Deep Silver

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Deep Silver

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Rechtsform Label von Koch Media
Gründung 2002
Sitz Planegg, Bayern DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Klemens Kundratitz
Reinhard Gratl
Branche Computer- und Videospiele
Website www.deepsilver.com

Deep Silver ist ein Markenlabel des deutsch-österreichischen Medienkonzerns Koch Media. Seit 2002 betreibt das Unternehmen seine weltweiten Aktivitäten als Publisher für Computerspiele unter diesem Namen. Deep Silver entwickelt und vermarktet sowohl eigene als auch fremde Softwareproduktionen für gängige Spieleplattformen wie den PC, Spielkonsolen und mobile Endgeräte. Das Unternehmen unterhält dafür mehrere eigene Entwicklerstudios. Der Hauptsitz ist in Planegg bei München. 2018 wurden Deep Silver und Koch Media von THQ Nordic übernommen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von Deep Silver reicht zurück in das Jahr 2002, als die Koch Media GmbH erste eigene Publishingaktivitäten unternahm.

2007 wurde mit der Deep Silver GmbH in Wien, die unter dem Namen Deep Silver Vienna auftrat, ein Subunternehmen ins Leben gerufen. Das Team des ehemaligen Rockstar-Vienna-Studios konzentrierte sich primär auf die Entwicklung und Produktion von Vollpreis-Titeln, vor allem für Konsolen-Plattformen. Im Februar 2010 – kurz nach der Veröffentlichung des Erstlingswerks Cursed Mountain – gab die Koch Media GmbH bekannt, das Studio aufgrund der wirtschaftlichen Lage zu schließen. Sämtliche Publishing- und Entwicklungstätigkeiten wurden im Stammsitz in Planegg bei München konzentriert und unter zentraler Direktion weitergeführt.[2] Nach der Trennung des deutschen Entwicklers Piranha Bytes von seinem bisherigen Publisher Jowood kündigte das Bochumer Studio 2007 in Zusammenarbeit mit Deep Silver die Entwicklung des Rollenspiels Risen an.[3] Im Rahmen der gamescom 2009 gab Deep Silver bekannt, dass sich der Publisher die Markenrechte an Sacred vom insolventen Entwickler Ascaron gesichert hat und die vor allem in Deutschland erfolgreiche und populäre Serie in Eigenregie fortsetzen wolle.[4]

Anfang 2013 übernahm Deep Silver bzw. die Mutterfirma Koch Media das amerikanische Entwicklerstudio Volition, nachdem dessen Besitzer THQ in die Insolvenz gegangen war.[5] Im Dezember 2013 wurde das finanziell angeschlagene Unternehmen Fishlabs, ein Hamburger Entwickler für mobile Spiele, übernommen, um Fuß im Markt für Smartphones und Tablet-PCs zu fassen.[6] Im Juli 2014 erwarb Deep Silver schließlich auch das Studio Nottingham, die Markenrechte des Egoshooters Homefront und sämtliche Assets des in Entwicklung befindlichen Nachfolgers Homefront: The Revolution vom finanziell schwer angeschlagenen Spieleentwickler Crytek. Das Studio wurde in Deep Silver Dambuster Studios umbenannt.[7]

Im Februar 2018 wurde Koch Media – und damit auch Deep Silver – von THQ Nordic übernommen. Nach der Übernahme erwarb der neue Eigner die Rechte an den Spieletiteln Second Sight und Timesplitters und wurden zur Betreuung an Koch Media/Deep Silver übertragen.[8] Die Spiele wurden ursprünglich von den Dambuster Studios unter ihrer früheren Firmierung als Free Radical Design entwickelt.

Entwicklerstudios[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell

Ehemalig

  • Deep Silver Vienna (ehemals Neo Software/Rockstar Vienna, übernommen 2007, geschlossen 2010)

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigenproduktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fremdproduktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. THQ Nordic AB kauft Koch Media auf 4players.de (abgerufen am 14. Februar 2018)
  2. Golem.de: Koch Media schließt Entwicklerstudio Deep Silver Vienna
  3. Ankündigung von Risen
  4. Gamersglobal.de: Koch Media kündigt Sacred3 an
  5. http://www.joystiq.com/2013/01/23/deep-silver-confirms-acquisition-of-saints-row-metro-and-voliti/
  6. http://www.gruenderszene.de/allgemein/koch-media-fishlabs
  7. Golem.de: Crytek verkauft Homefront mitsamt Studio an Koch Media, aufgerufen am 30. Juli 2014
  8. THQ Nordic - Publisher kauft Rechte an Timesplitters und Second Sight. (gamestar.de [abgerufen am 19. August 2018]).