Deda

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Deda
Dade
Déda
Wappen von Deda
Deda (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 57′ N, 24° 53′ OKoordinaten: 46° 56′ 51″ N, 24° 52′ 31″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 466 m
Fläche: 97,70 km²
Einwohner: 4.113 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547205
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Deda, Bistra Mureșului, Filea, Pietriș
Bürgermeister: Lucreția Cadar (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 175
loc. Deda, jud. Mureș, RO–547205
Website:
Sonstiges
Stadtfest: jährlich im Juli, Festivalul Văii Mureșului

Deda (deutsch Dade, ungarisch Déda) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort Deda ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Deda, Dedals und Deden bekannt.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Deda im Kreis Mureș
Bahnhof in Deda um 1942

Die Gemeinde Deda liegt im Miereschtal im nördlichen Teil des Siebenbürgischen Beckens in den nördlichen Ausläufern des Gurghiu-Gebirges (Munții Gurghiu) und den südlichen des Călimani-Gebirge (Munții Călimani). Am Oberlauf des Mureș (Mieresch) und des Drum național 15 liegt der Ort Deda 24 Kilometer nordöstlich von der Stadt Reghin (Sächsisch-Regen) und etwa 57 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Am rechten Ufer des Mureș liegt Deda am Eisenbahnknoten der Bahnstrecke von Târgu Mureș nach Gheorgheni mit der Bahnstrecke nach Sărățel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Deda, wurde erstmals 1393 urkundlich erwähnt.[3] Auf einer Anhöhe östlich des Ortes, befinden sich Reste einer Burg, welche der Latènezeit zugeordnet wurde. Archäologische Funde auf dem Areal des Gemeindezentrums wurden bis in die Jungsteinzeit zurückdatiert.[4] Im eingemeindeten Dorf Pietriș (ungarisch Maroskövesd), wird auf einer Anhöhe eine ehemalige Burg vermutet, wurde aber nicht näher untersucht.[5]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Régen felső (Ober-Regen) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Deda entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 2.178 1.898 70 - 210
1930 5.388 4.211 698 21 458
2002 4.332 4.001 68 - 263
2011 4.113 3.625 43 2 443

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl 1930 registriert. Die höchste Anzahl der Rumänen (4.396) wurde 1920, die der Magyaren (766) 1941, die der Roma (349) 2011 und die der Rumäniendeutschen (100) 1910.[6]

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist die Landwirtschaft, die Viehzucht und die Holzverarbeitung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Außer dem Holztor der Schule im Gemeindezentrum, welches unter Denkmal steht, sind keine nennenswerte Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde Deda zu erwähnen.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vasile Netea (1912–1989), geboren in Deda, war Historiker[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 12. September 2018 (ungarisch).
  3. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  4. Institute Of Archaeology − Deda, abgerufen am 13. September 2018 (rumänisch).
  5. Institute Of Archaeology − Pietriș abgerufen am 13. September 2018 (rumänisch)
  6. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  7. Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  8. Florin Bengean: Angaben zu Vasile Netea bei astra.iasi.roedu.net abgerufen am 12. September 2018 (rumänisch)