Defense Production Act

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Der Defense Production Act ist ein US-Bundesgesetz aus dem Jahr 1950.

Das Gesetz wurde anlässlich des Koreakrieges beschlossen. Es bevollmächtigt den US-Präsidenten, Industriebetriebe zur Produktion bestimmter Güter zu verpflichten.

Während der COVID-19-Pandemie wurden Unternehmen auf Basis dieses Gesetzes Unternehmen zur Herstellung von medizinischen Geräten und Schutzmasken verpflichtet. So wurde das Gesetz ab 27. März 2020 angewendet, um den Automobilhersteller General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen.[1] Am 2. April wurde 3M verpflichtet, Gesichtsmasken herzustellen.[2]

Anfang April 2020 wurden 600 Beatmungsgeräte aus China, die für Brasilien bestimmt waren und in Miami zwischengelandet waren, an die amerikanische Regierung verkauft.[3]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Memorandum on Order Under the Defense Production Act Regarding General Motors Company
  2. 3M Response to Defense Production Act Order. In: news.3m.com. 3. April 2020, abgerufen am 7. April 2020 (englisch).
  3. Marian Blasberg, Georg Fahrion, Alexander Sarovic, Fritz Schaap: „Das sind Zeiten für Betrüger“. In: Spiegel plus. 10. April 2020, abgerufen am 19. April 2020: „Im Sinne des Defense Production Act sehen wir uns verpflichtet, Ihre Bestellung an die amerikanische Regierung zu verkaufen.“ Auch in: Der Spiegel Nr. 16 vom 11. April 2020. S. 84.