Deichschart

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Deichschart in Bremen mit Drehflügel-Tor
Geschlossenes Deichschart-Tor der Spiekerooger Inselbahn
Deichscharte Zollbrücke an der Oder
Führungsschienen zum Verschließen der Deichscharte Zollbrücke an der Oder

Deichschart, Deichscharte bzw. Stöpe[1] nennt man die Öffnung in einem Deichkörper, durch die eine Straße, eine Eisenbahnlinie oder ein sonstiger Verkehrsweg führt. Deichscharten werden an den Stellen angelegt, an denen man den Verkehrsweg nicht über die Deichkrone führen kann oder will. Diese Öffnungen werden durch Deichscharttore gesichert, die bei drohender Sturmflut geschlossen werden. So bildet der Deich kein Verkehrshindernis mehr, bewahrt aber seine Schutzfunktion für das Hinterland.

Stöpe

An neuralgischen Punkten, an denen häufig Hochwasser auftritt, müssen die Deichscharten einfach und schnell geschlossen werden können, in diesem Fall wird der Verschluss mit Drehflügel-Toren ausgeführt.

Eher in der zweiten Deichlinie beziehungsweise bei selten auftretenden Hochwassern werden Deichscharten mit zwei Reihen von Holz-Bohlen und Sandsäcken dazwischen und davor geschlossen. Statt Sandsäcken wird auch manchmal Klei oder Mist eingefüllt. Das Verschließen wird von den Feuerwehren regelmäßig geübt. Häufig findet man Stöpen in Schlafdeichen, aber auch im Hafenbereich in Seedeichen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deichscharte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/LKN/Service/Downloads/faltblattDeichverstaerkung_Hattstedter_Marsch.pdf?__blob=publicationFile&v=2