Degeto Film

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Degeto Film
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Rechtsform GmbH
Gründung 1928
Sitz Frankfurt am Main, DeutschlandDeutschland Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 84 [1]
Umsatz 13,0 Millionen Euro (2014) [1]
Branche Unterhaltungsindustrie
Website degeto.de

Die Degeto Film GmbH (kurz Degeto, auch ARD Degeto; Kunstwort aus Deutsche Gesellschaft für Ton und Film) ist die gemeinsame Filmeinkaufsorganisation der ARD. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main auf einem Nebengelände des hr und beschäftigt 84 Mitarbeiter. Ihre Gesellschafter sind die Landesrundfunkanstalten der ARD bzw. deren Werbetöchter.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1928 als Deutsche Gesellschaft für Ton und Film e.V. gegründet, produzierte und vertrieb in den 1930er und 1940er Jahren Propagandafilme für die Reichsregierung Hitlers.[2] Es firmierte seit 1937 als Degeto Kulturfilm GmbH, ab 1942 als Degeto Film GmbH. Nach der Reaktivierung 1952 durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Hessischen Rundfunk war das Unternehmen ab 1954 zunächst im Besitz der Werbung im Rundfunk GmbH, einem Tochterunternehmen des hr, und wurde 1959 von den ARD-Anstalten gemeinschaftlich übernommen.[3]

Die Degeto erwirbt für ihre Gesellschafter Lizenzen an Fernsehsendungen aller Art, insbesondere Spielfilmen und Serien. Dazu werden auch Sendungen kofinanziert, Produktionsbeteiligungen geleistet, Eigenproduktionen hergestellt und Synchronisationen ausländischer Produktionen in Auftrag gegeben. Hierfür wurden im Jahr 2014 insgesamt 400 Millionen Euro aufgewendet.

Die Degeto war Vertragspartner und Auftraggeber für die Produktion der Sendungen Harald Schmidt ab 2004 im Ersten und Gottschalk Live im Jahr 2012.[4]

Seit Juli 2012 ist die Juristin Christine Strobl Leiterin der Degeto Film.[5] Frühere Geschäftsführer waren Bettina Reitz (Mai 2011 bis Mai 2012), Hans-Wolfgang Jurgan (Juli 2001 bis November 2011), Jörn Klamroth (Mai 2002 bis März 2011), Klaus Lackschéwitz (Juli 1994 bis Dezember 1999),[6] Peter T. Heimes (Juli 1988 bis September 1994)[7] und Hans-Joachim Wack (1954 bis Dezember 1988)[8].

Das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem Verlust von 748.748 Euro abgeschlossen.[1]

Produktionen mit Degeto-Beteiligung (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Beteiligungsbericht 2014 des SWR, Seite 100 ff. (PDF, 3,13 MB), abgerufen am 28. April 2016
  2. Unvollständige Liste der durch die Degeto Kulturfilm GmbH vertriebenen Filme in Internet Movie Database, abgerufen am 16. Mai 2016
  3. ARD übernimmt Degeto Film Chronik der ARD, abgerufen am 16. Mai 2016
  4. ARD: Eine Nase tankt Super in Zeit Online vom 22. März 2012, abgerufen am 16. Mai 2016
  5. Neue Degeto-Chefin Fluch und Segen zeit.de, 12. August 2012
  6. Wechsel in der Geschäftsführung der Degeto Film
  7. Noch nie ein Wohltäter. In: Der Spiegel. Nr. 26, 1995 (online).
  8. BERUFLICHES. Hans Joachim Wack. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1988 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: ARD Degeto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 8′ 15,4″ N, 8° 40′ 49,1″ O