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Dee Palmer

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Dee Palmer (* 2. Juli 1937 in London als David Palmer; † 2026[1] in Shropshire, England[2]) war eine britische Musikerin, die als Keyboarder David Palmer von Jethro Tull in den 1970er Jahren bekannt wurde.

Palmer trat nach dem Schulbesuch in die British Army ein und leistete Militärdienst bei den Royal Horse Guards. Während dieser Zeit besuchte Palmer die Royal Military School of Music von Kneller Hall. Später absolvierte Palmer ein Studium der Klarinette an der Royal Academy of Music, gewann den Boosey & Hawkes Prize for Woodwind und arbeitete als Sub Professor. Palmer ergänzte die Fächer Harmonielehre, Kontrapunkt und Komposition u. a. bei Richard Rodney Bennett und wurde 1968 mit dem Eric Coates Prize for Composition ausgezeichnet.[3][4] Palmers Debüt als Arrangeur war 1967 das Album Nicola des Gitarristen Bert Jansch.[1]

Palmer war bereits 1968 als Arrangeur für die Streicher- und Orchesterarrangements von Jethro Tull tätig, von 1976 bis 1979 war er als Keyboardspieler Mitglied der Progressive-Rock-Band. Während dieser Zeit entstanden die Studioalben Too Old to Rock ’n’ Roll: Too Young to Die! (1976), Songs from the Wood (1977), Heavy Horses (1978) und Stormwatch (1979) sowie das Livealbum Bursting Out (1978). Aus Palmers Feder sind die Tull-Stücke Urban Apocalypse, Elegy und Coronach.

Nach dem Ausscheiden bei Jethro Tull begann Palmer 1980 mit den Arrangements für orchestrale „Tributes“ für Bands wie Jethro Tull (erstes, 1985 unter dem Titel A Classic Case erschienenes, mit dem London Symphony Orchestra eingespieltes Album der Serie), The Beatles, Yes, Genesis und Pink Floyd. 1994 wurde Palmer Fellow der Royal Academy of Music.

Dee Palmer wurde mit uneindeutigen körperlichen Geschlechtsmerkmalen geboren. Ihr wurde das männliche Geschlecht zugewiesen und es wurde eine Reihe von geschlechtsangleichenden Operationen an ihr vorgenommen, die erste davon wenige Stunden nach ihrer Geburt und die letzte mit 28 Jahren. Sie litt unter Geschlechtsdysphorie und sprach lange Zeit nur mit ihrer Mutter und ihrer Ehefrau Maggie über ihr Leiden. Mitte der 1990er-Jahre starben sowohl ihre Mutter als auch ihre Ehefrau innerhalb kurzer Zeit, was sie dazu bewog, sich als transgender und intergeschlechtlich zu outen.[5] Nach psychologischer und medizinischer Beratung führte Palmer 2004 eine Transition durch und änderte ihren Vornamen in Dee. Sie starb 2026 im Alter von 88 Jahren nach längerer Krankheit und hinterließ vier Kinder aus ihrer Ehe mit Maggie.[6]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Dee Palmer's Memorial. Keeper Memorials, abgerufen am 17. Juni 2026 (amerikanisches Englisch).
  2. Dee Palmer 1937–2026. In: jethrotull.com. 13. Juni 2026, abgerufen am 14. Juni 2026 (englisch).
  3. Biography. In: missdeepalmer.com. Abgerufen am 17. Juni 2026 (englisch).
  4. Humfrey Hunter: Jethro Tull’s David becomes a woman. In: Evening Standard. Abgerufen am 14. Juni 2026: „Palmer, 66, a former soldier in the Royal Horse Guards and Fellow of the Royal Academy of Music, is now set to embark on a solo career. She said: ‘I want to be judged on my musical ability alone, and nothing else.’“
  5. Jeb Wright: Dee Palmer Interview. In: Classic Rock Revisited. Oktober 2004, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2005; abgerufen am 14. Juni 2026 (englisch).
  6. Ian Anderson: Dee Palmer 1937-2026. In: jethrotull.com. 13. Juni 2026, abgerufen am 14. Juni 2026 (englisch).