um in Karelien die Bahnlinie nach Murmansk abzuschneiden, siehe auch Silberfuchs
Programm Heinrich Plan des Reichsführers SS Heinrich Himmler, die Bevölkerung Osteuropas zu dezimieren, Vertreibungs- und Kolonisationspläne; nur zum Teil verwirklicht, siehe auch Generalplan Ost

R[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Regenbogen Marineunternehmen in der Barentssee im Dezember 1942, siehe Schlacht in der Barentssee
Regenbogen Selbstversenkung deutscher U-Boote im Mai 1945
Rentier Besetzung des nach dem Winterkrieg an die Sowjetunion abgetretenen Nordmeerhafens Petsamo
Rheinübung Atlantikunternehmen des Schlachtschiffs Bismarck und des Schweren Kreuzers Prinz Eugen vom 21. bis 27. Mai 1941
Richard Landung bei Rom
Rösselsprung Versuch des SS-Fallschirmjägerbataillon 500, den Hauptstab Titos in Drvar (Bosnien) gefangen zu nehmen; durchgeführt ab 25. Mai 1944; Tito entkam auf die Insel Lissa
Rösselsprung Unternehmen der Kriegsmarine gegen den Nachschubkonvoi PQ-17 im Nordmeer im Juli 1942; abgebrochen, da britische Admiralität den Konvoi auflöste
Rot, Fall Westfeldzug zweiter Teil, eingeleitet durch den Durchbruch an der Somme
Rübezahl Unternehmen gegen jugoslawische Partisanen vom 12. bis 30. August 1944
Rumpelkammer Beginn der sogenannten Vergeltungschläge auf London, „Ziel 42“, durch V1-Marschflugkörper

S[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Safari im August 1943 gestartete Operation zur Übernahme der dänischen Flotte durch die Kriegsmarine
Sardine feindliche Landung in der südlichen Adria
Schamil Kommandounternehmen der Brandenburger im Kaukasus im Jahr 1942
Schatzgräber Wetterstation der deutschen Kriegsmarine auf Franz-Josef-Land von 1943 bis 1944
Schlingpflanze Plan zur nördlichen Erweiterung des Flaschenhalses zum Kessel von Demjansk 1942
Schneesturm Kampf des V. SS-Gebirgskorps gegen Tito in Ost-Bosnien vom 18. bis 31. Dezember 1943 als Fortsetzung von Kugelblitz, 2000 Partisanen sollen getötet worden sein
Schulung Studie von 1935 zum Angriff auf die Tschechoslowakei und gleichzeitige Verteidigung des Reichs im Westen
Schwarz Plan zur Besetzung Italiens von 1943
Schwarz Unternehmen gegen Partisanen in Jugoslawien, siehe auch Kugelblitz und Schneesturm
Seelöwe Plan einer Landung in England von 1940 lt. Weisung Nr. 16 des Führerhauptquartiers; am 12. Oktober 1940 teilte das OKW die Entscheidung mit, Seelöwe nur noch als Druckmittel zu betreiben; die endgültige Einstellung erfolgte am 10. Januar 1941
Seydlitz Unternehmen zur Bereinigung des Rückraums der 9. Armee während der Schlacht von Rschew im Juli 1942
Siegfried Angriff der Heeresgruppe Süd von Charkow gegen Stalingrad im Juli 1942, siehe auch Blau und Maus
Siegfried Besetzung der estnischen Insel Dagö im Oktober 1941
Silberfuchs Aufmarsch in Finnland gegen die Sowjetunion im Mai/Juni 1941, aufgeteilt in Platinfuchs, nördlicher Vorstoß gegen Murmansk, und Polarfuchs, südlicher Vorstoß an das Weiße Meer
Sizilien Raid der Schlachtschiffe Tirpitz und Scharnhorst und von neun Zerstörern gegen Spitzbergen vom 7. bis 9. September 1943, Brennstofflager, Funk- und Wetterstationen und einige Küstenbatterien wurden zerstört.
Sonderkommando Elbe Rammverband der Luftwaffe im Frühjahr 1945; Erst-Einsatz am 4. April 1945 im Luftraum über Magdeburg; 77 Piloten kamen bei diesem ersten Einsatz ums Leben
Sonnenblume Verlegung deutscher Truppen nach Nordafrika; Durchführung Januar/Februar 1941; das Afrikakorps („Sperrverband Afrika“) erreichte erstmals mit Konvoi vom 8. bis 11. Februar 1941 sein Zielgebiet und begann den Afrikafeldzug der Wehrmacht
Sonnenwende deutsche Offensive in Pommern im Februar 1945
Sprotte Studie über feindliche Landung in der südlichen Adria
Steinbock deutsche Bomberoffensive gegen Großbritannien von Januar bis Mai 1944.
Stichling Studie über feindliche Landung in der Ägäis
Störfang Eroberung von Sewastopol ab 7. Juni 1942 durch die 11. Armee unter Generaloberst von Manstein, der nach seinem Sieg am 1. Juli 1942 zum Generalfeldmarschall befördert wurde
Stößer Einsatz von Fallschirmjägern während der Ardennenoffensive
Strauchritter U-Bootgruppe, die im Frühsommer des Jahres 1942 im Eismeer auf den britischen Nordmeergeleitzug QP 11 operierte.
Student Plan zur Wiedereinführung des Faschismus in Italien im Sommer 1943, siehe Eiche
Sumpffieber Aktion zur Bekämpfung von Partisanen in Weißrussland, 1942 bis Frühling 1943

T[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Taifun Angriff der Heeresgruppe Mitte gegen die sowjetische West-, Reserve- und Brjansker Front, durchgeführt ab 30. September 1941; führte zur Doppelschlacht bei Wjasma und Brjansk und zur Schlacht um Moskau
Tannenbaum Angriffsplanungen zur überfallartigen Besetzung der Schweiz
Tanne Ost Gescheitertes Landungsunternehmen auf der finnischen Ostseeinsel Hochland 1944.
Tanne West Nicht durchgeführtes Landungsunternehmen auf den finnischen Älandsinseln 1944
Theseus Offensive des Afrikakorps an der Ghasala-Front ab 26. Mai 1942, die am 21. Juni 1942 zur Eroberung von Tobruk führte
Trappenjagd Offensive der 11. Armee vom 8. bis 18. Mai 1942 auf der Halbinsel Kertsch, fast 170.000 Soldaten der Roten Armee werden gefangen genommen
Treuebruch Besetzung der von Bulgarien gehaltenen Gebiete auf dem Balkan bei Skopje im September 1944

U[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
U-Verlagerung Verlagerung von Rüstungsbetrieben in unterirdische Anlagen
Unke-Nikolaus Während der Schlacht um Budapest sollten angeworbene einheimische Sonderkräfte als sogenannte „Residenten“ in Budapest getarnt verbleiben, um Spionage und Sabotagemaßnahmen gegen die sowjetischen Truppen durchzuführen.

V[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Verrat Operation gegen General Napoleon Zervas
Victor Studie einer Landung bei Rimini und Venedig

W[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Wacht am Rhein letzte Offensive an der Westfront im Dezember 1944
Walküre Am 31. Juli 1943 gefasste Bestimmung zur Niederschlagung innerer Unruhen; die Bewegung des 20. Juli 1944 versuchte diesen Erlass zum Sturz des Naziregimes zu benutzen, scheiterte aber an dem fehlgeschlagenen Attentat auf Hitler
Weitsprung Planungen für ein Attentat während der Teheran-Konferenz 1943
Weserübung Besetzung von Norwegen gemäß Weisung vom 1. März 1940, durchgeführt am 9. April 1940
Weserübung Nord Bestandteil von Weserübung, Norwegen (N(ord) war der ursprüngliche Name der Gesamtoperation)
Weserübung Süd Bestandteil von Weserübung Dänemark betreffend
Weiß, Fall Angriff auf Polen, durchgeführt am 1. September 1939 lt. Weisung Nr. 1, Beginn des Zweiten Weltkrieges
Weiß, Fall Unternehmen gegen jugoslawische Partisanen im Jahr 1943
Wiking Räumung der Halbinsel Taman (letzter Rest des Kuban-Brückenkopfs) nach Kertsch
Wikinger deutsches Marineunternehmen im Februar 1940
Winkelried Erweiterung des Flaschenhalses zum Kessel von Demjansk 1942
Wintergewitter Plan am 12. Dezember 1942 von Südwesten her eine Verbindung zu dem eingeschlossenen Stalingrad herzustellen um den Ausbruch einzuleiten; nach einer Annäherung bis auf 55 Kilometer an den Belagerungsring, wurde der Versuch am 23. Dezember 1942 abgebrochen
Unternehmen Winterübung Einmarsch der Wehrmacht ins entmilitarisierte Rheinland am 7. März 1936
Wirbelwind Frontbegradigung der Heeresgruppe Mitte im August 1942
Wunderland Vorstoß von Marineeinheiten auf die sibirischen Seewege (Karasee)
Wunderland I ab Juli 1942, Panzerschiff Admiral Scheer mit Zerstörern und U-Booten
Wunderland II August bis Oktober 1943, ausschließlich U-Boote

Z[Bearbeiten]

Deckname Erläuterung
Zahnarzt Angriff im Elsass im Januar 1945
Zauberflöte Überführung des deutschen Schweren Kreuzers Prinz Eugen von norwegischen Gewässern an die norddeutsche Küste zur Reparatur
Zigeunerbaron Mai 1943, Vorgehen gegen Partisanen im Vorfeld von Kursk
Zitadelle Angriffsplan im Kursk-Bogen 1943; gilt als eine der größten Panzerschlachten, wenn nicht sogar die größte Panzerschlacht aller Zeiten; ursprünglich für den 13. März 1943 geplant, erfolgte der Angriff erst am 5. Juli 1943, da die operative Überraschung verloren gegangen war, scheiterte die Offensive und wurde am 13. Juli eingestellt

Weisungen[Bearbeiten]

Mit den vom Oberkommando der Wehrmacht herausgegebenen Weisungen bzw. Weisungen für die Kriegführung „kanonisierte“ Hitler teilweise die Namen für die geplanten Operationen. Beispiele sind:

  • Weisung Nr. 1 vom 11. März 1938: Otto[4]
  • Weisung Nr. 1 für die Kriegführung vom 31. August 1939: Weiß[6]
  • Weisung Nr. 16 für die Kriegführung vom 16. Juli 1940: Seelöwe
  • Weisung Nr. 20 für die Kriegführung vom 13. Dezember 1940: Marita
  • Weisung Nr. 21 für die Kriegführung vom 18. Dezember 1940: Barbarossa

Andere Operationsnamen sind vor allem durch Operationsbefehle überliefert, z.B.:

  • Operationsbefehl Nr. 6 vom 15. April 1943: Zitadelle

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Walther Hubatsch (Hrsg.): Hitlers Weisungen für die Kriegführung 1939 – 1945. Dokumente des Oberkommandos der Wehrmacht. Nebel Verlag 2000, ISBN 3-89-555173-2.
  • Percy E. Schramm (Hrsg.); Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945; Studienausgabe 1982.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Schramm, 1942, Band 2, Teilband 2, S. 1339
  2. Fall Braun, Definition in der Schlagwortnormdatei, abgerufen am 22. Oktober 2011.
  3.  Johannes Frießner: Verratene Schlachten. Holsten-Verlag, Hamburg 1956, S. 267, hier S. 52.
  4. a b Weisung des Obersten Befehlshaber der Wehrmacht für den bewaffneten Einmarsch der Wehrmacht in Österreich: „Unternehmen Otto“ vom 11. März 1938 auf documentarchiv.de, abgerufen am 7. Februar 2011
  5. DIE ZEIT: „Plan Otto“ (Ausgabe 38/1997)
  6. Weisung Nr. 1 für die Kriegführung auf ns-archiv.de, abgerufen am 11. August 2013.